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STOXX 600 um 6% gefallen 23.09.2011
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Der STOXX 600 (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) ist diese Woche um 6% gefallen, so die Analysten der Erste Bank.
Alle Sektoren seien um mindestens 2% gefallen. Besonders Rohstoffhersteller seien verkauft worden (-14%). Aber auch Banken, Versicherungen und Automobilhersteller hätten Preisverluste von 8% hinnehmen müssen. Das Minus des Bankensektors betrage seit Anfang 2011 jetzt 40%.
Die Lage am europäischen Interbankenmarkt habe sich in dieser Woche weiter zugespitzt. Die Spreads am Interbankenmarkt (Zwei-Jahres Euro Swap Spread) seien auf ein neues Jahreshoch gestiegen. Die Kreditversicherungen auf Anleihen von Banken (ITraxx Sub-Financials Europa-Index) seien nach einem Low in der Woche zuvor wieder angestiegen.
Der Einkaufsmanagerindex der Industrie der Eurozone notiere im September bei 48,4 und markiere somit den niedrigsten Wert seit August 2009. Im Vormonat habe er noch bei 49 Punkten gelegen. In Deutschland habe der Index im September exakt den kritischen Wert von 50 erreicht, was einem Rückgang um 0,9 Punkte im Vergleich zum August gleich komme. Den stärksten Rückgang habe Frankreich vermelden müssen. Dessen Index sei um 1,8 Punkte auf 47,3 Punkte gefallen, ein 28-Monatstief.
Die ZEW-Konjunkturerwartungen in Deutschland seien im September um 5,7 Punkte auf einen Stand von minus 43,3 Punkte gefallen. Einen derartig niedrigen Wert habe es zuletzt im Dezember 2008 gegeben. Der Index gehe aus einer Befragung von rund 300 Börsenexperten hervor. In der Schweiz zeige sich ein ähnliches Bild. Der von ZEW und Credit Suisse berechnete Indikator sei um 4,3 Punkte auf minus 75,7 Punkte gefallen. Der Rückgang sei der fünfte in Folge gewesen.
Gemäß Eurostat seien die Auftragseingänge in der EU rückläufig. Im Monatsvergleich sei der entsprechende Index für die Eurozone im Juli um 2,1% gesunken, nach einem Minus von 1,2% im Juni. Verglichen zum Vorjahresmonat hätten die Auftragseingänge um 8,4% zugelegt. In den 27 EU-Staaten sei der Index im Juli um 0,8% gesunken, habe aber ebenfalls einen Anstieg in Höhe von 6,8% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen können. Laut Berechnungen des ifo-Instituts steige das finanzielle Risiko Deutschlands für Euro-Rettung weiter. Durch die neuen Beschlüsse zum europäischen Rettungsschirm steige die mögliche Haftungssumme auf EUR 465 Mrd. Im Falle einer Pleite der GIPS-Länder hafte Deutschland für 33% der EZB-Kredite.
Die Analysten würden empfehlen, Aktien weiter "unterzugewichten". Solange das gegenseitige Vertrauen am europäischen Interbankenmarkt nicht wieder zunehme, sei das Chance/Risikoverhältnis von Aktien nicht attraktiv. (23.09.2011/ac/a/m)
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