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ATX zwischen Hoffen und Bangen


08.06.2012
Erste Bank

Wien (www.aktiencheck.de) - Mit einem im Kurs unveränderten Niveau beendete der ATX (ISIN AT0000999982 / WKN 969191) eine verkürzte Börsenwoche, die im Zeichen zwischen Hoffen und Bangen punkto Griechenland und Spanien stand, so die Analysten der Erste Bank.

An dieser Situation dürfte sich vor der Griechenland-Wahl nächsten Sonntag (17.06.) auch nicht allzu viel ändern. Newsseitig sei die abgelaufene Woche äußerst dünn verlaufen. Nach dem Ende der Berichtssaison habe es keine Quartalsberichte von wesentlichen Unternehmen gegeben, einzig die Kapitalmarkttage von AMAG (ISIN AT00000AMAG3 / WKN A1JFYU) und IMMOFINANZ (ISIN AT0000809058 / WKN 911064) seien erwähnenswert gewesen. In beiden Fällen habe es aber keine Aussendung zu wesentlichen neuen Aussagen gegeben.


Wochengewinner sei die Aktie der voestalpine (ISIN AT0000937503 / WKN 897200) gewesen, die die Analysten ja auch erst vor kurzem auf "kaufen" hochgestuft hätten. Hier würden sie zwar konjunkturseitig keinerlei Anzeichen für eine Besserung in Europa sehen, allerdings erscheine ihnen die Aktie derzeit tief genug bewertet für eine (antizyklisch) wieder klar positive Einstufung. Daneben hätten sich noch Werte wie Raiffeisen Bank International (ISIN AT0000606306 / WKN A0D9SU) (+3,8%), CA IMMO (ISIN AT0000641352 / WKN 876520) (+2,8%) und Telekom Austria (ISIN AT0000720008 / WKN 588811) (+2,3%) positiv behaupten können. Letztere sei durch die Meldungen zum Einstieg von Carlos Slim positiv getrieben worden - die Analysten würden Details unter den Unternehmenstelegrammen berichten.

Am meisten verloren habe diese Woche eine Topempfehlungen der Analysten - Lenzing (ISIN AT0000644505 / WKN 852927): -6,8%. Dies schmerze natürlich besonders, komme aufgrund des massiv gesunkenen Baumwollpreises seit Anfang Mai allerdings nicht ganz überraschend. Positiv zu bemerken sei hier, dass der Baumwollpreis Anfang dieser Woche offenbar den Boden gefunden habe und seitdem wieder deutlich nach oben gedreht habe. Des Weiteren hätten SBO (ISIN AT0000946652 / WKN 907391) (-4,5%), EVN (ISIN AT0000741053 / WKN 878279) (-3,8%) und Andritz (ISIN AT0000730007 / WKN 632305) (-3,7%) nachgegeben.

Man stehe wohl noch vor einer ruhigeren Woche - wahrscheinlich die "Ruhe vor dem Sturm"! Es stünden kaum irgendwelche Unternehmensmeldungen auf dem Programm. Insofern dürften sich die Aktienbörsen weiterhin auf Makronews aus Griechenland und Spanien konzentrieren, sofern diese nicht ebenso vom Start der Fußball-EM in den Hintergrund gedrängt würden.

Die Analysten würden nichts an ihrer Meinung ändern, dass der Index vorerst in einer Range von 1.800 bis 2.000 Punkten bleiben sollte. Und sie würden ebenso nichts an ihrer Meinung ändern, dass man bei einem Indexniveau von 1.800 bis 1.900 Punkten viele österreichische Blue Chips zu sehr, sehr günstigen Preisen erwerben könne - z.B. RHI (ISIN AT0000676903 / WKN 874182), IMMOFINANZ, OMV (ISIN AT0000743059 / WKN 874341), Lenzing, voestalpine, VIG (ISIN AT0000908504 / WKN A0ET17) oder auch aus der zweiten Reihe eine POLYTEC (ISIN AT0000A00XX9 / WKN A0JL31). Mit Risiko behaftet bleibe eine Raiffeisen Bank International, allerdings am aktuellen Niveau ebenso interessant. (08.06.2012/ac/a/m)




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