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Internationale Aktienindices mehrheitlich mit Zugewinnen


14.09.2012
Erste Group Research

Wien (www.aktiencheck.de) - Die angekündigten Notenbankenmaßnahmen (FED, EZB) fördern weiterhin die Risikobereitschaft der Anleger, so die Analysten von Erste Group Research.

Die meisten Aktienindices hätten Zugewinne erzielen können. Der S&P (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) sei ebenso wie der DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900) um 2%, der STOXX 600 (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) um 0,3% gestiegen. Deutlich größer sei der Anstieg der asiatischen Indices gewesen. Der taiwanesische TWSE sei um 3,9%, der indische Nifty um 3,8% und der Shanghai Composite um 3,4% gestiegen. Auch die lateinamerikanischen Indices hätten stark angezogen. Der Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18 / WKN A0JZEM) sei um 6,2%, der Merval-Index (ISIN ARMERV160025 / WKN A0AEM9) um 4,3% gestiegen.

Die europäischen Indices hätten auch von der Erholung der Finanztitel profitiert. Der Bankenindex sei um 3,4%, Versicherungen um 2,2% gestiegen. Ebenfalls stärker als der Gesamtmarkt hätten Rohstofftitel (+2,5%), Automobilwerte (+2,3%), Versorger (+1,7%) und Technologiefirmen (+1,5%) performt. Auf der Verliererseite hätten diesmal Aktien aus den Bereichen Gesundheit (-1,7%), Einzelhandel (-2,6%), Konsumgüter (-3,2%), sowie Lebensmittel und Getränke (-4%) gestanden. Die Qualität des aktuellen Aufschwungs werde allerdings durch das Faktum, dass zahlreiche defensive Sektoren daran nicht teilhaben würden, etwas relativiert.


In den USA seien die meisten Sektorindices angestiegen. Nur drei Branchen hätten negativ performt: Software (-0,3%), Lebensmittel & Getränke (-1%) sowie die Halbleiteraktien (-3,7%).

Die Edelmetallpreise hätten in der letzten Woche ebenfalls angezogen. Der Goldpreis sei um 3,9%, Palladium 6,2% und Platin um 5,1% gestiegen. Auch die Basismetalle und der Ölpreis hätten sich zum Teil deutlich verteuert. Die Sorte Brent-Öl habe zuletzt bei USD 116 (+1,4%) notiert.

Texas Instruments (ISIN US8825081040 / WKN 852654), ein bedeutender US-Halbleiterproduzent habe seine Prognose hinsichtlich der Gewinn- und Umsatzentwicklung im laufenden Quartal nach unten angepasst. Damit folge Texas Instruments mit einigen Wochen Verzögerung dem Marktführer Intel (ISIN US4581401001 / WKN 855681), der zuvor ebenfalls die Erwartungen der Investoren gedämpft habe. Die leichte Abschwächung des Halbleitersektors sei also offensichtlich.

Unbeeindruckt davon plane Samsung Electronics (ISIN US7960502018 / WKN 881823), der Weltmarktführer bei Speicherchips, für USD 7 Mrd. ein Halbleiterwerk in China in zwei Jahren zu eröffnen.

Die Voraussetzungen für einen weiteren Anstieg der Aktienindices seien gegeben. Die Volatilitätsindices würden sinken, ebenso der Dollarindex. Die erhöhte Risikobereitschaft der Anleger sollte auch in der kommenden Woche Kursgewinne bei Aktien ermöglichen. (14.09.2012/ac/a/m)




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