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Globale Aktienindices entwickelten sich uneinheitlich 23.03.2012
Erste Bank
Wien (www.aktiencheck.de) - Die globalen Aktienindices entwickelten sich in dieser Woche uneinheitlich, so die Analysten der Erste Bank.
Bei den etablierten Märkten habe es moderate Kursrückgänge gegeben. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) habe 0,7%, der STOXX 600 (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) 2% verloren. Ebenfalls schwächer hätten sich der argentinische Merval Index (ISIN ARMERV160025 / WKN A0AEM9) (-2,6%) sowie der Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18 / WKN A0JZEM) (-2,8%) entwickelt. Der Nikkei (ISIN XC0009692440 / WKN 969244) habe unverändert notiert, ebenso die Mehrzahl der asiatischen Indices. Bloß der koreanische Kospi (ISIN KRD020020016 / WKN A0G9AA) habe mit einem Plus von 2% leicht zulegen können.
Die Edelmetalle, aber auch die übrigen Metalle hätten niedriger notiert. Gold sei im Wochenvergleich 1% günstiger geworden, Silber 1,8%. Stärker seien die Preisrückgänge bei den Industriemetallen gewesen. Kupfer sei um 3%, Aluminium um 3,6%, Blei um 5,6% und Zinn um 6,7% gefallen. Die Erdölnotierungen (Brent: -0,4%, WTI: -0,3%) hätten leicht nachgegeben.
Der Dollarindex sei nicht angestiegen, sondern bleibe nahezu unverändert. Investoren würden also weiterhin Anlagemöglichkeiten außerhalb des Dollarraums suchen. Das sei ein positives Signal für die Aktienmärkte.
Die Volatilität der Aktien bleibe trotz der jüngsten, leichten Abschwächung einiger Indices niedrig. Derzeit gebe es wenig Grund zu Befürchtungen, dass die im April kommenden Quartalsergebnisse schlecht ausfallen könnten.
Das Sentiment der Marktteilnehmer habe sich zuletzt wieder etwas abgekühlt. Das CBOE Put/Call-Ratio signalisiere mit einem Stand von 1,11 einen leichten Überhang der Puts vs. der Calls. Die Analysten würden dies antizyklisch und damit moderat bullish interpretieren.
Der Abwärtstrend der Eurozone-Einkaufsmanagerindices (EMI) habe sich im März nochmals leicht beschleunigt. Der Markit Flash Eurozone Index sei um 0,6 Punkte auf 48,7 und damit den zweiten Monat in Folge gesunken. Damit notiere der Index zum sechsten Mal innerhalb der letzten sieben Monate unter der Wachstumsmarke von 50. Den aktuellen Daten zufolge sei die Eurozone im ersten Quartal 2012 weniger stark geschrumpft als im Schlussquartal 2011. Lediglich Deutschland habe noch ein geringfügiges Wachstum vermeldet. Der Index notiere mit 51,4 Punkten auf einem 3-Monatstief. In Frankreich sei der Index auf ein 4-Monatstief bei 49,0 Punkten gefallen.
In der gesamten Eurozone seien die Auftragseingänge schwach ausgefallen. Erneute Rückgänge in Deutschland und Frankreich seien von drastischen Verlusten in den anderen Ländern begleitet worden. Des Weiteren sei der Auftragsrückgang stärker als die Produktionseinbußen gewesen und so seien auch die Auftragsbestände zum neunten Mal hintereinander gesunken. Sowohl in der Industrie als auch im Servicesektor habe sich das dritte Auftragsminus in Folge zu Buche geschlagen. Der Jobabbau sei zwar nur moderat ausgefallen, doch sei der Jobindex auf den tiefsten Wert seit zwei Jahren abgesackt. Das positive Momentum der Einkaufsmangerindices sei eindeutig vorbei. Konjunkturängste könnten die Märkte bald wieder bestimmen.
Der EMI in China sei mit 48,1 Punkten auf ein 4-Monatstief gefallen. Dabei seien die Auftragseingänge schneller als zuvor gefallen. Sowohl die Binnennachfrage als auch die Exporte würden Schwäche zeigen. Das Angebot an neuen Jobs sei auch fallend. Mit diesen schlechten Zahlen steige die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen an, dies würde nach Ansicht der Analysten die Konjunktur mittelfristig stützen. Die langfristigen Boomzeiten mit Wachstumsraten über 10% in China würden trotzdem nicht mehr erreicht werden können.
Die Aktienmärkte sollten nach der jüngsten Konsolidierung nächste Woche wieder etwas freundlicher tendieren. Die Analysten der Erste Bank sehen weiterhin Potenzial bei Aktien, zumal die alternativen Investmentmöglichkeiten kein gutes Risiko-Ertragsverhältnis haben. Der DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900) beispielsweise bringe mit 3,6% Dividendenrendite langfristig mehr Ertrag als deutsche Staatsanleihen, die aktuell bei bloß 1,86% rentieren würden. (23.03.2012/ac/a/m)
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