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Globale Aktienmärkte schwächer


04.05.2012
Erste Bank

Wien (www.aktiencheck.de) - Die globalen Aktienmärkte tendierten diese Woche zumeist geringfügig schwächer, so die Analysten der Erste Bank.

Wichtige Leitindices wie der STOXX 600 (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) (+0,1%) und der Dow Jones (ISIN US2605661048 / WKN 969420) (+/-0%) seien unverändert geblieben. Einige asiatische Aktienindices hätten Zuwächse erzielt. Der Shanghai Composite sei um 2% gestiegen, der australische ASX lege 1,1% zu. Japanische Aktien hätten stärker korrigiert (Nikkei (ISIN XC0009692440 / WKN 969244): -1,9% und TOPIX 500 (ISIN XC0009652964 / WKN 965296): -2,2%).

In den USA hätten sich vor allem Baumaterialienhersteller (+11,8%) und Einzelhandelsfirmen (+3,5%), Telekomzulieferunternehmen (+1,6%) und Konsumwerte positiv entwickelt. Die Sektoren Computer (-3,8%), Maschinenbau (-2,1%) und Chemie (-1%) hätten zu den größten Verlierern gezählt.


In Europa seien die Performanceunterschiede wenig ausgeprägt gewesen. Am meisten hätten Unternehmen der Unterhaltungsindustrie (+2,5%) zulegen können, den stärksten Rückgang hätten die Banken (-1,5%) verzeichnet. Der europäische Bankenindex befinde sich derzeit in unmittelbarer Nähe seiner wichtigen Unterstützungslinie. Ein Unterschreiten dieser Linie würden den gesamten europäischen Aktienmarkt psychologisch belasten und unter Druck bringen.

Die Renditen von italienischen Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit hätten sich von 5,6% auf 5,4% reduziert. Auch bei spanischen Staatsanleihen seien die Renditen von 5,9% auf 5,7% gefallen. Das seien positive Aspekte, ebenso das Faktum, dass der USD-Index nur geringfügig gestiegen sei. Die Flucht in deutsche Staatsanleihen habe sich jedoch fortgesetzt. Zehn Jahre laufende Anleihen würden derzeit eine sehr niedrige Rendite von nur 1,62% erbringen.

Die Edelmetalle hätten leicht schwächer tendiert. Auch die Notierungen von Erdöl seien zurückgegangen. Brent-Öl sei um 2,6% auf USD 116,90 gefallen. Die Sorte WTI sei um 1,9% billiger geworden und werde derzeit um USD 102,60/Barrel gehandelt.

Technisch - und auch zumeist fundamental - gesehen seien US-Aktien attraktiver als die europäischen Titel. Die Analysten würden in der kommenden Woche eine Fortsetzung der mittelfristigen relativen Stärke von US-Aktien erwarten. Kurzfristig scheine eine leichte Abschwächung des STOXX 600 und anderer europäischer Leitindices wahrscheinlich. Technologie-, Konsum- und Gesundheitssektor hätten weiterhin das beste Chance/Risiko-Profil. (04.05.2012/ac/a/m)




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