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Aktienmärkte positiver Jahresauftakt als gutes Omen 11.01.2012
Helaba
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach den schmerzhaften Verlusten in 2011 sind die Anleger vorsichtig geworden, so die Analysten der Helaba.
Vermögenserhalt gelte derzeit als die oberste Maxime. Nur wenige würden sich bisher aus der Deckung wagen. Umso wichtiger sei es gewesen, dass die meisten der international führenden Aktienindices die erste Handelswoche mit einem Kursplus beendet hätten. Schließlich werde dem so genannten 5-Tage-Indikator insbesondere an der US-Leitbörse eine hohe Aufmerksamkeit zuteil. So habe der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) seit 1950 in 80% der Fälle einen Jahresgewinn verbuchen können, wenn die ersten fünf Handelstage - wie in diesem Jahr - mit einem Kursplus geendet hätten.
In den USA habe sich der Pessimismus unter den Privatanlegern inzwischen verflüchtigt. Derzeit seien die Aktienbullen klar in der Überzahl. Im Sinne der Kontraindikation erscheine damit das kurzfristige Aufwärtspotenzial aber begrenzt, zumal gleichzeitig das positive Überraschungsmomentum der US-Konjunkturdaten einen vorläufigen Höhepunkt auszubilden drohe.
Anders sehe die Situation im Euroraum aus. Tief verunsichert durch die anhaltende Staatsschuldenkrise halte die Flucht in die vermeintliche Sicherheit an. Anleger seien zum Teil sogar bereit, negative Nominalzinsen bei kurzlaufenden Bundeswertpapieren in Kauf zu nehmen. Erste konjunkturelle Lichtblicke seien indessen auch im Euroraum zu verzeichnen. So habe der für die ohnehin ausgesprochen robust wirkende deutsche Wirtschaft so wichtige ifo-Geschäftsklimaindex bereits seinen zweiten leichten Anstieg infolge verbuchen können.
Auch der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone habe sich zuletzt stabilisiert. Zwar hätten gegenwärtig die negativen Überraschungen bei den Konjunkturdaten noch ein leichtes Übergewicht. Für den weiteren Jahresverlauf würden angesichts einer sehr ausgeprägten Wachstumsskepsis aber die Chancen für positive Überraschungen überwiegen.
Steigende Frühindikatoren und niedrige Zinsen würden erfahrungsgemäß die für Aktien günstigste Konstellation darstellen. Zwar seien bei den Unternehmensgewinnen in diesem Jahr keine großen Sprünge zu erwarten. Auch dürften die durchschnittlichen Gewinnschätzungen für 2012 noch etwas zu hoch sein. Die Prognosen würden aber bereits seit Monaten nach unten korrigiert. Inzwischen hätten die negativen Gewinnrevisionen ein Ausmaß erreicht, das in früheren Zyklen im Bereich des Kurstiefs zu beobachten gewesen sei.
Wichtiger als die Gewinnprognosen seien jedoch die impliziten Gewinnerwartungen der Marktteilnehmer. Diese würden deutlich niedriger ausfallen und somit einen Puffer bieten. Auf Basis historischer Gewinne seien gerade deutsche Standardwerte ähnlich günstig bewertet wie während der übrigen markanten Tiefstände der letzten dreißig Jahre.
Der hohe Refinanzierungsbedarf der Euroländer sowie der noch ausstehende freiwillige Forderungsverzicht gegenüber Griechenland könnten im ersten Quartal zwar durchaus noch für Störfeuer sorgen. Mit Blick auf die attraktive absolute und relative Bewertung empfehle es sich aber, mögliche Schwächephasen gezielt zum Einstieg in hiesige Dividendentitel zu nutzen. (11.01.2012/ac/a/m)
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