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ATX: Zwischen 1.800 und 1.900 Punkten dürfte die Schmerzgrenze liegen 29.06.2012
Erste Bank
Wien (www.aktiencheck.de) - Im Vorfeld des aktuellen EU-Gipfels ging es an den Märkten tendenziell wieder bergab - der ATX (ISIN AT0000999982 / WKN 969191) fiel 3,4% auf 1.885 Punkte, fing sich im Lauf der Woche bei knapp über 1.850 Punkten, so die Analysten der Erste Bank.
Auf dem aktuellen Kursniveau liege der Index-Abschlag zum erwarteten Buchwert 2012 bei fast 25% und die erwartete Dividendenrendite für 2012 betrage aktuell 4,5% - somit fast das Doppelte der Rendite 10-jähriger österreichischer Staatsbonds, die derzeit 2,50% Rendite abwerfen würden. Diese krassen Bewertungsrelationen bzw. hohen Risikoprämien bei Aktien würden die Analysten vermuten lassen, dass im Bereich von 1.800 bis 1.900 Punkte im ATX die Schmerzgrenze erreicht sei, wo immer wieder zu kaufen begonnen werde.
Die Gewinner der Woche seien - wenig überraschend - eher defensive Werte: Österreichische Post (ISIN AT0000APOST4 / WKN A0JML5) (+1,4%), EVN (ISIN AT0000741053 / WKN 878279) (+0,5%) und auch die OMV (ISIN AT0000743059 / WKN 874341) mit +0,3% gewesen. Die OMV sei mit ca. 5% Dividendenrendite, Sachwertecharakter und einem Abschlag zum erwarteten Buchwert 2012 von mehr als 30% ein klassischer Wert, warum der ATX so günstig notiere. Die Analysten würden die Aktie daher auch klar zum Kauf empfehlen.
Trotz tiefem Niveau keine Kaufempfehlungen seien Wienerberger (ISIN AT0000831706 / WKN 852894) und Zumtobel (ISIN AT0000837307 / WKN A0JLPR). Letztere habe diese Woche die erwartet schwachen Jahresergebnisse präsentiert und auch den Ausblick vorsichtiger formuliert. Hier würden die Analysten trotz Kursrückgängen nicht zum Einstieg raten. Dasselbe gelte für Wienerberger, hier hätten die Analysten in einer neuen Analyse diese Woche das Kursziel auf EUR 7,50 gekürzt. Die schwierige Lage am Hausbausektor lasse sie weiter eher schwache Ergebnisse erwarten, die eine positive Einstufung nicht zulassen würden.
Nach den Beschlüssen des EU-Gipfels würden die Märkte (wie so oft) kurzfristig zumindest einmal positiv reagieren. Die Analysten der Erste Bank sehen nach den zahlreichen erfolgreichen Tests des Bereichs von 1.850 bis 1.900 Punkte durchaus eine realistische Chance, dass der ATX nun auch die 2.000er-Marke und damit die 200-Tageslinie wieder ins Visier nehme.
Interessant seien aus Sicht der Analysten Werte wie IMMOFINANZ (ISIN AT0000809058 / WKN 911064), Lenzing (ISIN AT0000644505 / WKN 852927), RHI (ISIN AT0000676903 / WKN 874182), OMV, voestalpine (ISIN AT0000937503 / WKN 897200), Raiffeisen (ISIN AT0000606306 / WKN A0D9SU), POLYTEC (ISIN AT0000A00XX9 / WKN A0JL31), Vienna Insurance Group (ISIN AT0000908504 / WKN A0ET17) oder auch Kapsch TrafficCom (ISIN AT000KAPSCH9 / WKN A0MUZU) - allesamt solide Aktien mit der Chance auf längerfristigen Kaufkrafterhalt und einer angemessenen Ausschüttungsrendite!
Die längerfristigen Aussichten für Aktien seien aufgrund der aktuellen Bewertungsrelationen in Summe klar positiv zu beurteilen, allen Unsicherheiten zum Trotz. Dass dieser EU-Gipfel allerdings nicht der letzte sein werde zum Thema Schuldenkrise und dass die Märkte weiterhin volatil bleiben würden in den nächsten Monaten, sei allerdings auch klar. (29.06.2012/ac/a/m)
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