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GFT Technologies kaufen


10.11.2006
SES Research

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Finn Henning Breiter und Felix Ellmann, Analysten von SES Research, nehmen für die GFT Technologies-Aktie (ISIN DE0005800601 / WKN 580060) ein Upgrade von "halten" auf "kaufen" vor.

Am 09.11.2006 habe GFT Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Sowohl Umsatz als auch die Ergebnisse hätten deutlich über den Erwartungen der Analysten gelegen. Grund hierfür seien zum einen schnellere Erfolge aus der Integration des akquirierten Geschäftsbereiches Resourcing der Parity Gruppe und zum anderen eine geringer ausgeprägte Zyklik des Geschäftsvolumens auf Quartalsbasis, als man dies bislang erwartet habe.

Die GFT Technologies AG biete als Dienstleister im IT-Umfeld ein breites Leistungsspektrum von der Beratung über Systemintegration und Anwendungsentwicklung bis hin zur Vermittlung von Freiberuflern. GFT verfüge über eine starke Stellung im Bereich der IT-Dienstleistungen für Banken und Versicherungen. Dies werde durch die langjährige und umfangreiche Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank unterstrichen. Die Finanzdienstleistungsbranche sei für IT-Dienstleister ein besonders attraktiver Markt, da Banken und Versicherungen zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit stets nach verbesserten IT-Prozessen streben würden und als Early Mover entsprechende Budgets zur Verfügung stellen würden.

Mit ihrem ausgeprägten Know-how auf diesem Sektor habe sich die GFT AG aktuell beispielsweise einen Großauftrag der EZB sichern, und eine Rahmenvereinbarung zu IT-Projekten über zukünftig jährlich rund 5.000 Mann-Tage mit Potenzial für Aufstockungen abschließen können.


Nachdem GFT im H2 2005 nachhaltig den Turnaround geschafft habe, sei das Jahr 2006 bislang von der Integration des akquirierten Geschäftsbereichs Resourcing der Parity Group geprägt gewesen. Ein bedeutender Anteil des Umsatzsprungs gegenüber dem Vorjahr habe aus dieser Akquisition resultiert. Allerdings habe GFT in den ersten neun Monaten auch ein organisches Wachstum von 9,4% verbuchen können. Bemerkenswert sei, dass auch die Margen trotz Integrationsaufwendungen (ca. TEUR 380) deutlich hätten gesteigert werden können. Das EBT für die ersten neun Monate habe 4,5 Mio. Euro betragen, was einer Marge von gut 3,5% (Vorjahreszeitraum: 1,2%) entsprochen habe.

Diese Margensteigerung resultiere in erster Linie aus einer verbesserten Kapazitätsauslastung. In diesem Zusammenhang habe das Management auch die Guideline zur EBT-Marge für das Gesamtjahr 2006 von bislang 3% in Richtung 3,6% angehoben. Da die Analysten mit ihren Prognosen bislang leicht über der Guideline gelegen hätten, würde man keine Anpassung auf Jahresbasis vornehmen. Allerdings zeige sich, dass die in der IT-Branche typischen Schwankungen zwischen den Quartalen bei GFT geringer ausfallen würden, als die Analysten dies bislang angenommen hätten. Daher würden die Analysten wertneutrale Anpassungen der Quartalsschätzungen vornehmen.

Auch für die nähere Zukunft erwarte man einen weiterhin positiven Newsflow. Nachdem die Integration der Parity-Teile gegen Ende 2006 weitgehend abgeschlossen sein dürfte, sollte der Geschäftsbereich Resourcing in 2007 seine Wachstumskraft voll entfalten können. Das aus der Sicht der Analysten erzielbare Wachstum von rund 15% pro Jahr sollte maßgeblich vom Resourcing getrieben werden. Der regionale Schwerpunkt sollte sich dabei weiter aus Deutschland in Richtung des europäischen Auslands sowie Brasilien verlagern, so dass die relative Bedeutung des deutschen Marktes (derzeit 64% Umsatz) abnehmen dürfte. Zudem würden die Analysten erwarten, dass GFT in absehbarer Zeit einen weiteren Großauftrag aus der Finanzbranche melden könne.

Mit einem 2007er KGV von 9,5 sei GFT in der Peer Group verhältnismäßig günstig bewertet. Das KGV sei jedoch durch den hohen Cash-Bestand noch verfälscht. Mit einem liquiditätsbereinigten KGV für 2007 von 7,6 erscheine GFT derzeit sehr günstig.

Aufgrund der attraktiven Bewertungsreserve ändern die Analysten von SES Research ihr Rating von "halten" auf "kaufen" für die GFT Technologies-Aktie. Durch den gestiegenen Cash-Bestand ergebe sich basierend auf dem DCF-Modell ein erhöhtes Kursziel von 3,45 Euro (bislang 3,35 Euro). (10.11.2006/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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