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GFT Technologies halten 11.08.2006
SES Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Felix Ellmann, Analyst von SES Research, empfiehlt die Aktie von GFT Technologies (ISIN DE0005800601 / WKN 580060) weiterhin zu halten.
Die von GFT am 10.08.2006 vorgelegten Zahlen zum zweiten Quartal hätten umsatzseitig etwas unter den Erwartungen der Analysten gelegen, während das EBIT ihre Prognosen leicht übertroffen habe. Deutliche Abweichungen zu den Schätzungen der Analysten habe es beim Nettoergebnis gegeben, da sie von einer deutlich niedrigeren Steuerbelastung ausgegangen seien. Die Umsatzentwicklung sei, wie bereits im ersten Quartal, von der Integration der übernommenen Parity-Gesellschaften geprägt gewesen. Der organische Anteil des Wachstums habe 1,4 Mio. Euro betragen. Während der Geschäftsbereich Services/Software organisch um 2,3% gewachsen sei, habe im Resourcing ein organisches Umsatzwachstum von 10,2% verbucht werden können.
Die Umsätze aus den übernommenen Anteilen der Parity Group würden ebenfalls in den Geschäftsbereich Resourcing fallen, so dass der Umsatz in diesem Bereich insgesamt 20,5 Mio. Euro und damit 48,5% des Konzernumsatzes betragen habe. Auch die Ergebniskennzahlen hätten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gesteigert werden können. Mit der anhaltend positiven Entwicklung in 2006 zeige GFT, dass der in 2005 geschaffte Turnaround nachhaltig sein dürfte. Negative Ergebnisbeiträge würden nur im Bereich Software ausgewiesen, der sich bei GFT auf dem strategischen Prüfstand befinde.
Die erste Jahreshälfte sei zudem von einem negativen Sondereffekt aus dem Geschäft in Österreich und Ungarn beeinflusst gewesen. Aus dem Verlust der Führungsebene der österreichischen Niederlassung habe ein Verlust von rund 0,4 Mio. Euro resultiert. Zukünftig würden die Geschäfte in Österreich aus Kostengesichtspunkten von der Niederlassung in Ungarn weitergeführt. Die Region stehe grundsätzlich ebenfalls auf der strategischen Watchlist der Gesellschaft.
Die starke Abweichung des ebenfalls deutlich gestiegenen Nettoergebnisses von der Analystenprognose resultiere aus einer geringer als von ihnen erwartet ausgefallenen Nutzbarkeit der aktivierten steuerlichen Verlustvorträge. Die Gesellschaften, bei denen aktive latente Steuern bilanziert seien, würden in 2006 noch keine Gewinne ausweisen. Gleichzeitig würden derzeit keine weiteren steuerlichen Verlustvorträge in diesen Gesellschaften aktiviert. Hieraus werde für das Gesamtjahr eine voraussichtliche Steuerbelastung von etwas über 40% resultieren.
Langfristig erwarte GFT eine zahlungswirksame Steuerbelastung von rund 38%. Die steuerlichen Prämissen der Analysten aus der Basisstudie vom 19.05.2006 müssten die Analysten vor diesem Hintergrund revidieren. Zudem würden sie entsprechend den berichteten Halbjahresergebnissen geringfügige Anpassungen bezüglich ihrer Schätzungen zum Umsatz und zur Kostenstruktur vornehmen, die jedoch nur untergeordnete Werteffekte hätten.
Für die zweite Jahreshälfte würden die Analysten weiterhin eine positive Entwicklung erwarten. Das Resourcing Geschäft, in dem GFT sich aussichtsreich positioniert habe, werde nach Einschätzung der Analysten weiter an Bedeutung gewinnen und das weitere Wachstum maßgeblich bestimmen. Für eine weitere Verbesserung der Margen auf Konzernbasis werde aber auch die Entwicklung im Bereich Software von Bedeutung sein. Eine Veräußerung dieses Geschäftsbereiches stelle hier nach Aussage der Geschäftsführung eine mögliche Alternative dar.
Trotz ihrer positiven Einschätzung der berichteten Zahlen und der weiteren Entwicklung müssten die Analysten das Kursziel im Zuge der Anpassung ihrer Prämissen zur Steuerbelastung auf 3,35 Euro senken. Dieser Wert werde durch einen aktualisierten Peer Group Vergleich auf Basis des EV/EBIT 2007 gestützt.
Wegen der noch unsicheren Entwicklung in der Region Österreich/Ungarn und im Softwaregeschäft belassen die Analysten von SES Research ihr Rating für die Aktie von GFT Technologies trotz einer ansehnlichen Bewertungsreserve zunächst bei "halten". (11.08.2006/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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