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Österreichischer Aktienmarkt Konsolidierung hat begonnen 17.02.2012
Erste Bank
Wien (www.aktiencheck.de) - Der ATX (ISIN AT0000999982 / WKN 969191) hat in der letzten Woche den erwarteten Konsolidierungsverlauf genommen und war 3,3% rückläufig, so die Analysten der Erste Bank.
Die 200-Tage-Linie weise noch eine sinkende Tendenz bei aktuell ca. 2.230 Punkten auf, werde aber vom ATX bereits ins Visier genommen. Ob das Überschreiten schon in der nächsten Woche gelinge, würden die Analysten eher bezweifeln. Dass es früher oder später gelinge, würden die Analysten allerdings nicht bezweifeln - das mittelfristige Chartbild sehe weiter lupenrein positiv aus, die fundamentalen Kennzahlen würden weiter eine klar zweistellige Unterbewertung des ATX zeigen.
Der einzige wirkliche Wochengewinner im ATX sei der Analysten-Top-Favorit Lenzing (ISIN AT0000644505 / WKN 852927) mit +0,4% gewesen. Die Analysten hätten diesen Wert in dieser Woche im Research-Zertifikat sogar auf über 12% nochmals aufgestockt, was gegenüber dem ATX-Gewicht von 3,1% eine ganz massive Übergewichtung darstelle. Fundamental habe es keine News zum Unternehmen gegeben, die Analysten würden aktuell von ihrer Kaufempfehlung überzeugt bleiben.
Auf der Verliererseite hätten wieder die Bankenwerte Raiffeisen Bank International (RBI) (ISIN AT0000606306 / WKN A0D9SU) (-10,6%) und Erste Group (ISIN AT0000652011 / WKN 909943) (-7,3%) gestanden, was in Zeiten von Korrekturwochen nicht ganz überraschend sei. Nachdem bei RBI letzte Woche ja wieder einmal das Gerücht einer möglichen Kapitalerhöhung aufgetaucht sei, performe die Aktie nun nicht ganz überraschend wieder schwächer als die Erste Group - die Analysten hätten die Gewichtung im Research-Zertifikat deshalb auch vorsorglich um grob ein Drittel reduziert.
Analyseseitig hätten die Analysten diese Woche die Kaufempfehlung für OMV (ISIN AT0000743059 / WKN 874341) bestätigt - dieser Wert sei einer der wenigen Industrieunternehmen, der noch deutlich unter Buchwert notiere. Sie hätten das Kursziel nun von EUR 34 auf EUR 37 erhöht und seien weiter optimistisch gestimmt. BWT (ISIN AT0000737705 / WKN 884042) hätten sie hingegen nach einer Gewinnwarnung auf "akkumulieren" zurückgestuft. Hier brauche man wohl noch weitere Geduld, da auch das Ergebnis 2012 nun nur mehr auf tiefem Niveau stagnieren solle - die Analysten hätten diese allerdings nicht mehr gehabt. Bei voestalpine (ISIN AT0000937503 / WKN 897200) habe sich nach den Q3-Zahlen in dieser Woche kein Änderungsbedarf für die Analystenschätzungen ergeben - auch das Kursziel der Analysten von EUR 32,50 sei aufrecht, was für die Aktie durchaus noch einiges an Spielraum nach oben zulasse.
Wie erwähnt würden die Analysten tendenziell noch eine weitere Konsolidierung erwarten, allerdings dürfte der Druck nach oben wieder zunehmen, speziell im Falle einer positiven Einigung mit Griechenland. Mittelfristig bleibe der Ausblick für sie klar bullish. Lenzing, OMV, RHI (ISIN AT0000676903 / WKN 874182) und IMMOFINANZ (ISIN AT0000809058 / WKN 911064) würden den Analysten derzeit besonders gut gefallen. (17.02.2012/ac/a/m)
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