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Berentzen halten


16.08.2006
Der Börsendienst

München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Der Börsendienst" empfehlen die Aktie der Berentzen-Gruppe AG (ISIN DE0005201636 / WKN 520163, VZ) zu halten.

Vergangenen Montag habe der Musterdepotwert Berentzen Zahlen zum ersten Halbjahr veröffentlicht. Um es vorweg zu nehmen: Die Experten hätten sich ein wesentlich besseres Ergebnis erwartet, als einen Verlust von 3,1 Mio. Euro. Zwar sei das Ergebnis im Halbjahr 2005 mit 4,3 Mio. Euro Verlust noch schlechter gewesen, dennoch hätten sie gedacht, dass der Abgang von Jan Berentzen mit rühmlicheren Zahlen vonstatten gehen würde. Die Experten würden an ihrem Kursziel festhalten, aber jetzt davon ausgehen, dass dieses erst in 7 Monaten erreicht werde. Denn spätestens im März 2007, wenn die Zahlen für 2006 vorgelegt würden, sollte der Turnaround ersichtlich sein.


Sobald bei Berentzen ein innovatives Management am Start sei, könne das immense Potenzial des Unternehmens gehoben werden. Und es gebe genügend erfahrene Manager, die Berentzen nach vorne bringen könnten. Zudem sei die Aktie trotz des schwachen Ergebnisses im ersten Halbjahr massiv unterbewertet. Zusammengefasst in einem Satz bedeute dies: Berentzen sei ein astreiner Übernahmekandidat. Mögliche Übernehmer gebe es reihenweise. In erster Linie könnte Berentzen für einen europäischen (Alkohol-)Getränke-Konzern interessant sein.

Der Fakt sei: Berentzen sei derzeit mit knapp 57 Mio. und einem Umsatz von 180 Mio. Euro ein Schnäppchen. Zudem seien wertvolle bekannte Markennamen im Unternehmen. Bedenke man, dass Berentzen im Ausland nur geringe Umsätze erziele, könnte gerade ein ausländischer Getränkekonzern die guten Berentzen-Produkte über den eigenen Vertrieb auch verstärkt im Ausland verkaufen. Alles in allem schlummere hier ein riesiges Potenzial. Das sei Fakt.

Aus diesem Grunde würden die Experten, trotz der schwachen Halbjahreszahlen weiter in Berentzen investiert bleiben. Allerdings würden sie hier nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag warten, dass irgendwann mal irgendwer Berentzen übernehme. Die Experten würden ihre Spekulation zumindest solange aufrechterhalten, bis ein Ersatz für Jan Berentzen in den Vorstand komme. Denn hier stehe das Unternehmen ja unter Druck, da Jan Berentzen bereits seit 6 Wochen nicht mehr im Vorstand verweile. Ein Problem sei leider, dass es sich bei Berentzen um Vorzugsaktien handle. Im Falle einer Übernahme könnten die Stammaktien (nicht börsennotiert) bevorzugt behandelt werden. Doch selbst dann würden die Experten mit einem Übernahmekurs jenseits der 10-Euro-Marke rechnen.

Die Experten von "Der Börsendienst" bewerten die Berentzen-Aktie mit dem Rating "halten". Das Kursziel belasse man bei 12,5 Euro. (16.08.2006/ac/a/nw)




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