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Ungarn: neues Sparprogramm der Regierung - S&P stuft Ungarns Bonität herab


12.12.2012
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.aktiencheck.de) - Auch im 3. Quartal schrumpfte die ungarische Wirtschaft, wenn auch weniger stark als noch im Vorquartal, so die Experten von Raiffeisen Capital Management (RCM) in ihrem aktuellen "emreport" zu den Emerging Markets.

Die Regierung habe ein drittes Sparprogramm beschlossen, das unter anderem den Energiesektor und die Banken abermals belasten werde. Ähnlich wie andere Notenbanken der Region habe auch Ungarns Zentralbank den Leitzins gesenkt, obwohl die Inflation mit einem Anstieg um 6% gegenüber dem Vorjahr weiterhin deutlich über ihrem Zielkorridor liege. Rund ein Jahr nach ihrer letzten Herabstufung habe die Ratingagentur S&P abermals Ungarns Kreditwürdigkeit (von BB+ auf BB, stabiler Ausblick) gesenkt und dabei auch das zunehmend unklare politische Umfeld angeführt.

Die Finanzmärkte würden unterdessen weiterhin auf ein Abkommen zwischen Ungarn und dem IWF warten. Ein Abschluss in den kommenden zwölf Monaten scheine aber zunehmend unwahrscheinlich. Der Forint sei im November dennoch stärker gewesen, ungarische Anleihen hätten sich hingegen nur seitwärts entwickelt. Seit Jahresbeginn hätten ungarische Lokalwährungsanleihen allerdings die stärksten Kurszuwächse im gesamten EM-Anleihen-Universum verbucht. Der ungarische BUX-Aktienindex (ISIN XC0009655090 / WKN 965509) habe im November hingegen um rund 5% nachgegeben. (Ausgabe Dezember 2012) (12.12.2012/ac/a/m)


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