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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0006200108 620010 -   € -   €
 
 
 

INDUS Holding kaufen


12.10.2006
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Roland Könen, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie der INDUS Holding (ISIN DE0006200108 / WKN 620010) von "halten" auf "kaufen" hoch.

INDUS habe diese Woche den Kauf einer weiteren Beteiligung vermelden können und habe dadurch sein Portfolio auf 43 Gesellschaften ausgebaut. Der Konzern übernehme angabegemäß 75% der Anteile an der OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG in Oelde. Die restlichen Anteile würden beim Unternehmensgründer Günther Keutmeier verbleiben, der auch weiterhin als Geschäftsführer für das operative Geschäft verantwortlich sein werde. Konkrete Aussagen zum Kaufpreis sowie zur Profitabilität habe INDUS wie üblich nicht gemacht.

OBUK sei 1980 gegründet worden und produziere ein breites Spektrum an Füllungen aus Kunststoff und Aluminium für Haustüren im Premium-Bereich. Im letzten Geschäftsjahr 2005 habe das Unternehmen mit rund 150 Mitarbeitern einen Umsatz von über 21 Mio. EUR erzielt, wobei gut zwei Drittel des Umsatzvolumens auf Renovierungen und ein Drittel auf Neubauten entfalle. Nach Angaben von INDUS zähle OBUK zu den bedeutendsten deutschen Anbietern und verfüge über eine ausgezeichnete Marktposition mit einer breiten Kundenbasis. Die Produkte würden von einem eigenen regional gegliederten Vertrieb vor allem im Inland sowie in Österreich und den Niederlanden vermarktet.

Auch wenn die Gesellschaft in der Baubranche tätig sei, zeichne sich das Geschäft durch eine stabile, baukonjunktur-unabhängige Entwicklung aus. Der Großteil der Umsätze realisiere OBUK zeitnah und auftragsbezogen. Eine slowakische Tochter übernehme arbeitsintensive Tätigkeiten bei der Vorfertigung standardisierter Einzelkomponenten, wobei das Produktionssystem insgesamt flexibel aufgebaut sei.

Die Halbjahreszahlen 2006, die der INDUS-Konzern bereits Ende August vorgestellt habe, hätten eine insgesamt positive Entwicklung der einzelnen Beteiligungsgesellschaften gezeigt. In Summe hätten sich die Konzernumsätze in den ersten sechs Monaten um 24% auf 405 Mio. EUR erhöht, hätten dabei jedoch auch von den 2005 akquirierten Unternehmen Selzer und MIGUA profitiert. Die insgesamt leicht unterproportional angestiegenen Aufwandspositionen hätten für ein operatives Plus von 34% auf 48 Mio. EUR gesorgt, sodass sich auch der Gewinn je Aktie um 32% auf 0,90 EUR habe verbessern können.


Im Segment Bauindustrie (Umsatz: +36% auf 82 Mio. EUR; EBT: +106% auf 9,9 Mio. EUR) habe INDUS von Veränderungen des Konsolidierungskreises sowie der guten Positionierung der Beteiligungen in attraktiven Nischenmärkten profitiert. Das Segment Maschinenbau (Umsatz: +14% auf 69 Mio. EUR; EBT: +16% auf 7,4 Mio. EUR) habe die Ertragslage aufgrund des starken Exportgeschäfts sowie einer anziehenden Inlandsnachfrage verbessert. Die Gesellschaften der Automobilindustrie (Umsatz: +50% auf 121 Mio. EUR; EBT: +65% auf 9,1 Mio. EUR) würden derzeit nach wie vor unter den gestiegenen Rohstoffpreisen sowie dem Preisdruck der OEMs leiden.

Die Zuwächse im Umsatz und Ergebnis seien in erster Linie konsolidierungsbedingt gewesen. Bei den Gesellschaften der Konsumgüterindustrie (Umsatz: -1% auf 51 Mio. EUR; EBT: -26% auf 3,5 Mio. EUR) sei die Veränderung des Konsolidierungskreises zu beachten. Darüber hinaus hätten auch hier die hohen Rohstoffpreise belastet. Die übrigen Beteiligungen (Umsatz: +12% auf 74 Mio. EUR; EBT: +83% auf 4,2 Mio. EUR) hätten sich nach einem eher verhaltenen Start in das Geschäftsjahr insgesamt sehr positiv entwickelt.

Die operativen Zahlen zum Halbjahr würden eine insgesamt positive organische Geschäftsentwicklung der Beteiligungsunternehmen zeigen, auch wenn beispielsweise in der Automobilindustrie unverändert ein hoher Preisdruck zu verzeichnen sei. Angabegemäß habe die Gruppe insgesamt jedoch die Materialkosten wie auch die Personalkosten im Griff.

Die Analysten würden darüber hinaus davon ausgehen, dass der aktuell zu verzeichnende Umsatz- und Ergebnistrend bis weit in 2007 hinein reichen werde. Die einzelnen Entwicklungen würden deutlich zeigen, dass die jeweiligen Unternehmen in der jeweils richtigen Nische entsprechende Margen realisieren könnten. In vielen Fällen würden die Beteiligungen demnach von den jeweiligen Marktpositionen profitieren, die insgesamt für eine positive Entwicklung des Konzerns mit einer entsprechenden Risikostreuung sorgen würden.

Die Analysten würden die INDUS-Aktie für ein attraktives Langfristinvestment halten. Angesichts der Kursentwicklung der letzten Monate liege die Dividendenrendite bei über 4%. Die Analysten würden unverändert von einer Fortsetzung der erfolgreichen Akquisitionsstrategie sowie einem auch in der Zukunft zu erwartenden anhaltenden Ertragswachstum ausgehen. Sie würden es insgesamt positiv werten, dass die Gesellschaft keinen Anlagedruck, wie beispielsweise die Private Equity-Häuser, habe, sodass Beteiligungen nicht zu jedem Preis akquiriert werden müssten. Wenn INDUS daher in Zeiten hoher Preise und Kaufmultiplikatoren auf der Akquisitionsseite weniger aktiv sei, sei dies nach Erachten der Analysten eher ein Zeichen für eine insgesamt nachhaltig positive Entwicklung der Beteiligungsholding.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen ihr Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten im aktuellen Kapitalmarktumfeld mit 33,00 EUR, erhöhen jedoch ihre Einschätzung für die Aktie der INDUS Holding von "halten" auf "kaufen". (12.10.2006/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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