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Brasilien: Kreditsektor weiterhin schwach


29.03.2012
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Im Protokoll der letzten Zinssitzung machte die brasilianische Notenbank klar, dass sie den Leitzins nicht unter 9% senken wird, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Die Analysten würden davon ausgehen, dass eine nochmalige Zinssenkung von 75 Basispunkten auf 9% bei der nächsten Zinssitzung im April erfolgen werde. Danach sollte der Zinssatz für das Jahr 2012 unverändert bleiben.


Trotz der fallenden Zinsen habe der Kreditsektor in Brasilien keine nennenswerte Erholung aufgewiesen. Die Kreditvergabe sei im Februar 0,4% p.m. auf BRL (Brasilianischer Real) 2034 Mrd. gestiegen. Das komme einer jährlichen Veränderung von 17,3% gleich. Die Kreditvergabe an Unternehmen sei um 0,5% p.m. zurückgegangen. Bei den Konsumenten seien die Überziehungskredite um 12,5% p.m. gestiegen, Konsumentenkredite seien 13,8% gestiegen und Autofinanzierungen seien 2,6% höher als im Vormonat gewesen. Kreditausfallsraten hätten sich im Februar stabilisieren können, bei Unternehmenskrediten seien 4,1% ausgefallen, im Konsumentenbereich seien es 7,6% gewesen. Hier hätten die niedrige Arbeitslosigkeit sowie die niedrigen Zinsen einen stärkeren Anstieg verhindert.

Nichtsdestotrotz würden Finanzinstitute weiterhin vorsichtig handeln. Die Zinsen auf Konsumentenkredite seien weiter auf 45,4% p.a. angestiegen, während für Unternehmen mit 28,6% p.a. etwas geringere Zinszahlungen als im Vormonat anfallen würden. Niedrigere Zinsen und die Stabilisierung der Ausfallsraten dürften in den nächsten Monaten unterstützend für den Kreditsektor wirken und das Kreditwachstum beschleunigen. Das Wirtschaftswachstum dürfte auch im ersten Quartal sehr schwach bleiben. Der zuletzt von der Notenbank veröffentlichte monatlicher Indikator für das BIP Wachstum sei im Januar um 0,1% gegenüber dem Vormonat zurückgegangen. Der statistische Überhang im ersten Quartal sei relativ groß, weshalb die jährliche Wachstumsrate aufgrund eines Rückgangs des BIP in Q1 2011 eine geringe Aussagekraft haben werde. Das BIP sollte 2012 um 3,2% wachsen, wobei die erste Jahreshälfte deutlich schwächer sein werde, als die zweite.

Die Maßnahmen der Regierung sowie die Interventionen der Notenbank, um eine zu starke Aufwertung des BRL zu verhindern, hätten die Analysten dazu veranlasst, ihre Prognose anzupassen. Zuletzt sei bei einem USD/BRL-Kurs von 1,80 interveniert worden. Die Analysten würden davon ausgehen, dass der BRL in einem Band zwischen 1,80 und 1,85 zum USD schwanken werde.

Die Unsicherheit über weitere Maßnahmen der Regierung habe seit Anfang März auch den Aktienmarkt etwas zittern lassen. Seit Jahresanfang habe der Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18 / WKN A0JZEM) dennoch deutliche Gewinne verzeichnen können. Betrachte man die seit Jahresbeginn aufkumulierten Mittelzuflüsse in den Aktienmarkt, so erkenne man, dass die heimischen Investoren Mittel abgezogen hätten, dies aber in Summe durch die Zuflüsse von ausländischen Investoren mehr als habe ausgeglichen werden können. Aufgrund der hohen Steuer von 6% auf brasilianische Staatsanleihen würden Aktien für ausländische Investoren an Attraktivität gewinnen. (29.03.2012/ac/a/m)




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