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Aktienmärkte zittern nach Trump-Angriff auf Iran - kommt jetzt das 130 USD-Öl?


22.06.2025
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) -

Iran-Angriff der USA: Investoren reagieren mit Angst – Ölpreise vor dem Sprung?

Iran-Angriff der USA: Investoren reagieren mit Angst – Ölpreise vor dem Sprung?


Washington/Teheran – In einem dramatischen Schritt hat US-Präsident Donald Trump in einer live übertragenen Fernsehansprache den erfolgreichen Angriff auf drei iranische Atomanlagen verkündet. Die Worte fielen schwer: "Irans Schlüsselanlagen zur Urananreicherung wurden vollständig und total ausgelöscht." Die Welt hielt den Atem an – die Finanzmärkte reagierten mit extremer Nervosität.

Explosion der geopolitischen Risiken – Marktreaktionen am Wochenende

Die Entscheidung der USA, sich offen an Israels Militärkampagne gegen Iran zu beteiligen, markiert einen Wendepunkt im Nahostkonflikt. Mitten in einer Phase globaler wirtschaftlicher Unsicherheit geraten nun die Märkte unter zusätzlichen Druck. Besonders auffällig: Bereits vor Börseneröffnung am Montag signalisierten Kryptowährungen erste Schockwellen. Bitcoin verlor rund 1 %, Ether sogar über 5 % – ein untrügliches Zeichen für die erwartete Unsicherheit.

Ölpreise im Fokus: Droht ein Sprung auf 130 Dollar?

Brent-Öl hatte bereits im Vorfeld der Eskalation seit dem 10. Juni um 18 % zugelegt. Nun rechnen Experten mit einem massiven Anstieg, sollte Iran auf den Angriff mit Aktionen in der Straße von Hormus oder Angriffen auf US-Ziele reagieren. Analysten von Oxford Economics hatten schon vor dem Angriff ein Szenario skizziert, bei dem ein kompletter Produktionsausfall in Iran und eine Blockade des Hormus zu einem Ölpreis von 130 US-Dollar führen könnten. Das würde die US-Inflation laut Berechnungen auf rund 6 % treiben – und mögliche Zinssenkungen der Fed für 2025 de facto unmöglich machen.

Investoren flüchten in sichere Häfen – Dollar und Anleihen profitieren

Die unmittelbare Reaktion vieler Investoren: Rückzug aus Aktien, Flucht in Sicherheit. Jack Ablin, CIO von Cresset Capital, warnt: "Das ist eine neue geopolitische Risikodimension." Der US-Dollar könnte durch die gestiegene Unsicherheit kurzfristig profitieren, ebenso wie US-Staatsanleihen. Die große Frage bleibt jedoch: Wie reagiert Iran?

"One and done" oder Beginn einer Eskalationsspirale?

Einige Marktteilnehmer wie Mark Malek von Siebert Financial hoffen auf einen beruhigenden Effekt: "Wenn der Angriff als gezielter Einmaleingriff gesehen wird, könnte das die Märkte sogar stützen." Doch Experten wie Saul Kavonic sehen das Risiko einer "Konflagration", also einer unkontrollierten Ausweitung: "Sollte Iran US-Interessen in der Golfregion angreifen oder die Straße von Hormus stören, sehen wir Ölpreise über 100 US-Dollar."

Folgen für Aktienmärkte: Volatilität steigt – langfristiger Trend stabil?

Historisch betrachtet reagieren Aktienmärkte kurzfristig negativ auf geopolitische Krisen, erholen sich aber meist rasch. Daten von Wedbush Securities zeigen: Nach ähnlichen Konflikten wie 2003 im Irak oder den saudischen Raffinerieangriffen 2019 lag der S&P 500 zwei Monate später im Schnitt 2,3 % höher. Dennoch: Die kurzfristige Volatilität dürfte diesmal wegen der direkten US-Beteiligung stärker ausfallen.

Risiken für Asien – Energiepreise könnten Wachstum bremsen

Rong Ren Goh von Eastspring Investments sieht besondere Risiken für asiatische Märkte: "Asiens Volkswirtschaften reagieren empfindlich auf höhere Energiepreise. Eine lang anhaltende Krise würde Inflation und Wachstum gleichzeitig treffen." Vor allem die exportorientierten Märkte in Ostasien stehen vor einer doppelten Herausforderung: steigende Energieimporte bei gleichzeitig schwächerer globaler Nachfrage.

Fazit: Märkte vor ungewisser Woche – alles hängt von Irans Reaktion ab

Ein geopolitisches Beben erschüttert die Märkte, Investoren suchen nach Orientierung. Die unmittelbare Reaktion: Ölpreise hoch, Aktien volatil, Dollar stärker. Doch das weitere Marktverhalten hängt maßgeblich von Irans Reaktion ab. Kommt es zu weiteren militärischen Auseinandersetzungen oder öffnet sich ein diplomatisches Fenster?

Klar ist: Die nächsten 72 Stunden werden entscheidend sein – nicht nur für die Politik, sondern auch für die Weltwirtschaft.

Autor: Redaktion, aktiencheck.de
Veröffentlicht am: 22. Juni 2025

(22.06.2025/ac/a/m)


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