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Villeroy & Boch kaufen 13.04.2006
Aktienservice Research
Die Analysten von "Aktienservice Research" empfehlen derzeit die Vorzugsaktien von Villeroy & Boch (ISIN DE0007657231 / WKN 765723) zum Kauf.
Im vergangenen Jahr habe sich der Umsatz des Keramikspezialisten Villeroy & Boch um 6,9 Prozent auf 893,2 Millionen Euro verringert. Bereinigt um Desinvestments habe der Konzern trotz schwieriger Rahmenbedingungen die Erlöse mit einem Rückgang von 0,9 Prozent nahezu stabil halten können. Das EBIT sei von 33,8 auf 24,3 Millionen Euro gesunken, ein Minus von rund 28 Prozent. Unter dem Strich habe Villeroy & Boch 13,2 Millionen Euro verdient, nach 16,7 Millionen Euro im Vorjahr. Trotz der rückläufigen Ergebnisse solle der Hauptversammlung am 9. Juni eine Dividende von 0,37 Euro für die Vorzüge und 0,32 Euro für die Stämme vorgeschlagen werden.
Nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2005 sei Villeroy & Boch nun wieder etwas positiver gestimmt. Der Konzern rechne im Gesamtjahr 2006 mit leichten Zuwächsen in allen Unternehmensbereichen, was sich auch konzernweit bei Umsatz und operativem Ergebnis widerspiegeln dürfte. Firmenlenker Wendelin von Boch verweise auf das erneut starke weltweite Wirtschaftswachstum. Die zunehmende Auslandsnachfrage sollte daher auch Impulse für den deutschen Markt generieren. Daneben rechne der Vorstand erstmals im Jahr 2006 mit einer leichten Verbesserung für die Bauwirtschaft, was sich positiv auf den Badbereich des Unternehmens auswirken könnte.
Angesichts der vorläufigen Zahlen für das erste Quartal 2006 mute der Ausblick jedoch eher konservativer an. Der Umsatz habe acht Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gelegen. Gleichzeitig sei das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um starke 53 Prozent auf 9,8 Millionen Euro gesteigert worden. Vor Steuern sei der Gewinn sogar um 78 Prozent auf 7,3 Millionen Euro hochgeschnellt. Die endgültigen Zahlen veröffentliche Villeroy & Boch am 27. April.
Die Richtung scheine also zu stimmen, auch wenn das Auftaktquartal sicher nicht aufs Gesamtjahr hochgerechnet werden könne und längst nicht alle Schwierigkeiten vom Tisch seien. Beispielsweise dürften im Jahresverlauf 2006 weitere Sparmaßnahmen und Restrukturierungen belasten. Sie seien aber nötig und sollten sich, wenn auch nicht sofort, künftig durch niedrigere Kosten bemerkbar machen. Dazu gehöre der im Februar 2006 angekündigte Personalabbau im Unternehmensbereich Tischkultur am Standort Luxemburg sowie im Geschäftsfeld Wellness am Standort Roden in den Niederlanden.
Weitere bremsende Faktoren seien das anhaltend schwierige Marktumfeld in Europa sowie Billigimporte und Plagiate, insbesondere aus China. Aber auch hier habe der Konzern Pläne entwickelt, und die Internationalisierung gehöre zu seinen wichtigsten Strategien. Im Fokus seien dabei vor allem die Märkte in Amerika und Asien. In diesem Zusammenhang sei auch die im Januar angekündigte Übernahme des kompletten Sanitärgeschäfts der mexikanischen Industriegruppe Grupo Industrial Saltillo (GIS) zu sehen. Derartige Schritte würden die Bemühungen des Vorstands zeigen, wieder Wachstum bei den Ergebnissen zu generieren.
Der jüngst vorgestellte optimistischere Ausblick gebe Grund zur Hoffnung, dass Villeroy & Boch seine Aufgaben meistern könne. Zudem sei das charttechnische Bild viel versprechend. Der seit September 2005 etablierte mittelfristige Abwärtstrend könnte nun nach oben durchbrochen werden. Nach einem Ausbruch über die Marke von 13,00 Euro könnten Long-Positionen in Erwägung gezogen werden. Die besseren Aussichten, zusammen mit der charttechnisch aussichtsreichen Situation, könnten nun eine gute Einstiegsgelegenheit bieten.
Vor diesem Hintergrund lautet das Rating der Analysten von "Aktienservice Research" für die Vorzugsaktien von Villeroy & Boch auf "kaufen". Der Stoppkurs sollte bei 11,80 Euro platziert werden.
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