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Wiener Börse: EZB dominiert das Geschehen


07.09.2012
Erste Group Research

Wien (www.aktiencheck.de) - EZB dominiert das Geschehen, so die Analysten von Erste Group Research.

Wie die Analysten schon des Öfteren darauf hingewiesen hätten, würden derzeit die Notenbanken das Geschehen an den Weltbörsen bestimmen. Und hier habe es mit der Ankündigung der unbeschränkten Anleihekäufe - unter bestimmten Voraussetzungen und nur für Länder, die sich einem Hilfsprogramm unterwerfen würden - eine wahrlich starke Ansage seitens der EZB gegeben. Der ATX (ISIN AT0000999982 / WKN 969191) habe in diesem Umfeld im Wochenvergleich mit +5,5% (als ein finanzlastiger Index) im Vergleich sehr stark zulegen können.


Die Vorzeichen stünden weiter auf einen ATX-Anstieg. Es komme diese Woche ein Kaufsignal des täglichen MACD mit einem "Goldenen Kreuz" zusammen, was die Analysten weiter klar optimistisch stimme. Die Liste der Gewinner werde diese Woche auch von Finanz- und Industriewerten dominiert: Erste Group (ISIN AT0000652011 / WKN 909943) (+10,7%) vor Andritz (ISIN AT0000730007 / WKN 632305) (+9,4%) und voestalpine (ISIN AT0000937503 / WKN 897200) (+8,8%).

Auf der Verliererseite hätten nur zwei Werte gestanden - Zumtobel (ISIN AT0000837307 / WKN A0JLPR) nach den Q1-Zahlen diese Woche, die den Markt nicht hätten zufrieden stellen können. Der Wert habe 6,1% im Wochenvergleich verloren. Der zweite Wochenverlierer sei mit der OMV (ISIN AT0000743059 / WKN 874341) leider eine der Kaufempfehlung der Analysten gewesen, die allerdings auch in den letzten Wochen stark gestiegen sei. In ihren Unternehmenstelegrammen würden die Analysten diese Woche auf eine Spezialsituation hinweisen: Bei RHI (ISIN AT0000676903 / WKN 874182) falle eine sehr attraktive Fundamentalsituation mit einem charttechnischen Ausbruch zusammen - ein guter Cocktail für mittelfristig weiter steigende Kurse.

Ein ganz wesentlicher Faktor werde nächste Woche die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in Deutschland betreffend den dauerhaften ESM-Rettungsschirm und den Fiskalpakt sein. Sollte es hier zu einem Negativentscheid kommen, sei wohl auch an den Börsen mit einem heftigen Rückschlag zu rechnen. Weiters werde das FED-Meeting am 12. Und 13. September im Fokus stehen, wo Marktteilnehmer ebenso wie bei der EZB auf ein Anleiheaufkaufprogramm spekulieren würden.

Der Ausgang der Woche sei somit für die Analysten schwer vorherzusagen. Im Fall einer Bestätigung seitens des ESM durch den deutschen Verfassungsgerichtshof und bei einem weiteren Aufkaufprogramm durch die FED sei vielleicht noch einmal ein ATX-Plus von 5% möglich. Falls es bei einem Event oder bei beiden zu einer Enttäuschung komme, seien aber eher -5% realistisch. Rein die Charttechnik an sich stimme die Analysten positiv. Auch das steigende Volumen spreche für eine Rückkehr in den Aktienmarkt seitens größerer Anleger. (07.09.2012/ac/a/m)




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