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Auslandsaktien: Technologie als Treiber 26.04.2012
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Zwar ist der Dow Jones-Index (ISIN US2605661048 / WKN 969420) in den vergangenen Tagen wieder über die wichtige Marke von 13.000 Punkten gesprungen, die Lage bleibt aber wacklig, so die Deutsche Börse AG.
"Die Rekordzahlen von Apple haben den Markt nach oben gehievt", erkläre Walter Vorhauser von Close Brothers Seydler. Auch insgesamt sei die Berichtssaison in den USA bislang sehr gut gelaufen. "Von den 150 S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0)-Unternehmen, die ihre Zahlen schon vorgelegt haben, konnten drei Viertel die Erwartungen übertreffen." Weniger erfreulich seien die jüngsten Konjunkturdaten ausgefallen. "Die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter brachen überraschend stark ein, das stellt die Erholung in den USA wieder infrage."
"Die Quartalszahlen sind zwar positiv, es kommt aber trotzdem immer wieder zu Schwächephasen", bemerke Roland Stadler von der Baader Bank. Gestern hätten Hoffnungen auf weitere geldpolitische Maßnahmen der US-Notenbank für Aufwind gesorgt. Die habe aber lediglich betont, die Zinsen bis mindestens Ende 2014 auf "außerordentlich niedrigem" Niveau zu halten.
Neben Apple (ISIN US0378331005 / WKN 865985) - der Konzern habe seinen iPhone- und iPad-Absatz nochmals kräftig steigern können - hätten auch andere Unternehmen aus der Technologiebranche überzeugt, wie Stadler erkläre. Zwar habe der US-Chiphersteller Texas Instruments (ISIN US8825081040 / WKN 852654) im ersten Quartal noch unter einem schwachen Markt gelitten und ein Minus bei Umsatz und Gewinn verbucht. "Die Bestellungen sind aber nach oben gegangen. Für das Gesamtjahr zeigt sich das Unternehmen optimistisch." Anleger hätten das allerdings nicht unbedingt honoriert, die Aktie, die vor einer Woche noch bei knapp 25 Euro notiert habe, sei auf unter 24 Euro gefallen, heute liege sie wieder leicht darüber.
Die von IBM (ISIN US4592001014 / WKN 851399) angekündigte Erhöhung der Quartalsdividende auf 85 Cent und der geplante Aktienrückkauf seien der Aktie des US-Technologiedienstleisters hingegen klar zugute gekommen. "IBM kletterte in New York von 198 auf 204 US-Dollar", bemerke Stadler. Der ehemalige Computerhersteller sei mittlerweile im Bereich Software, Service und Beratung sehr erfolgreich. An der Börse Frankfurt habe der Dividendentitel Anfang der Woche noch weniger als 151 Euro gekostet, jetzt seien es 153,63 Euro.
Zumindest teilweise besser als erwartet seien die Zahlen des schwedischen Mobilfunkausrüsters Ericsson (ISIN SE0000108656 / WKN 850001) ausgefallen, wie Stadler weiter berichte. "Die Bruttomarge erhöhte sich von 30,2 auf 33,3 Prozent." Allerdings sei der Umsatz wegen konjunktureller Unsicherheiten gesunken. Die Aktie, die Anfang der Woche noch auf 6,93 Euro und damit den tiefsten Stand seit Ende Januar gefallen sei, werde heute zu 7,22 Euro gehandelt.
Einen kräftigen Dämpfer habe am gestrigen Mittwoch die Aktie des chinesischen Suchmaschinenanbieters BAIDU.COM (ISIN US0567521085 / WKN A0F5DE) erhalten. "BAIDU.COM brach um 10 Prozent ein", berichte Vorhauser. Die Nummer Eins in China habe Gewinn und Umsatz im ersten Quartal 2012 zwar um jeweils 75 Prozent gesteigert, es sei aber ein Rückgang der Gewinnmarge in Aussicht gestellt worden. "Bisher profitierte Baidu vom Google (ISIN US38259P5089 / WKN A0B7FY)-Rückzug aus China, das scheint jetzt vorbei zu sein." Dass die Aussichten des Unternehmens durch die Zusammenarbeit mit Apple im Riesenmarkt China so schlecht aber nicht sein könnten, hätten Anleger dann doch schnell realisiert: "Die Aktie fiel von 100 auf 92 Euro, heute wird sie aber schon wieder zu 102 Euro gehandelt."
Durchaus freundlich aufgenommen worden seien die Quartalszahlen des chinesischen Ölkonzerns CNOOC (ISIN HK0883013259 / WKN A0B846). "Trotz des Produktionsverlustes durch die Schließung eines Ölfeldes nach zwei Lecks sind die Zahlen nicht schlecht ausgefallen", erkläre Vorhauser. Die Öl- und Gasproduktion sei zwar zurückgegangen, der Umsatz dank des höheren Ölpreises aber gestiegen. Der Dividendentitel sei von 1,54 Euro am Dienstag auf knapp 1,60 Euro heute geklettert.
Mit Kursaufschlägen habe die Börse auf die Zahlen des US-Biotechunternehmens Amgen (ISIN US0311621009 / WKN 867900) im ersten Quartal reagiert. "Sowohl Umsatz als auch Gewinn legten stärker als erwartet zu", erkläre Vorhauser. Zwar hätten sich die bisherigen Zugpferde nicht mehr so gut verkauft, Amgen habe sich mit dem Arthritis-Mittel Enbrel und dem Osteoporose-Medikament Prolia aber neue Hoffnungsträger aufgebaut. Dass die Prognosen für den Gewinn je Aktie für das Gesamtjahr auf 5,90 US-Dollar zurückgenommen worden seien, habe daher nicht gestört. Die Aktie, die vor zehn Tagen an der Börse Frankfurt noch zu unter 50 Euro über den Tisch gegangen sei, koste heute 53 Euro. (26.04.2012/ac/a/m)
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