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US-Leitindices auf Wochensicht im Plus


30.09.2011
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Nach den Verlusten der Vorwoche erfolgte diese Woche bei US-Aktien ein Rebound, berichten die Analysten der Erste Bank.

Im Schnitt hätten die wichtigsten Leitindices um ca. 3% zugelegt. Nur der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) sei bloß um 1% gestiegen. Ein Charakteristikum der aktuellen Gegenbewegung sei, dass diesmal jene Aktien am stärksten gestiegen seien, die im Jahresvergleich am meisten verloren hätten. Firmen aus den Sektoren Baumaterialien, Versicherungen, Banken und dem Transportbereich seien um bis zu 8% gestiegen, wobei die Spannweite der Performances dieser Sektoren seit Jahresbeginn trotz der jüngsten Erholung zwischen minus 13% (Transportwerte) und minus 41% (Baumaterialien) liege.


Auffallend schwach sei die Kursentwicklung bei Computertiteln (-1%), Biotechnologiewerten (+0,8%), Chemiewerten (+0,8%) und bei Halbleiteraktien (+0,9%) gewesen. Versorgeraktien hätten sich in etwa im Einklang mit der Gesamtmarktentwicklung (+2,7%) entwickelt. Der Versorgersektor habe seit Jahresbeginn um 8% zugelegt und sei im Vergleich zum Gesamtmarkt (S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0): -8%) ein klarer Outperformer. Die Divergenz zeige aber deutlich, dass sich der US-Aktienmarkt noch im Bärenmodus befinde. Eine Diagnose, die für langfristige Anleger zwar unerfreulich, aber dennoch wahr sei.

Die weitere Entwicklung der Versorgeraktien im Vergleich zum S&P 500 werde zeigen, wie schnell sich der Aktienmarkt wieder erhole oder ob der Verkaufsdruck in den kommenden Wochen zunehme. Aufgrund der aktuellen relativen Attraktivität von US-Aktien würden die Analysten annehmen, dass die für Long-Investoren erfreulichere Variante eintreten werde. Allerdings werde eine nachhaltige Änderung des derzeitigen Abwärtstrends voraussichtlich erst stattfinden, wenn die Gewinnrevisionen bei den Unternehmen wieder mehrheitlich positiv seien.

Bloß defensiv orientierte Anleger sollten Versorgerwerte als Investment in Betracht ziehen und dann vorzugsweise solche mit Sitz in den USA wählen. Die Performancedifferenz zu europäischen Versorgern betrage seit dem Beginn des zweiten Quartals 2009 mehr als 40% (das seien 16,8% Unterschied pro Jahr). Hauptgrund sei die höhere Effizienz der US-Versorger. In Europa würden mehr als dreimal so viele Personen in diesem Sektor beschäftigt (1,2 Mio. vs. 380.000 in den USA). (30.09.2011/ac/a/m)




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