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Indien: Reformbemühungen wirken positiv


18.10.2012
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Die Industrieproduktion ist im August um 2,7% p.a. gestiegen, angetrieben von einem Zuwachs in der verarbeitenden Industrie (+2,9% p.a.), so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Nach einer leichten Kontraktion im Juli (-0,2% p.a.) zeichne sich somit eine Stabilisierung der Wirtschaft ab. Allerdings lasse die schwache Entwicklung der Kapitalgüterproduktion (-1,7% p.a.) Zweifel über die Investitionstätigkeit und somit die Geschwindigkeit des Aufschwungs aufkommen. Der September PMI für das Verarbeitende Gewerbe weise jedenfalls mit einem Wert von 52,8 ebenfalls in Richtung Konsolidierung. Die Analysten würden gegen Jahresende eine deutlichere Belebung der Konjunktur erwarten.

Die Inflationsrate (WPI) sei im September entgegen den Erwartungen auf 7,8% p.a. gestiegen (August: 7,6% p.a.). Hauptverantwortlich für den Anstieg zeichne die Komponente Treibstoffe, die aufgrund der Senkung der Dieselpreissubvention (-12%) durch die indische Regierung in Kombination mit hohen internationalen Treibstoffpreisen (in INR (Indische Rupie)) hochgeschnellt sei. Ein starker Anstieg sei ebenfalls bei Getreide zu verzeichnen gewesen, insgesamt habe sich der Preisdruck bei Lebensmitteln aber vermindert.


Die Kerninflationsrate sei im September unverändert bei 5,6% p.a. geblieben. Aufgrund von Zweitrundeneffekten und hohen internationalen Rohstoffpreisen erwarte man in den nächsten Monaten anhaltenden Preisdruck, der WPI dürfte nahe die 9%-Marke steigen. Erst in der ersten Jahreshälfte 2013 gehe man von einem langsamen verebben des Preisdrucks aus. Aufwärtsrisiken seien allerdings insbesondere bei den lokalen Nahrungsmittelpreisen aufgrund wetterbedingter Ernteausfälle einzukalkulieren.

Entgegen den unmittelbar negativen Auswirkungen der jüngsten Subventionskürzung bei Dieselpreisen sei ein Abbau von Markteingriffen wichtig um das Potenzialwachstum anzuheben. In diesem Kontext sei die gesamte Reforminitiative der Regierung beim Abbau von Marktbarrieren für ausländische Investoren zu werten. Besonders hervorzuheben sei die politisch sensible Öffnung des Einzelhandelssektors für ausländische Investoren (Eigentumsanteile von bis zu 51% seien jetzt möglich), aber auch die Aufhebung der bisherigen Beschränkungen bei Fluglinien (auf 49%) und im Medienbereich (74% statt bisher 49%).

Der Verkauf von Anteilen an indischen Staatsbetrieben (Hindustan Copper, Oil India, MMTC und Nalco) ziele auch in diese Richtung, könne aber kurzfristig als reine Budgetmaßnahme (Erlösziel ca. USD 2,8 Mrd.) gewertet werden. Von besonderer Bedeutung sei die geplante Restrukturierung der Verschuldung staatlicher Energieversorger (rd. USD 35,5 Mrd.), da gerade die Elektrizitätsversorgung einen Engpass für die indische Industrie darstelle. Auch von dieser Seite sei aufgrund von Tariferhöhungen in den nächsten Monaten Preisdruck zu erwarten.

Die Analysten würden davon ausgehen, dass die indische Notenbank den Leitzinssatz bis zum Jahresende um 25 BP senken werde. Das unterstütze die Reformbemühungen der Regierung und sende ein wichtiges Signal an die Unternehmen. Aufgrund der zugrundeliegenden Inflationsrisiken sehe man aber keinen weiteren Spielraum für noch weitere Leitzinssenkungen, wahrscheinlicher sei in der Folge eine Senkung der Reservesätze für Banken.

Dank der jüngsten Reformschritte der indischen Regierung sei der Ausblick für den indischen Aktienmarktindex Sensex (ISIN XC0009698199 / WKN 969819) weiterhin positiv, nicht zuletzt auch durch die Aussicht auf weitere Liberalisierungsschritte in einzelnen Wirtschaftszweigen. Voraussetzung für weitere Anstiege - seit Anfang Juni betrage der Zuwachs rund 17% - sei allerdings in erster Linie eine weitere Entspannung der globalen Risiken. Die starke Performance des indischen Aktienmarkts habe zu einer Aufwertung der Rupie von rund 6% im selben Zeitraum geführt, dieser Trend werde sich nach Einschätzung der Analysten parallel zum Aktienmarkt fortsetzen. (18.10.2012/ac/a/m)




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