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PrimaCom chancenreich


29.09.2005
Smallcap Investor

Die Experten von "Smallcap Investor" halten die Aktie von PrimaCom (ISIN DE0006259104 / WKN 625910) für chancenreich.

In ihrem ehemaligen Musterdepotwert PrimaCom, mit dem die Experten im letzten Jahr über 140 Prozent Kursgewinn erzielt hätten, sei wieder Bewegung gekommen. Vor gut einer Woche habe sich das Unternehmen mit den Gläubigern des wandelbaren SSL-Kredites (Second Secured Loans) auf einen Vergleich einigen können. Dabei solle das Unternehmen die 375 Mio. Euro Nominalschulden bis Ende November begleichen. Sollte dies nicht passieren, kenne PrimaCom 425 Mio. Euro Schulden an, die die SSL-Gläubiger Apollo/J.P. Morgan auch unmittelbar gegen das Unternehmen vollstrecken könnten.

Finanziert solle dieser Deal durch den Verkauf der niederländischen Tochter Multikabel werden. Laut Branchenkreisen werde der Verkaufserlös auf rund 550 bis 600 Mio. Euro geschätzt. Dem Aufsichtsrat liege auch bereits eine Absichtserklärung für den Kauf vor. Bisher sei der Verkauf der Multikabel von den SSL-Gläubigern verhindert worden, mit dem Vergleich würden sie jetzt jedoch "grünes Licht" geben. Warum diese Einigung so wichtig für die Gesellschaft sei, liege vor allem in der Tatsache begründet, dass für den SSL-Kredit abenteuerliche 20 Prozent Zinsen bezahlt werden müssten. Die Zinsen würden teilweise direkt (12 Prozent) ausbezahlt und teilweise auf die Kreditschuld angerechnet.


Dadurch erhöhe sich der SSL-Kredit permanent in der Bilanz und stehe aktuell mit 517,9 Mio. Euro in den Büchern. Sollte es daher dem Unternehmen gelingen, den SSL-Kredit Ende November mit 375 Mio. Euro zu tilgen, würde das Unternehmen einen außerordentlichen Ertrag von über 140 Mio. Euro erzielen. Des weiteren würden durch den Verkaufserlös der Multikabel auch noch die übrigen Kreditlinien von rund 480 Mio. Euro auf rund 300 Mio. Euro deutlich reduziert werden können. So schön so gut, aber der Knackpunkt liege im Gelingen des raschen Verkaufes der Multikabel. Denn rund zwei Monate seien für einen solchen "Deal" nicht unbedingt viel Zeit. Und der Verkaufserlös werde eher am unteren Ende der Bandbreite sein als am oberen. Außerdem sei die Multikabel deutlich ertragsstärker als der Rest von PrimaCom.

Wenn das Unternehmen verkauft werde, verbleibe ein Umsatz von rund 120 Mio. Euro. Das EBITDA dürfte dabei zwischen 45 und 55 Mio. Euro liegen. Aber auch auf Basis dieser niedrigeren Erträge wäre nach Abwicklung dieses Deals die Aktienbewertung als äußerst interessant zu betrachten. Denn die Kreditkosten würden sich auf unter 20 Mio. Euro deutlich reduzieren.

Im Vergleich dazu seien die Kreditkosten im Jahr 2004 bei 122 Mio. Euro gewesen. Generell würden die Experten den Unternehmenswert der PrimaCom (ohne Multikabel) auf EBITDA-Basis auf rund 600 Mio. Euro schätzen. Wenn sie dann die übrig gebliebenen 300 Mio. Euro Schulden abziehen würden, bleibe ungefähr ein Nettowert von rund 300 Mio. Euro übrig. Im Vergleich zur aktuellen Marktkapitalisierung von rund 110 Mio. Euro sei da noch eine Menge Platz für eine positive Kursentwicklung.

Es bleibe also absolut spannend. Gelinge es dem Management, die niederländische Tochter Multikabel bis Ende November zu verkaufen oder die Ablösung des SSL-Kredites anderweitig zu finanzieren, dann wäre PrimaCom über dem Berg. Welche Bewertung die Aktie danach reflektieren könne, hänge unmittelbar mit den Verkaufserlösen der Multikabel bzw. mit den tatsächlichen Vergleichsbedingen des SSL-Kedites (375 Mio. oder 425 Mio. Euro) zusammen.

Die Experten von "Smallcap Investor" bleiben bei dieser Aktie von PrimaCom am Ball und sehen hier für "Spekulanten" eine große Chance. Das Kursziel liege bei 10 Euro.




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