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PrimaCom heißes Spekulationsobjekt


06.10.2005
Nebenwerte Journal

Die Experten vom "Nebenwerte Journal" halten die Aktie von PrimaCom (ISIN DE0006259104 / WKN 625910) für ein heißes Spekulationsobjekt.

Obwohl die zurückhaltende Einschätzung der Experten aus fundamentaler Sicht zutreffend gewesen sei, sei der Aktienkurs von 1,59 Euro auf 5,35 Euro gestiegen. Der Aktienkurs sei also gestiegen, obwohl im Geschäftsjahr 2004 keine entscheidende Wende zum Besseren eingetreten sei. Immerhin würden der Vorstand und Aufsichtsrat nach wie vor in erster Linie um das Überleben der Gesellschaft kämpfen.

Die wirtschaftliche Situation des Unternehmens werde zusätzlich dadurch erschwert, dass in diesem Jahr neben den Zinsen für den Senior Credit (den erstrangigen Kredit von ursprünglich 625 Mio. Euro) auch eine Rückzahlung von 57 Mio. Euro fällig werde. Der Vorstand rechne damit, dass diese Zahlung nicht aus dem operativen Cashflow geleistet werden könne, so dass eventuell kurzfristig Zahlungsunfähigkeit drohe.


Daher habe man beschlossen, die 100%ige niederländische Tochtergesellschaft Multikabel N. V. zu verkaufen, um den Senior Credit abzulösen und die drohende Illiquidität zu vermeiden. Knackpunkt dieses Deals sei jedoch nicht nur, dass damit das Schmuckstück des Konzerns veräußert würde, sondern dass die Kreditgeber des nachrangigen Kredits dem Verkauf zustimmen müssten, was trotz Aufforderung bislang nicht geschehen sei.

Auf Grund der geschilderten Probleme sei das Zahlenwerk des letzten Geschäftsjahres in der von etwa 120 Aktionären (Präsenz rd. 53%) besuchten Hauptversammlung in Mainz eher zu Unrecht in den Hintergrund gerückt. So habe der Konzernumsatz erneut um 6% auf 211 Mio. Euro verbessert werden können.

Obwohl auch die betrieblichen Aufwendungen um 6% auf 189,5 Mio. Euro gewachsen seien, sei das Betriebsergebnis um 9% von 19,4 Euro auf 21,2 Mio. Euro gesteigert worden. Das Eigenkapital werde mit negativen -198,4 Mio. Euro ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditgeber seien wesentlich höher als das Anlagevermögen. Es gebe keinen Bewegungsspielraum mehr für Investitionen aus eigenen Mitteln. Das Unternehmen sei ein geradezu klassisches Beispiel für die Euphorie im damaligen "Neuen Markt", als die Kreditgeber riesige Beträge in "Visionen" gepumt hätten.

Die Aktie von PrimaCom ist nach Ansicht der Experten von "Nebenwerte Journal" ein heißes Spekulationsobjekt. Denn obwohl der Konzern ums Überleben kämpfe, habe der Börsenwert innerhalb kürzester Zeit zwischen 30 Mio. Euro und aktuell völlig unverständlichen 106 Mio. Euro geschwankt.




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