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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005103006 510300 -   € -   €
 
 
 

ADVA halten


11.05.2006
SES Research

Malte Schaumann, Analyst von SES Research, stuft die Aktie von ADVA (ISIN DE0005103006 / WKN 510300) unverändert mit dem Rating "halten" ein.

Die von ADVA für das erste Quartal berichteten Umsätze lägen marginal unter der Erwartung, die Ergebniskennziffern würden jedoch die Prognosen überschreiten. Das Pro-forma-EBIT habe 5,7 Mio. EUR erreicht nach 4,6 Mio. EUR in Q1 2005.

Die berichteten Umsatzerlöse würden innerhalb der vom Unternehmen im März genannten Spanne von 36 bis 38 Mio. EUR liegen. In der regionalen Zusammensetzung zeige sich insbesondere ein starkes Wachstum in der europäischen Region von knapp 23 Mio. EUR in Q1 2005 auf 31 Mio. EUR in 2006. Mit noch volatiler Umsatzentwicklung würden sich die asiatischen Absatzmärkte zeigen. Hier hätten sich die Erlöse von 2,8 Mio. EUR im Vorjahresquartal auf 1,7 Mio. EUR reduziert. Dieser Trend dürfte sich in den kommenden Quartalen wieder umkehren.

Die höher als erwartet ausgefallenen Ergebniswerte würden aus einer höheren Aktivierungsquote der Entwicklungsaufwendungen resultieren. Bei Vollkosten in Höhe von 4,9 Mio. EUR hätten einem aktivierten Betrag von gut 1,9 Mio. EUR nur Abschreibungen in Höhe von weniger als 0,1 Mio. EUR gegenüber gestanden. Somit seien die Ergebniskennziffern hierdurch mit knapp 1,8 Mio. EUR positiv beeinflusst worden. In den folgenden Quartalen werde sich dieser Effekt mit beginnender Abschreibung bspw. für die weiterentwickelte FSP3000 deutlich reduzieren. So erwarte das Unternehmen im zweiten Quartal nur noch einen positiven Einfluss von rund 0,5 Mio. EUR.

Den Gesamtjahresausblick habe ADVA angehoben. Nachdem bisher eine Umsatzausweitung von 20 bis 30% in Aussicht gestellt worden sei, habe das Unternehmen diese Spanne auf 24 bis 32% angehoben. Absolut bedeute dies eine Range von 163 bis 173 Mio. EUR. Die Prognose des Pro-forma-EBITs sei unverändert bei einer Marge von 10 bis 13% belassen worden. In den Pro-forma-Werten seien die liquiditätsneutralen Aufwendungen für Aktienoptionen und Abschreibungen auf Goodwill und immaterielles Vermögen aus Akquisitionen nicht berücksichtigt worden.

Ihre bisherige Umsatzprognosen hätten die Analysten von +26% auf knapp +31% erhöht. Das derzeitige Investitionssentiment in der Telekommunikationsbranche spreche für ADVA. Das Unternehmen behalte seine Strategie bei, sich in der derzeitigen Marktphase auf den Gewinn von Marktanteilen zu fokussieren. Im deutschen Markt stehe bspw. der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzwerkes der Deutschen Telekom an. In einem ersten Schritt würden hier die 10 WM-Städte entsprechend aufgerüstet. Die Analysten würden jedoch davon ausgehen, dass das Programm im Anschluss deutlich ausgeweitet werde und sukzessive die nächst kleineren Städte ausgebaut würden.


Die Erwartung des Pro-forma-EBITs hätten die Analysten jedoch deutlicher reduziert. Nachdem die Analysten die entsprechende Marge zuletzt am oberen Ende der Spanne von 10 bis 13% angesetzt hätten, würden sie diese aktuell bei 11,3% (19,5 Mio. EUR) erwarten. In den verbleibenden 3 Quartalen werde die Aktivierungsquote der Entwicklungskosten geringer als erwartet ausfallen. Somit reduziere sich der Ergebnis erhöhende Effekt hieraus.

Nachdem die vorherige Analystenprognose einen positiven Effekt von gut 5 Mio. EUR vorgesehen habe, würden die Analysten nur einen Nettoeffekt von rund 2,6 Mio. EUR nach 4,8 Mio. EUR in 2005 antizipieren. Die Ausgaben für F&E werde ADVA in 2006 und in 2007 auf einem hohen Niveau von 12 bis 13% des Umsatzes belassen. Auch aufgrund höherer Aufwendungen für Aktienoptionen und Abwertung von Goodwill und immateriellem Vermögen aus der Covaro-Akquisition hätten die Analysten ihre Ergebnisprognosen inklusive dieser Kostenpositionen reduziert.

Im laufenden zweiten Quartal erwarte ADVA Umsätze im Bereich von 39 bis 44 Mio. EUR bei einer EBIT-(pro forma)-Marge von 8 bis 12%. Hier zeige sich der reduzierte Effekt der Aktivierung von Entwicklungskosten. Die Ausweitung der Spanne der Guidance sei auf die Unsicherheit zurückzuführen, ausreichende Komponenten zur Auslieferung der Produkte von den Zulieferungen zu bekommen. Hier dürfte in den kommenden Monaten ein besonderer Fokus liegen, um angesichts der deutlichen Wachstumsraten die rechtzeitige Belieferung sicherzustellen.

Das Kursziel würden die Analysten auf 9,50 EUR je Aktie erhöhen. Im Zuge der fortschreitenden Erhöhung der Erlösbasis reduziere sich aus Analystensicht das Risiko hinsichtlich des Erreichens der Wachstumserwartungen. Im Zuge dessen hätten die Analysten das angesetzte Beta im DCF-Modell von 1,3 auf 1,2 reduziert, der WACC sinke hierdurch von 10,65 auf 10,1%. Hier würden die Analysten bereits Wachstumsraten von bis zu gut 20% bis 2009 antizipieren. Langfristig hätten sie ein Niveau der EBIT-Marge von 13,5% angesetzt.

ADVA müsse hier dem Margendruck insbesondere von asiatischen Wettbewerbern standhalten und nach der derzeitigen Wachstumsphase auch eine stärkere Optimierung der Kostenstrukturen in den Fokus rücken. Dem Margendruck begegne das Unternehmen mit zunehmendem Einkauf aus asiatischen Regionen. Auf Basis der Umsatz- und Ergebnismultiples könnten die Analysten derzeit ebenfalls keinen größeren Ergebnisspielraum erkennen.

Das Rating der Analysten von SES Research lautet angesichts des beschränkten Kurspotenzials der ADVA-Aktie weiter "halten".

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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