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Goldaktien koppeln sich vom Goldpreis ab


01.06.2012
Rohstoff-Report

München (www.aktiencheck.de) - Wer sich den Kursverlauf von großen bis hin zu kleinen Goldminen in den vergangenen Wochen einmal näher zu Gemüte führte, könnte auf die Idee gekommen sein, dass hier bereits der Abgesang des Bullenmarktes beim Goldpreis gesungen wird, so die Experten von "BörseGo" in ihrem "Gold- & Rohstoff-Report".

Denn die Kurse der Goldminenaktien hätten sich vom Verlauf des Goldpreises abgekoppelt. Das gelte nicht nur für die jüngste Korrektur, die den Goldpreis seit September von über 1.900 USD/Unze auf unter 1.550 USD/Unze gedrückt habe. In diesen neun Monaten hätten sich Goldminenaktien als dramatische Underperformer präsentiert. Der Amex Gold Bugs (ISIN XC0009699965 / WKN 969996) sowie der Phlx Gold/Silver-Index seien in dieser Zeit um gut 40% nach unten gerutscht, gegenüber einem Minus von 19% im Goldpreis selbst. Aber schon die Aufwärtsbewegung in den Jahren 2010 und 2011 hätten Goldaktien nicht überzeugend nachbilden können. Sie hätten sich einfach nicht so stark entwickelt, wie Gold selbst, während viele - wie die Marktführer Barrick (ISIN CA0679011084 / WKN 870450) und Newmont (ISIN US6516391066 / WKN 853823) - einfach auf hohem Niveau seitwärts tendiert hätten, während der Goldpreis von einem Rekordhoch zum nächsten geeilt sei.

Eine Erklärung, auf die die Experten auf ihrer Indiziensuche auf einer Tagung der Recycling-Industrie im Herbst 2011 für dieses Phänomen gehört hätten, habe sie seither nicht mehr losgelassen: Die Industrie - also die Goldproduzenten - würden dem Goldpreisanstieg im Jahr 2011 von rund 1.300 auf über 1.900 USD/Unze nicht so recht über den Weg trauen. Es habe sich Skepsis breitgemacht, ob das nachhaltig sein könne. Diese Skepsis stelle sich als gar nicht mal so falsch heraus: Jetzt sei der Preis von Gold wieder deutlich gefallen. Wer in Goldaktien investiere, werde es mit diesem Argument sehr früh zu tun bekommen: Sie der Bullenmarkt beim Goldpreis vorüber? Und wenn nein, ab welchem Punkt werde der Goldpreis wieder nach oben drehen?

Natürlich gelte die Skepsis hinsichtlich des weiteren Goldpreisverlaufs nicht für das Gros der PR-Abteilungen all jener, die mit Gold richtig viel Geld verdienen würden. Sie seien weiterhin und ungetrübt der Ansicht, dass sich Gold unverändert in einem Bullenmarkt befinde. Und auch wenn die Experten von "BörseGo" kein Gold verkaufen und damit auch kein Geld verdienen, wenn sie Anlegern etwas von einem Bullenmarkt "erzählen" - auch sie sind der Auffassung, dass der Goldpreisanstieg weiter gehen wird. Sie würden aber denken, dass Goldaktien dafür eine klare Bestätigung brauchen würden - denn sie stünden unter enormem Kostendruck.

Denn während der Goldpreis sich erhöht habe, hätten sich auch die Lohnkosten erhöht, viele Staaten hätten die Steuern und Abgaben für Bergwerke erhöht, das Equipment für die Goldförderung sei teurer geworden, Ingenieure und Spezialisten seien immer schwerer zu bekommen, und zu allem Überdruss sei auch die Kapitalaufnahme über Banken immer schwieriger, wodurch es nur noch großen und kapitalstarken Produzenten gelinge, größere Projekte überhaupt finanzieren zu können. Anleger würden Nerven wie ein Drahtseil brauchen, wenn sie heute in Gold-Explorer investieren würden.


Diese nebulöse Gemengelage an widrigen Faktoren führe dazu, dass viele Investoren und Fondsmanager, aber auch Privatanlager derzeit einen großen Bogen um Goldaktien machen würden. Der Gold Bugs Index habe zuletzt den niedrigsten Stand seit Ende des Jahres 2010 erreicht und außerdem den 100-Wochen-Durchschnitt durchbrochen.

Während es den meisten Goldbergwerken immer noch sehr gut gehe, würden gut 80% der Unternehmen wegen der hohen Kostenbelastung und auch wegen geringer werdenden Erzkonzentrationen die Erwartungen des Marktes bezüglich ihrer operativen Ergebnisse verfehlen, wie Neil Gregson von J.P. Morgan Asset Management gegenüber dem "Wall Street Journal" gesagt habe. An diesem Trend werde sich so schnell nichts ändern. Der Goldproduzent African Barrick Gold (ISIN GB00B61D2N63 / WKN A1CTRD) aus Tansania rechne damit, dass die Cashkosten in diesem Jahr um 24% steigen würden, und das "on top" zu +22% im vergangenen Jahr. Wenn der Goldpreis mit diesen Kostensteigerungen nicht mithalte oder sogar stärker steige, sehe es schlecht aus für den Kurs der Aktie. Die Aktie von African Barrick sei seit Jahresbeginn um rund ein Fünftel gefallen.

Weil die Dieselpreise in Russland so stark gestiegen seien und sich um 36% erhöht hätten, habe etwa auch der russische Goldproduzent Petropavlovsk Plc (ISIN GB0031544546 / WKN 570795) einen Anstieg der Cashkosten um 9% gemeldet. Die Aktie habe ebenfalls um fast 20% seit Jahresbeginn verloren.

Die Frage stelle sich nun, was ein Auslöser für eine Wiederankopplung der Goldaktienentwicklung an den Goldpreis sein könnte. Für die Experten sei das einzig denkbare eine neuerliche Anstiegsphase des Goldpreises. Die Produktionsmengen der meisten Goldminen würden stagnieren. Die Cashkosten würden aber gleichzeitig schnell ansteigen. Wenn der Goldpreis jetzt weiter volatil seitwärts tendieren würde, würde sich dies in fallende Gewinne im Sektor übersetzen. Also könnten wohl nur steigende Goldpreise einen Ausweg aus diesem Dilemma bedeuten.

Gold habe möglicherweise das Tief des Jahres 2012 gesehen. Der Goldpreis 2012 könnte ab sofort nur noch steigen! Die Goldprognose 2012 laute also: Hier und jetzt ergebe sich die Chance, Gold günstig zu kaufen! Werde der Goldpreis im Jahr 2012 noch auf über 2.000 USD steigen?

Im Wochenchart seien zwei so genannte Hammerkerzen ausgebildet worden. Bedingung dafür, dass solche Kerzen überhaupt irgendeine Aussagekraft besitzen würden, sei, dass sie im Bereich wichtiger Chartmarken auftreten würden. Die Hammerkerzen seien im Wochenchart von Gold aufgetreten und dies knapp über dem exponentiell gewichteten 100-Wochen-Durchschnitt. Außerdem habe Gold in diesem Bereich das Korrekturziel erreicht. Dieses habe bei 1.574 USD/Unze gelegen. Das Pflichtprogramm der Korrektur sei also absolviert und just in diesem Bereich bilde Gold jetzt einen Boden aus. (Ausgabe 11 vom 31.05.2012) (01.06.2012/ac/a/m)




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