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Aktienmärkte Aktion der Notenbanken zur Liquiditätsbereitstellung sorgt für starke Belebung 09.12.2011
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Noch vor einer Woche hatte die konzertierte Aktion der bedeutendsten Notenbanken zur Liquiditätsbereitstellung eine starke Belebung der Aktienmärkte bewirkt, berichten die Analysten der Erste Bank.
Derzeit würden sich viele Indices in Europa bzw. Nord- und Südamerika in einer moderaten Korrekturphase befinden. Der STOXX 600 (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) sei dabei um 0,3% gefallen, der S&P um 0,8%.
Die meisten asiatischen Aktienindices hätten hingegen zulegen können, wobei das Plus beim koreanischen Kospi am stärksten ausgefallen sei (+7,3%). Sowohl der Nikkei (ISIN XC0009692440 / WKN 969244) als auch der indische Nifty hätten positive Performances erzielt. Auffallend hingegen sei die Schwäche chinesischer Indices. Der Shanghai Composite habe 4,3% tiefer notiert, taiwanesische Aktien seien durchschnittlich um 2,8% gefallen.
Der Ölpreis sei wieder leicht gefallen. Brent-Öl notiere heute bei USD108/Barrel und damit um 2,8% tiefer als vor einer Woche. Auch der Preis der US-Sorte WTI habe sich um 2,5% ermäßigt. Erdgas sei ebenfalls deutlich günstiger als noch vor wenigen Tagen (-5,2%). Positiv für die Abnehmerländer sei dabei, dass Erdgas aktuell zu Preisen nahe den Tiefständen 2009 gehandelt werde und der Trend der Gaspreise derzeit weiterhin eindeutig abwärts gerichtet sei.
Moderate Energiepreise seien in der aktuellen wirtschaftlichen Situation vieler Industrie-, aber auch der meisten Schwellenländer wichtig, um nicht die derzeitige Konjunkturabschwächung zu verstärken. Insbesondere in den meisten Emerging Markets seien die Energiekosten ein besonders wichtiger Faktor hinsichtlich der Inflationsentwicklung. Die Notenbanken dieser Länder würden mit Zinssenkungen nur dann fortfahren, wenn sie diesbezüglich keine Gefahr eines weiteren Anstiegs sehen würden.
Die US-Employment-Ratio habe sich in den letzten Monaten leicht erholt. Derzeit seien 58,5% der gesamten US-Bevölkerung beschäftigt. Das aktuelle Niveau dieser Kennzahl sei jetzt 0,4%-Punkte höher als noch im Juli, aber noch weit vom Stand vor der Finanzkrise entfernt. Damals hätten 63,1% der Bevölkerung eine Beschäftigung gefunden.
Die EZB habe am Donnerstag den Leitzinssatz auf 1% gesenkt. Die Hilfsprogramme für die Banken würden ausgeweitet. Italienische und spanische Rendite seien zuletzt wieder deutlich zurückgegangen.
Der EURO STOXX Banken Index bleibe über dem wichtigen Unterstützungsniveau von 90 Punkten (aktuell 101). De facto habe sich dieser Index stabilisiert und handle seit September in einer Seitwärtsrange.
Der Dollarindex sei in den letzten Tagen weiter angestiegen. Die US-Währung diene offenkundig wieder verstärkt als "sicherer Hafen". Das reflektiere auch die leicht gestiegene Risikoaversion der Anleger.
Die Volatilitätsindices VIX (aktuell 30,6) und VDAX (ISIN DE000A0DMX99 / WKN A0DMX9) (33,4) hätten sich ebenfalls in den letzten Tagen rasch erhöht. Dies dürfte jedoch keine nachhaltige Trendwende bei den Volatilitäten darstellen, sondern nur im Einklang mit der jüngsten Marktabschwächung zu sehen sein.
Viele Investoren würden den Ratingagenturen immer noch eine Bedeutung zumessen, die nicht durch die deren Kompetenz untermauert werden könne. Mit rating-basierten Investmentprozessen würden Anlageentscheidungen de facto an Agenturen delegiert. Dies fordere die Frage nach der professionellen Legitimation derjenigen Investoren heraus, die die Ratings als hauptsächliche Entscheidungsgrundlage verwenden würden. Auch die chinesische Ratingagentur Dagong sei diese Woche nicht untätig gewesen und habe das Rating Frankreichs herabgesetzt.
In der kommenden Woche sollte sich die freundliche Tendenz an den Märkten fortsetzen. Eventuelle Kursrückgänge solider Aktien sollten angesichts der niedrigen Bondrenditen und der bereits weitgehend stabilisierten Märkte wieder vermehrt für Zukäufe genutzt werden. (09.12.2011/ac/a/m)
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