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ATX verbleibt im Wochenvergleich mit 2,1% im Minus


27.07.2012
Erste Group Research

Wien (www.aktiencheck.de) - EZB-Chef M. Draghi verhilft den Börsen zum Turnaround in dieser Woche, so die sich die Analysten von Erste Group Research.

Nach einem schwachen Wochenstart habe M. Draghi mit einer Rede zur Lage an den Finanzmärkten den Aktienbörsen doch noch zu einem versöhnlichen Wochenschluss verholfen, wenngleich der ATX (ISIN AT0000999982 / WKN 969191) im Wochenvergleich mit 2,1% im Minus verbleibe. Mitverursacher dieser schwachen Indexperformance sei der Verbund (ISIN AT0000746409 / WKN 877738) mit einem Wochenminus von 10,0% gewesen, was auf ein unter den Erwartungen liegendes Quartalsergebnis bzw. auch auf einen sehr vorsichtigen Ergebnisausblick zurückzuführen sei. Die Analysten würden bei diesem Wert zurückhaltend gestimmt bleiben, weil das Marktumfeld leider um nichts besser geworden sei für den Verbund. Weiter sehr schwach sei Wienerberger (ISIN AT0000831706 / WKN 852894) mit -7,7% gewesen - allerdings ohne besondere News. Auch dieser Wert sei für die Analysten derzeit keine Kaufempfehlung, der Abwärtstrend sei hier voll intakt.

Auf der Gewinnerseite habe OMV (ISIN AT0000743059 / WKN 874341) mit einem Plus von 2,1% gestanden, was wohl auf einem langsam wieder steigenden Ölpreis zurückzuführen sein dürfte. Weiter bombenfest habe austriamicrosystems (ams) (ISIN AT0000920863 / WKN 632638) (Notiz Börse Zürich!) nach einer weiteren Erhöhung der Firmenguidance notiert. Die Analysten hätten hier in einer neuen Analyse ihre Kaufempfehlung bestätigt und das Kursziel in den 3-stelligen Bereich (in CHF) deutlich erhöht. Nicht so gut sei es für AT&S (ISIN AT0000969985 / WKN 922230) verlaufen, die mit den Quartalszahlen die Erwartungen nicht habe erfüllen können. Die Aktie habe über den Dividendenabschlag hinaus deutlich in dieser Woche verloren, wobei der Ausverkauf hier für die Analysten übertrieben erscheine.

Das Ergebnishighlight der nächsten Woche werde sicherlich das Q2-Ergebnis der Erste Group Bank (ISIN AT0000652011 / WKN 909943) am Dienstag sein. Daneben berichte am Freitag noch die AMAG Austria Metall (ISIN AT00000AMAG3 / WKN A1JFYU). In Summe würden die Analysten den Seitwärtstrend im ATX derzeit voll intakt sehen. Erst bei einem markanten Ausbruch über die Marke von 2.000 Punkten würde sich das Chartbild massiv verbessern. Nach unten hin sollte im besten Fall die Marke von 1.900 Punkten nicht signifikant unterboten werden. Letztlich würden aber wohl weiterhin die Aussagen von Politikern und Notenbankern die meiste Kursrelevanz haben - so wie auch in den letzten Tagen und Wochen. Die Wirtschaftsdaten seien zuletzt in Summe schwach gewesen, allerdings mit Anzeichen einer Stabilisierung auf tiefen Niveaus. Für eine positive Unterstützung der Aktienkurse dürfte dies noch nicht reichen. (27.07.2012/ac/a/m)


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