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MPC Capital kaufen 06.10.2006
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Roland Könen vom Bankhaus Lampe stuft die Aktie von MPC Capital (ISIN DE0005187603 / WKN 518760) unverändert mit "kaufen" ein.
Das Management habe zuletzt die bereits zu den Halbjahreszahlen angehobene Gesamtjahresplanung ein weiteres Mal erhöhen können. MPC habe eine Immobilie aus einem England-Immobilienfonds mit deutlichem Gewinn für die Anleger verkauft, wobei die Gesellschaft neben den üblichen Gebühren für die Abwicklung von Fonds an einer vereinbarten Gewinnbeteiligung habe partizipieren können. Angabegemäß habe diese Transaktion einen Nettoeffekt auf das Jahresergebnis von rund 7 Mio. EUR. Hieraus ergebe sich die Erhöhung der Gesamtjahresplanung im Nettoergebnis von 40 bis 45 Mio. EUR auf rund 50 Mio. EUR.
Darüber hinaus beabsichtige die Gesellschaft ein Paket von ca. 100 Immobilienobjekten in Holland mit einem Volumen von rund 1 Mrd. EUR veräußern zu wollen. Das Management sei hier sehr optimistisch, diese Transaktion bis zum Jahresende abgeschlossen zu haben, was dann einen zusätzlichen Ergebnisbeitrag zum Gesamtjahresergebnis leisten würde.
Ein wichtiger strategischer Schritt aus Sicht des Managements sei zuletzt die Erhöhung des 50-prozentigen Anteils an der Assentus Bank (zuvor: Hanseatische i-Bank) um 25% und die gleichzeitige Ausrichtung der Bank auf managementbasierte und strukturierte Kapitalanlagen gewesen, die das ursprünglichen Kerngeschäft des MPC-Konzerns mit sachwertorientierten geschlossenen Fonds (unter dem Label MPC) erweitern würden.
Unter dem Label Assentus Bank würden zukünftig Produktkategorien wie Opportunity-Fonds, Private Equity-Fonds sowie Anleihen und Zertifikate angeboten, die sich dadurch auszeichnen würden, dass sie kontinuierlich verfügbar seien. MPC verspreche sich dadurch eine klare Positionierung der neuen Produktklassen, die letztendlich zu einer wachsenden Produktpalette, der daraus resultierenden Erschließung neuer Kunden- und Vertriebszielgruppen, einer größeren Unabhängigkeit von der Verfügbarkeit bestimmter Assets und zu einer deutlichen Erhöhung des Anteils wiederkehrender Umsätze führe.
Für die Ertragsrechnung heiße die Ausweitung des Geschäfts mit strukturierten Produkten zunächst einmal geringere Upfront-Fees, dafür jedoch zukünftig höhere Bestands- und Verwaltungsprovisionen. Der Anteil der wiederkehrenden Erlöse solle mittelfristig von aktuell rund 10% auf 15% bis 20% steigen, so dass dann die Fixkosten des Konzerns bereits durch die so genannten Ongoing-Fees abgedeckt seien.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe hätten die neuerliche Guidanceanhebung sowie den zu erwartenden Sonderertrag aus der Holland-Transaktion in die 2006er Planzahlen mit eingerechnet. Die strategische Weiterentwicklung des Geschäftsmodells um die klare Ausweitung der strukturierten Produkte schlage sich in der adjustierten Gewinnprognose der Analysten für die Jahre 2007 und 2008 nieder. Dabei hätten die Analysten nur zu einem geringen Teil berücksichtigt, dass zukünftig immer wieder Sondererträge durch Asset-Verkäufe aus den in den letzten Jahren aufgelegten Fonds erzielt werden dürften. Sie würden davon ausgehen, dass die Gesellschaft die Planungsgröße eines platzierten EK-Volumens in 2006 von 1 Mrd. EUR mit 1,04 Mrd. EUR leicht übertreffen werde.
Für die kommenden beiden Geschäftsjahre würden die Analysten vom Bankhaus Lampe von steigenden Volumina (1,20 Mrd. EUR bzw. 1,25 Mrd. EUR) ausgehen. Da die Analysten in den beiden kommenden Jahren die Sondererträge nicht auf dem 2006er Niveau antizipieren würden und auch der Anteil der neuen Produktklassen höher ausfallen werde als der Anteil der sachwertorientierten Produkte, würden sie gegenüber 2006 (EBIT: 83 Mio. EUR) aktuell für 2007 und 2008 mit rückläufigen Ergebnissen (EBIT 2007e: 68 Mio. EUR; 2008e: 77 Mio. EUR) rechnen. Für 2006 würden sie aufgrund der überproportional hohen Sondererträge darüber hinaus davon ausgehen, dass die Gesellschaft neben einer regulären Dividende von 4,00 EUR je Aktie auch eine Sonderausschüttung von 1,00 EUR vornehmen werde.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen ihre "kaufen"-Empfehlung für die Aktie von MPC Capital sowie ihr Kursziel von 75 EUR auf Sicht von zwölf Monaten. (06.10.2006/ac/a/nw)
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