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Borussia Dortmund reduzieren


22.09.2005
AC Research

Der Analyst Henning Wagener von AC Research empfiehlt vorerst weiterhin, die Aktien von Borussia Dortmund (ISIN DE0005493092 / WKN 549309) zu reduzieren.

Die Gesellschaft habe Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2004/2005 veröffentlicht.

Demnach habe das Unternehmen in diesem Zeitraum aufgrund des ausgebliebenen sportlichen Erfolges einen Umsatzrückgang von 21 Millionen Euro auf 73,95 Millionen Euro hinnehmen müssen. Das EBIT habe sich gleichzeitig von -66 Millionen Euro im vorangegangenen Geschäftsjahr auf nunmehr -75,8 Millionen Euro verschlechtert. Der Gesamtjahresfehlbetrag habe sich schließlich von 67,5 Millionen Euro auf 78,5 Millionen Euro erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen hätten sich dabei von 76,2 Millionen Euro auf 85,8 Millionen Euro erhöht.


Die Personalaufwendungen des Unternehmens hätten sich vor allem aufgrund von Gehaltsreduzierungen im Lizenzspielerbereich von 55,1 Millionen Euro auf 45,9 Millionen Euro verringert. Die Aufwendungen für den Lizenzspielerkader hätten sich dabei auf 36,6 Millionen Euro belaufen. Im laufenden Geschäftsjahr beabsichtige die Geschäftsleitung eine weitere Reduzierung der Personalaufwendungen auf dann 35 Millionen Euro, wobei 26,7 Millionen Euro auf den Lizenzspielerkader entfallen sollten. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft hätten schließlich von 118,2 Millionen Euro auf 89 Millionen Euro gesenkt werden können.

Die vorgelegten Zahlen hätten leicht unter den Erwartungen der Analysten von AC Research gelegen. Zur Deckung des Jahresfehlbetrages und des Verlustvortrages aus dem Vorjahr, der sich auf 73,3 Millionen Euro belaufen habe, habe das Unternehmen Rücklagen in Höhe von 150,2 Millionen Euro vollständig aufgelöst. Der danach verbleibende Bilanzverlust werde auf neue Rechnung vorgetragen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2005/2006 rechne die Konzernleitung mit einer Verbesserung des Nachsteuerergebnisses von rund 70 Millionen Euro. Nach Ansicht der Analysten von AC Research erscheine diese Zielvorgabe zumindest sehr ambitioniert. Dabei solle der Geschäftsbereich Merchandising in eine 100%-ige Tochtergesellschaft ausgegliedert werden. Hierdurch solle ein Buchgewinn in Höhe von 10,2 Millionen Euro erzielt werden.

Beim derzeitigen Aktienkurs von 2,27 Euro erreiche die Gesellschaft eine Marktkapitalisierung von gut 66 Millionen Euro. Die finanzielle Lage des Konzerns bleibe weiterhin angespannt. Zudem sei auch für das laufende Geschäftsjahr mit einem negativen Ergebnis zu rechnen. Auf der anderen Seite seien weitere Einsparungen im Lizenzspielerbereich aber auch mit dem Risiko eines Substanzverlustes und einem möglichen weiteren Abfall des sportlichen Erfolges verbunden. Dies werde sich dann wahrscheinlich auch auf die generierbaren Umsatzerlöse negativ auswirken. Gleichzeitig müsse die finanzielle Sanierung aber weiterhin im Zentrum der Unternehmensaktivitäten stehen. Insofern befinde sich die Gesellschaft weiterhin in einer schwierigen Lage.

Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien von Borussia Dortmund zu reduzieren.




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