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Wiener Börse nächste Ausverkaufswelle


23.09.2011
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Die Wiener Börse bekam in der letzten Woche die nächste Ausverkaufswelle zu spüren (-7,7%), so die Analysten der Erste Bank.

Der September mache damit seinem Ruf als "Crashmonat" wieder alle Ehre. Ob es in der nächsten (letzten) Septemberwoche noch mal zu einmal finalen Showdown, sprich Ausverkauf, komme, könne nicht ausgeschlossen werden. Allerdings heiße es ja auch: "Sell in May and go away. But remember to come back in September." Tendenziell seien die Analysten aufgrund der Saisonalität (Beginn des vierten Quartals) nicht mehr so pessimistisch für Aktien gestimmt.

Sie könnten sich vorstellen, dass man den Bereich von 1.760 bis 1.800 Punkte im ATX (ISIN AT0000999982 / WKN 969191) teste. Hier würden sie aber mit einer deutlicheren Unterstützung und hoffentlich mit einer Bodenbildung rechnen. Mitte bis Ende nächster Woche könnten dann die Anleger beginnen, sich vor dem Beginn des vierten Quartals neu zu positionieren. Und hier könnten dann Aktien wieder eine prominentere Rolle spielen.


Der einzige wirkliche ATX-Gewinner in der letzten Woche sei SBO (ISIN AT0000946652 / WKN 907391) (+2,8%) gewesen, die von positiven Analystenkommentaren profitiert habe. CA Immo (ISIN AT0000641352 / WKN 876520) sei unverändert aus der Handelswoche gegangen. Die größten Verlierer seien (wer sonst in einer Woche wie dieser) die Bankenwerte gewesen: Erste (ISIN AT0000652011 / WKN 909943): -15,0%, Raiffeisen Bank Int. (ISIN AT0000606306 / WKN A0D9SU): -14,8%. Zahlreiche weitere Werte hätten mehr als 5% verloren.

Researchseitig hätten die Analysten diese Woche drei Kaufempfehlungen bestätigt. Bei voestalpine (ISIN AT0000937503 / WKN 897200) hätten sie das Kursziel auf EUR 35,00 reduziert, die Kaufempfehlung aber klar aufrecht belassen. Auf Basis der reduzierten Schätzungen notiere voestalpine auf Basis des aktuellen Jahres mit einem KGV von unter 6x. Wolford (ISIN AT0000834007 / WKN 893975) notiere zwar mit einem knapp zweistelligen KGV, aber auch hier seien die Analysten bei "kaufen" geblieben. Neben der Unterbewertung im Peergroup-Vergleich würden sie hier einen Schuss Übernahmefantasie orten.

Und - last but not least - hätten sie auch die Vienna Insurance Group (ISIN AT0000908504 / WKN A0ET17) mit der Kaufempfehlung bestätigt, das Kursziel hätten sie aufgrund von reduzierten Schätzungen aber auf EUR 40,00 senken müssen. Sowohl voestalpine als auch VIG würden Kernbestandteile ihres Research-Zertifikats darstellen, Wolford sei ihnen etwas zu illiquid, um eine signifikante Position aufbauen zu können.

Interessant werde es nächste Woche bei IMMOFINANZ (ISIN AT0000809058 / WKN 911064). Einerseits finde die Hauptversammlung statt, wo die Analysten aber keine großen Überraschungen erwarten würden. Andererseits komme man jetzt in die letzten wenigen Wochen der Umtauschmöglichkeit der Wandelanleihe 2011, wo möglicherweise noch Druck auf die Aktie aufkommen könnte und der Wert die EUR 2,0 Marke antesten könnte. Die Analysten würden hier empfehlen, Abstauberlimits im Bereich von EUR 2,0 oder sogar knapp darunter zu setzen. Zusätzlich gehe die Aktie am Freitag nächster Woche auch noch ex-Dividende (EUR 0,10) - eine spannende Woche somit und hochinteressante Einstiegskurse. (23.09.2011/ac/a/m)




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