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Internationale Aktienmärkte lieber im Stand-by-Modus bleiben 02.01.2012
DONNER & REUSCHEL AG
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die Bilanz des Aktienjahrgangs 2011 ist auf den ersten Blick ernüchternd, so die Analysten der DONNER & REUSCHEL AG.
Viele europäische Börsen würden das Jahr unter hohen Schwankungen mit zum Teil deutlichen Kursverlusten beenden. In Japan oder in Schwellenländern wie China oder Brasilien sehe es nicht anders aus. Angesichts der alles überstrahlenden Staatsschuldenkrise in den entwickelten Volkswirtschaften und der sich abkühlenden Konjunktur weltweit seien die an dieser Stelle mehrfach angeführten niedrigen Bewertungen von Aktien vollständig in den Hintergrund getreten.
Eine Fortsetzung dieser Entwicklung könne auch im neuen Jahr nicht ausgeschlossen werden. Das in den vergangenen zwei Jahren aufgestaute Aufwertungspotenzial sei allerdings enorm. Deutsche Standardwerte hätten im Spätsommer zeitweise in Höhe ihres Buchwertes oder darunter notiert. Eine solche Entwicklung habe es zuletzt im Zuge der Finanzkrise 2008 gegeben und sie sei nur von kurzer Dauer gewesen.
Vergleichbare Entwicklungen seien an vielen weiteren Aktienmärkten in Europa und in den USA zu beobachten. Auf Basis dieser Aktienmarktbewertung sollte das Rückschlagspotenzial für Dividendenwerte im neuen Jahr eher begrenzt sein.
Die ernüchternde Bilanz 2011 falle bei der Einbeziehung großer Aktienmärkte außerhalb des Euroraums wohlwollender aus. Große Aktienindices in den USA würden nahezu unverändert zum Jahresschluss 2010 notieren. Technologieaktien aus dem NASDAQ 100 (ISIN US6311011026 / WKN A0AE1X) hätten im Jahresverlauf sogar leicht zugelegt.
Auch die Kursrückgänge an den Börsen in der Schweiz oder Großbritannien seien deutlich niedriger ausgefallen als für Anleger in Deutschland. Die relative Stärke der genannten Regionen im Vergleich zu Standardwerten aus dem Deutschen Aktienindex DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900) sei vor allem im August und erneut ab November des letzten Jahres zum Vorschein gekommen. Eine Verteilung des Anlagekapitals auf verschiedene Währungsregionen habe sich somit bezahlt gemacht.
Chancenorientierte Anleger, die von einer anhaltenden Belastung der Aktienmärkte durch die Staatsschuldenkrise ausgehen würden, sollten bei ihren geplanten Anlagen im neuen Jahr gezielt Investitionen außerhalb des Euroraums in ihre Überlegung einbeziehen. Neben der Kapitalverteilung auf unterschiedliche Währungsräume würden sich Märkte in Großbritannien oder der Schweiz durch die hohe Gewichtung von weniger konjunktursensiblen Branchen auszeichnen.
Der STOXX 600 Healthcare-Index (ISIN EU0009658731 / WKN 965873) habe 2011 zu den wenigen Branchenindices in Europa gehört, die im Jahresverlauf zugelegt hätten. Über 26 Prozent des Indexgewichtes würden auf die Schweizer Unternehmen Novartis (ISIN CH0012005267 / WKN 904278) und Roche (ISIN CH0012032113 / WKN 851311) entfallen. Mit fast 30 Prozent bilde der Nahrungsmittelhersteller Nestlé (ISIN CH0038863350 / WKN A0Q4DC) das Schwergewicht im STOXX 600 Food & Beverages (ISIN EU0009658756 / WKN 965875). Diese drei Werte allein würden über 50 Prozent des Indexgewichtes im Swiss Market-Index (ISIN CH0009980894 / WKN 969000) darstellen und die Mehrrendite im Vergleich zu anderen Länderindices erklären.
Die gute Entwicklung des FTSE 100-Index (ISIN GB0001383545 / WKN 031100) in Großbritannien sei auf eine ähnliche Konstellation zurückzuführen. Unter den zehn größten Indexwerten fänden sich sieben weltweit agierende Großkonzerne aus den Bereichen Gesundheit, Öl und Gas sowie Verbrauchsgüter wieder. Sie würden angeführt von Vodafone (ISIN GB00B16GWD56 / WKN A0J3PN) und British Petroleum (ISIN GB0007980591 / WKN 850517) die mehr als ein Drittel des Indexgewichtes auf sich vereinen.
Konjunktursensible Sektoren und Finanzwerte würden unter Beobachtung bleiben. Der Rückgang um mehr als 30 Prozent des STOXX 600 Basic Resources (ISIN EU0009658632 / WKN 965863) spiegele die konjunkturelle Skepsis vieler Anleger im aktuellen Umfeld wider. Dass sich 2011 der Branchenindex für Banken ebenfalls deutlich schlechter als der Gesamtmarkt entwickelt habe, überrasche anhand der nach wie vor ungelösten Probleme im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise kaum. Eine Lockerung gegenüber der vorsichtigen Haltung in diesen Bereichen sei erst bei einer erkennbaren Stabilisierung des finanzpolitischen Umfeldes zu erwarten. Davon dürften dann verstärkt Aktienmärkte wie Deutschland mit ihrem hohen Gewicht an zyklischen Industrien profitieren.
Im STOXX 600 Automobiles & Parts (ISIN EU0009658699 / WKN 965869) würden sich zyklische und regionale Komponenten in besonderer Weise vereinigen: Über 55 Prozent des Indexgewichtes würden die deutschen Autobauer Daimler (ISIN DE0007100000 / WKN 710000), Volkswagen (ISIN DE0007664039 / WKN 766403) und die Bayerischen Motoren Werke (ISIN DE0005190003 / WKN 519000) auf sich vereinen.
Die dabei im vergangenen Jahr beobachtete ausgeprägte Schwankungsbreite sei auch für kommende Anlagequartale nicht auszuschließen. Es empfiehlt sich daher, die Wartestellung für Anlageentscheidungen am Aktienmarkt erst nach einer sich abzeichnenden Umfeldverbesserung aufzugeben, so die Analysten der DONNER & REUSCHEL AG. (Ausgabe 1. Quartal 2012) (02.01.2012/ac/a/m)
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