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US-Wahl lässt Börsen kalt


10.12.2012
Union Investment

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die US-Wahl zu Monatsbeginn hat den Investoren nur wenig Klarheit gebracht, so die Experten von Union Investment.

Folglich hätten sich die Anleger im November eher zurückgehalten, die großen US-Aktienindices hätten uneinheitlich tendiert. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048 / WKN 969420) habe etwas an Wert verloren und 0,5 Prozent leichter geschlossen, der marktbreite S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) habe dagegen 0,3 Prozent zu. Der Technologie-Index Nasdaq Composite (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) habe 1,1 Prozent gewonnen.


Von der Präsidentschaftswahl seien kaum Impulse für die Aktienmärkte ausgegangen. Das Ergebnis - Barack Obama bleibe Präsident, die Demokraten würden den Senat und die Republikaner das Repräsentantenhaus dominieren – bedeute die gleiche Machtbalance wie vor der Wahl. Überdies hätten sich Anleger zögerlich gezeigt, weil die Problematik der Fiskalklippe weiter ungelöst geblieben sei. Der Begriff bezeichne die zum Jahresende auslaufenden Steuervergünstigungen im Einklang mit automatischen Ausgabenkürzungen, die die US-Wirtschaft mit rund 590 Milliarden Dollar belasten könnten.

Allgemein werde mit einer Lösung des Problems bis Jahresende gerechnet, allerdings würden die Anleger abwarten, bis Klarheit herrsche. Erschwerend hinzu komme, dass die US-Politik noch vor einer zweiten Herausforderung stehe: Die Staatsverschuldung der größten Volkswirtschaft der Welt habe eine bedrohliche Höhe erreicht und drohe, die Verschuldungsgrenze zu sprengen. Vor diesem Hintergrund hätten viele US-Unternehmen zuletzt ihre Investitionen eher zurückgehalten. Neben den fiskalpolitischen Problemen hätten zudem die Folgeschäden des Hurrikans Sandy für Belastungen der Industrie gesorgt.

Allerdings würden viele Analysten damit rechnen, dass die US-Bürger bei einigen Anschaffungen erst abgewartet hätten, bis Sandy vorüberziehe. Positive volkswirtschaftliche Effekte könnten daher erst nach und nach sichtbar werden. So sei nach Angaben von Analysten zuletzt der Autoabsatz in den USA deutlich angestiegen. Dem Vernehmen nach sei der November diesbezüglich der stärkste Monat seit fast fünf Jahren gewesen.

In der Sektorensicht falle auf, dass die großen Gewinner des Gesamtjahres, die Finanztitel, ihre Aufwärtsbewegung unterbrochen hätten. Im November stehe für die Branche ein Minus von etwa einem Prozent zu Buche. Seit Jahresbeginn bleibe trotzdem noch ein ordentliches Plus von mehr als 20 Prozent. (10.12.2012/ac/a/m)




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