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Datum/Zeit |
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71,35 € |
-0,70 € |
-0,98 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007231326 |
723132 |
- € |
- € |
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Sixt Ersteinschätzung 23.02.2006
M.M.Warburg & CO
Der Analyst von M.M. Warburg & CO, Marc-René Tonn, stuft die Aktie von Sixt (ISIN DE0007231326 / WKN 723132) in seiner Ersteinschätzung mit "halten" ein.
Sixt habe 2004 mit der Vermietung von Fahrzeugen einen (operativen) Umsatz von 652,1 Mio. Euro erzielt. Davon seien 506,5 Mio. Euro auf den Heimatmarkt Deutschland entfallen. Folglich habe der Umsatzanteil des lokalen Marktes bei 77,7% gelegen. Gemessen am Marktvolumen von gut 1,9 Mrd. Euro entspreche dies einem Marktanteil von ca. 26%. Damit habe Sixt die Gruppe der "Big 4" vor Europcar (ca. 22%), Hertz (ca. 11%) und Avis (ca. 11%) angeführt.
Im Segment Leasing (operativer Umsatz 2004: 282,3 Mio. Euro) fokussiere sich der Konzern auf das sog. Full-Service-Leasing, das neben der reinen Fahrzeugfinanzierung optionale Dienstleistungen wie Services rund um das Fahrzeug (Wartung, Reparaturen, Versicherung, Unfall-Management, Reifenersatz usw.) und das Flottenmanagement (Analyse der Flotte, Abnahme Vermarktungsrisiko, Verwaltung der Flotte usw.) umfasse.
Während für den europäischen Vermietmarkt mittel- bis langfristig von einem durchschnittlichen Wachstum der Nachfrage um 3,5% p.a. ausgegangen werde, befinde sich das Mobilien-Leasing seit Jahren auf einem Wachstumspfad. So sei die Leasingquote an den gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland von 18% in 1996 auf fast 25% im vergangenen Jahr gestiegen. Sixt dürfte nach Ansicht der Analysten von dem Wachstum auf den relevanten Märkten überproportional profitieren. Zum einen sei das Unternehmen im Bereich Vermietung sehr stark an Flughäfen präsent und profitiere damit an der Zunahme der Geschäftsreisetätigkeit. Im Bereich Leasing bestehe über das reine Marktwachstum hinaus noch erhebliches Potenzial für das von Sixt überwiegend angebotene Full-Service-Leasing.
Nachdem Sixt im Zuge der nachlassenden Reisetätigkeit als Folge der Anschläge von New York und Washington sowie der konjunkturellen Gesamtlage in den Jahren 1999 bis 2002 ein weitgehend stabiles Ertragsniveau habe halten können, habe das Unternehmen seit 2003 wieder deutliche Steigerungsraten beim Ergebnis verzeichnet.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2005 habe der Konzern ein Wachstum beim operativen Umsatz um knapp 10% (MMWe: +14%) sowie ein Ergebnisplus von mindestens 25% (MMWe: +33%) avisiert. Sixt werde am 16. März vorläufige Geschäftszahlen für das Jahr 2005 veröffentlichen. Für dieses und die kommenden Jahre rechne der Konzern mit einer Fortsetzung der Wachstumstendenz in beiden Kerngeschäftsfeldern. Dabei liege der Wachstumsfokus besonders auf den Auslandsaktivitäten, die derzeit lediglich 17,3% zu den Konzernerlösen beitragen würden. Im Leasinggeschäft dürfte überdies aus der Mittelstandsoffensive weiteres Wachstum generiert werden. Bis 2008 plane Sixt, die operativen Erlöse auf 1,3 Mrd. Euro zu steigern. Auf Basis des in 2004 erreichten Werts von 934,4 Mio. Euro entspreche dies einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 8,6%.
Dabei solle das Ergebnis überproportional ausgeweitet werden. Sixt prognostiziere für 2008 beim Vorsteuerergebnis eine Spanne von 70 Mio. Euro bis 90 Mio. Euro. Ausgehend von der konservativen Guidance für das vergangene Jahr würden die Wertpapierexperten davon ausgehen, dass das Unternehmen eher den oberen Rand dieser Range anpeile. Gemessen an dem für 2004 ausgewiesenen Wert (50,5 Mio. Euro) entspreche die Zielvorgabe einem durchschnittlichen jährlichen Ertragswachstum zwischen 8,5% p.a. und 15,5% p.a.
Nach Einschätzung der Analysten würden vor allem zwei Faktoren zu einer weiteren Ausweitung der Marge beitragen. Zum einen sei das Geschäft von Sixt sehr stark durch Fixkosten geprägt. Entsprechend würden Umsatzsteigerungen bei einer unterproportionalen Ausweitung der Kostenbasis zu einer Ausweitung der ausgewiesenen Margen führen. Darüber hinaus besetze Sixt innerhalb der Segmente Vermietung und Leasing tendenziell margenstarke Subsegmente z.B. durch die Fokussierung auf Geschäftskunden und das Full-Service-Leasing.
Ebenfalls positiv auf die Ertragsentwicklung würden sich nach Meinung der Analysten weiterhin die Synergien zwischen den Geschäftsbereichen auswirken. So könne beim Full-Service-Leasing auf eine Infrastruktur zurückgegriffen werden, die der Konzern für den Betrieb der eigenen Vermietflotte ohnehin vorhalten müsse. Darüber hinaus könne das Leasinggeschäft physisch über die vorhandenen Vermietstationen abgewickelt werden. Ein weiterer Aspekt sei die Bündelung der Einkaufsmacht ggü. Fahrzeugherstellern und -händlern.
Die Analysten hätten für die Sixt-Aktie einen fairen Wert von 26,00 Euro ermittelt.
Angesichts des gegenwärtigen Kursniveaus und des entsprechend verbleibenden Kurspotenzials stufen die Analysten von M.M. Warburg & CO die Sixt-Aktie in ihrer Ersteinschätzung mit "halten" ein. Das Kursziel sehe man bei 26,00 Euro.
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