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Aktien: neue Impulse durch US-Zwischenberichtsaison?


05.10.2012
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der September - der klassische Angstmonat für Aktienanleger - ist überraschend gut überstanden, so die Analysten der Helaba.

Vor allem aufgrund der geldpolitischen Impulse von EZB und FED habe sich die Risikoaversion spürbar verringert. Zuletzt seien die Anleger aber wieder etwas vorsichtiger geworden. Zwar signalisiere die vergleichsweise niedrige implizite Aktienvolatilität eine gewisse Zuversicht der Marktteilnehmer. Jüngste Umfragen würden aber zeigen, dass die Investoren nicht mehr ganz so optimistisch seien: Ähnlich wie hierzulande würden sich auch in den USA Aktienbullen und Bären gegenwärtig die Waage halten.


Dabei sei das vierte Quartal am US-Aktienmarkt traditionell das stärkste: Seit 1965 habe der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) von Oktober bis Dezember um durchschnittlich 3,6% zugelegt und damit deutlich mehr als in den übrigen Quartalen (Q1: +2,0%, Q2: +1,8%, Q3: -0,2%). Auch die relative Häufigkeit einer positiven Kursentwicklung sei im Schlussquartal mit 74% deutlich höher (Q1 bis Q3: 57%). Würden Aktien nach einer kurzen Verschnaufpause also bald ihre Rally fortsetzen?

Nach dem in erster Linie liquiditäts- und erwartungsgetriebenen Anstieg der vergangenen Monate bedürfe es für weitere Kursavancen einer Verbesserung der Wachstums- und Gewinnperspektiven. Der jüngste Anstieg der US-Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor seien wichtige positive Signale. In den kommenden Wochen werde sich das Hauptaugenmerk der Marktteilnehmer aber zunehmend auf die Unternehmensdaten richten.

In den USA gebe Alcoa (ISIN US0138171014 / WKN 850206) in Kürze den Startschuss zur Zwischenberichterstattung über das dritte Quartal. Für die im S&P 500 vertretenen Unternehmen werde im Durchschnitt ein Gewinnrückgang um rund 2% gegenüber dem Vorjahresquartal erwartet. Ende Juni seien die Analysten noch von einem Gewinnanstieg von rund 4% ausgegangen. Die Schätzungen seien in den vergangenen Monaten also schon deutlich reduziert worden, sodass größere Enttäuschungen ausbleiben sollten. Nachdem sich inzwischen die Unterbewertung von Aktien aber deutlich reduziert habe, müssten sich für einen weiteren Kursanstieg nun auch die Ausblicke der Unternehmen verbessern. Bis sich dies abzeichne, würden sich die Anleger vermutlich eher zurückhalten. (05.10.2012/ac/a/m)



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