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ATX brach um 6,6% ein


18.05.2012
Erste Bank

Wien (www.aktiencheck.de) - Der ATX (ISIN AT0000999982 / WKN 969191) brach in der um den Feiertag verkürzten Woche um 6,6% ein, so die Analysten der Erste Bank.

Besorgte Blicke nach Griechenland und Spanien hätten für die höchsten Wochenverluste seit beinahe einem halben Jahr gesorgt. Damit falle der österreichische Leitindex deutlich unter seine 2.000-Punkte-Marke, auch die 1.900-Punkte-Marke sei untertags schon unterschritten worden.


Von den ATX-Werten hätten sich nur zwei dem negativen Umfeld entziehen können. Andritz (ISIN AT0000730007 / WKN 632305) sei um 1,3% auf Wochensicht gestiegen, was neben positiven Analystenempfehlungen auch auf die Aufnahme in den MSI Global Standard-Index mit 31. Mai zurückzuführen sein dürfte. Zumtobel (ISIN AT0000837307 / WKN A0JLPR) habe ebenfalls leicht zulegen können (+1,1%), jedoch ohne nennenswerten Newsflow.

Drittstärkster Wert sei die Österreichische Post (ISIN AT0000APOST4 / WKN A0JML5) gewesen, die sehr starke Q1-Zahlen geliefert habe. Die Aktie habe dennoch leicht nachgegeben (-0,6%). Weit besser als der Markt habe sich auch Semperit (ISIN AT0000785555 / WKN 870378) nach soliden Q1-Zahlen entwickelt, die Aktie habe 1,3% verloren. Weniger gut sei es dagegen für RHI (ISIN AT0000676903 / WKN 874182) verlaufen, die nach guten Q1-Zahlen hohe Kursverluste (-7,8%) habe hinnehmen müssen. Befürchtungen bezüglich der Unsicherheiten des gesamtwirtschaftlichen Umfelds hätten hier wohl den Ausschlag gegeben. Die Aktie gefalle den Analysten aufgrund ihrer günstigen Bewertung und ihrer geographisch breit gestreuten Umsatzverteilung weiterhin sehr gut.

Andere zyklische Aktien hätten ebenfalls zu den großen Verlierern in dieser Woche gehört. voestalpine (ISIN AT0000937503 / WKN 897200) habe 9% verloren, Wienerberger (ISIN AT0000831706 / WKN 852894) 10%. Noch schlechter sei es für die Finanzwerte verlaufen. Erste Group (ISIN AT0000652011 / WKN 909943) habe 12,3% gebüßt, RBI (ISIN AT0000606306 / WKN A0D9SU) und VIG (ISIN AT0000908504 / WKN A0ET17) 9,8% bzw. 9,4%. Der EURO STOXX-Banken-Index sei in dieser Woche auf den tiefsten Wert seit 30 Jahren gefallen. Die Dividendenabschläge von OMV (ISIN AT0000743059 / WKN 874341), VIG und Wienerberger hätten den ohnehin angeschlagenen ATX zusätzlich belastet.

Fundamental betrachtet befinde sich der ATX auf einem sehr attraktiven Bewertungsniveau, was aber angesichts der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Griechenland etc. aktuell keine Rolle spiele. Technisch gesehen sei der ATX eindeutig angeschlagen. Wer jedoch längerfristiger denke, könne die Kursrückgänge als Einstiegsgelegenheit sehen. Zu empfehlen seien derzeit Unternehmen mit starker Bilanz und hoher Dividendenrendite. Dazu würden etwa die Österreichische Post, IMMOFINANZ AG (ISIN AT0000809058 / WKN 911064), OMV und Lenzing (ISIN AT0000644505 / WKN 852927) zählen. (18.05.2012/ac/a/m)



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