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Österreichische Berichtssaison verläuft unterschiedlich


18.11.2011
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Die Unsicherheiten an den österreichischen Finanzmärkten haben in den letzten Wochen wieder zugenommen, so die Analysten der Erste Bank.

Die Sorgen seien weiter gewandert und hätten wenig überraschend Spanien erreicht. Der ATX (ISIN AT0000999982 / WKN 969191) habe in dieser Woche 3,7% verloren und damit deutlich mehr als andere internationale Indices.

Da wir uns mitten in der Berichtssaison befinden würden, sei die Liste der Unternehmensneuigkeiten lang. Die voestalpine (ISIN AT0000937503 / WKN 897200) sei in dieser Woche nach ihren Q2 Zahlen unter Druck gekommen, wobei es weniger die Zahlen, als der Ausblick gewesen sei, der enttäuscht habe. Die Aktie habe 8,7% verloren. Noch schlimmer habe Wienerberger (ISIN AT0000831706 / WKN 852894) erwischt, die die Analysten in der letzten Woche zurückgestuft hätten (-9,5%).


conwert Immobilien (ISIN AT0000697750 / WKN 801475) habe früher als erwartet Q3-Zahlen veröffentlicht, und diese hätten die in dieser Woche veröffentlichte Schätzung der Analysten eines negativen Konzernergebnisses im Q3 bestätigt. Die Aktie habe um 9,4% nachgegeben. Die Telekom Austria (ISIN AT0000720008 / WKN 588811) habe um 1,3% zulegen können, allerdings würden die Analysten bei diesem Wert skeptisch bleiben.

Lenzing (ISIN AT0000644505 / WKN 852927) (+1,2%) und Schoeller-Bleckmann (SBO) (ISIN AT0000946652 / WKN 907391) (+0,2%) hätten solide Quartalsergebnisse geliefert, beide Aktien seien mit einem positiven Vorzeichen ins Wochenende gegangen. Die Vienna Insurance Group (ISIN AT0000908504 / WKN A0ET17) habe zwar wie erwartet Ergebnissteigerungen präsentieren können, allerdings habe der etwas verhaltene Ausblick die Investoren enttäuscht, die Aktie habe um 3,5% nachgegeben. Die Ergebnisse der Mayr-Melnhof (ISIN AT0000938204 / WKN 890447) hätten keine Überraschungen gebracht, die Aktie sei dennoch um 4% gefallen.

Bei den Prime-Werten habe vor allem Semperit (ISIN AT0000785555 / WKN 870378) mit einem starken Quartalsergebnis überzeugt, was allerdings keine Auswirkungen auf den Aktienkurs gehabt habe, denn der habe um 2,9% nachgegeben. Die stärkste Entwicklung im ATX-Prime habe DO & CO (ISIN AT0000818802 / WKN 915210) (+4,8%), ebenfalls nach Quartalszahlen gezeigt. Am heutigen Freitag habe es noch eine Gewinnwarnung vom Flughafen Wien (ISIN AT0000911805 / WKN 884216) sowie ein Update zur AT&S (ISIN AT0000969985 / WKN 922230) von der Seite der Analysten gegeben, in dem sie ihre Kaufempfehlung für diesen Wert bestätigt hätten.

In der nächsten Woche finde die Berichtssaison ihre Fortsetzung. Auf dem Programm stünden Raiffeisen Bank International (RBI) (ISIN AT0000606306 / WKN A0D9SU), UNIQA (ISIN AT0000821103 / WKN 928900), CA Immobilien Anlagen (ISIN AT0000641352 / WKN 876520), S Immo (ISIN AT0000652250 / WKN 902388) und Kapsch TrafficCom (ISIN AT000KAPSCH9 / WKN A0MUZU.

conwert Immobilien und Flughafen Wien hätten den Analysten bereits in dieser Woche einen kleinen Vorgeschmack auf das gegeben, was sie nächste Woche erwarte. Was den weiteren Verlauf des ATX angehe, würden die Analysten gespannt auf die Vorgaben der internationalen Märkte blicken. Vielleicht könnten die Ergebnisse der RBI dem ATX geringe Impulse geben, ansonsten seien Unternehmensdaten zurzeit eher Nebensache. (18.11.2011/ac/a/m)




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