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Schaltbau halten


08.11.2006
Der Börsendienst

München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Der Börsendienst" empfehlen die Aktie von Schaltbau (ISIN DE0007170300 / WKN 717030) zu halten.

Am 27. September hätten die Experten die Schaltbau-Aktie als konservative Depotbeimischung bei 23,50 Euro zum Kauf empfohlen. Aktuell notiere die Aktie bei 28,50 Euro und damit 22 Prozent im Plus. Nicht schlecht für einen konservativen Wert. Die Aktie biete weiterhin Potenzial und die Experten würden an ihrem Kursziel von 36,00 Euro ganz klar festhalten. Die jüngst veröffentlichten Zahlen des 3. Quartals würden ihre positive Einschätzung bestätigen.

Der auf Verkehrstechnik spezialisierte Konzern habe den Gesamtumsatz im Berichtszeitraum auf 52,9 Mio. Euro, nach 50,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum gesteigert. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe sich von 3,7 Mio. Euro auf 2,9 Mio. Euro verringert, während man beim Konzernergebnis nach Anteilen Dritter einen Anstieg von 1,0 Mio. Euro auf 1,7 Mio. Euro habe vorweisen können. Im Vergleich mit dem 3. Quartal 2005 müsse man jedoch beachten, dass Schaltbau im letzten Jahr einen Sondereffekt aus der IFRS-Umstellung (Bilanzierungsmethode) gehabt habe. Durch diesen Effekt hätten sich das EBIT sowie die latenten Steuern jeweils um rund 1,0 Mio. Euro erhöht und hätten sich demzufolge beim Jahresüberschuss wieder neutralisiert.


Beim Auftragseingang habe Schaltbau einen Anstieg um 1,7 Mio. Euro auf 56,7 Mio. Euro verzeichnet, wobei man hier insbesondere durch Bestellungen der Bushersteller sowie durch Aufträge aus dem Bereich Schienenfahrzeugtüren habe profitieren können. Insgesamt habe der Auftragseingang nach neun Monaten mit 171,7 Mio. Euro gelegen, was im Vergleich zum Vorjahreswert (147,9 Mio. Euro) einem Plus von 16 Prozent entspreche. Aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufs und der aktuellen Einschätzung für das Restjahr halte das Management unverändert an einem Konzernjahresergebnis in der Größenordnung von 5,6 Mio. Euro und einem Gewinn pro Aktie am oberen Ende der bisherigen Prognose von 2,4 bis 2,5 Euro je Aktie fest.

Erst zu Beginn des Geschäftsjahres 2004 habe die Schaltbau Holding AG 10,0 Mio. Euro Bankverbindlichkeiten in Genussrechte wandeln können, die zunächst von den Banken gehalten worden seien. Nach einer weiteren Stabilisierung der Unternehmenszahlen sei es gelungen, diese Genussrechte dann im ersten Halbjahr 2005 von den Banken auf Fonds und Privatanleger umzuplatzieren. Nur 1,5 Jahre später habe die Münchener Holding am 27.10.2006 ein öffentliches Angebot zum Rückkauf der Genussrechte gemacht habe.

Aus gut informierten Kreisen hätten die Experten erfahren, dass Schaltbau in den nächsten Tagen eine Prognose für die Geschäftszahlen in 2008 geben solle. Sie seien sich sicher, dass dies der Aktie weiteren Auftrieb geben werde.

Die Experten von "Der Börsendienst" empfehlen bei der Aktie von Schaltbau auf jeden Fall dabeizubleiben. (08.11.2006/ac/a/nw)



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