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ATX nach kurzer Verschnaufpause geht es wieder abwärts


01.06.2012
Erste Bank

Wien (www.aktiencheck.de) - In der in Wien verkürzten Handelswoche musste der ATX (ISIN AT0000999982 / WKN 969191) leider einen Rückgang um 1,9% hinnehmen, was aber nur zum Teil an den letzten vorgelegten Quartalsberichten gelegen ist.

Wochengewinner im ATX seien EVN (ISIN AT0000741053 / WKN 878279) (+7,6%) nach der Bekanntgabe eines Aktienrückkaufs und Andritz (ISIN AT0000730007 / WKN 632305) (+7,4%) nach der Bekanntgabe einer großen Übernahme in Deutschland und zusätzlich der Aufnahme in einem MSCI-Index gewesen, was am Donnerstag zu einem Riesenumsatz in der Schlussauktion geführt habe. Andritz dürfte speziell nach der indexbedingten Nachfrage nun kurzfristig etwas Korrekturbedarf haben.

Raiffeisen Bank International (ISIN AT0000606306 / WKN A0D9SU) (-6,3%) und die Immowerte CA Immobilien Anlagen (ISIN AT0000641352 / WKN 876520) (-5,5%) und IMMOFINANZ (ISIN AT0000809058 / WKN 911064) (-5,3%) hätten auf der Verliererliste gestanden, wobei den Analysten bei all diesen Werten keine schlüssigen fundamentalen Gründe für diesen Rückgang einfallen würden. Der Auslöser müsse wohl eher in den Unsicherheiten rund um Griechenland und Spanien liegen. Alle drei Werte seien und würden Kaufempfehlungen für sie bleiben.


voestalpine (ISIN AT0000937503 / WKN 897200) habe Q4-Zahlen vorgelegt, die etwas über den Erwartungen der Analysten ausgefallen seien. Allerdings dürften die vorsichtigen Aussagen von CEO Eder zur Konjunkturentwicklung in Europa Anleger vor Neuinvestments abgeschreckt haben.

Auch die Analysten würden kurzfristig keine Trendwende am Stahlmarkt sehen, wo sie mit sinkenden Preisen konfrontiert seien. Allerdings sei dies nach Meinung der Analysten beim Kursniveau unter Buchwert schon ausreichend im Kurs berücksichtigt. Sie würden den Wert antizyklisch auf Kaufniveau sehen. Bei STRABAG (ISIN AT0000937503 / WKN 897200) und conwert Immobilien-Aktie (ISIN AT0000697750 / WKN 801475) würden die Analysten nach den Q1-Zahlen relativ weniger Potenzial für den Aktienkurs sehen.

Bei Vienna Insurance Group (ISIN AT0000908504 / WKN A0ET17) hätten die Analysten in einer neuen Analyse die Kaufempfehlung bestätigt, das Kursziel allerdings aufgrund von etwas niedrigeren Schätzungen von EUR 40 auf EUR 38 reduziert. Die Aktie habe diese Woche mit 2,2% Minus annähernd gleich wie der ATX beendet.

Es werde sich wohl kurzfristig nicht viel ändern. Das Makrobild mit Fokus auf Spanien werde auch nächste Woche Thema bleiben und bis zur Griechenland-Wahl seien es ebenso noch zwei Wochen. Der ATX liege auch weiterhin unter der 200-Tageslinie, die aber zumindest erste Abflachungstendenzen zeige. Der Index werde wohl die nächsten Wochen noch in der Range von 1.800 bis 2.000 Punkten verbleiben. Impulse könnte es bei den Aktien von AMAG (ISIN AT00000AMAG3 / WKN A1JFYU) und Immofinanz geben, die beide nächste Woche ihre jährlichen "Kapitalmarkttage" abhalten würden. (01.06.2012/ac/a/m)



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