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STOXX 600 gesunken 09.09.2011
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Der STOXX 600 (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) ist diese Woche um -4% gesunken, so die Analysten der Erste Bank.
Der kleinere EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) sei um -6% gefallen. Am schlechtesten hätten sich diese Woche Banken (-8%) entwickelt. Besonders die Deutsche Bank (ISIN DE0005140008 / WKN 514000) (-10%), Crédit Agricole (ISIN FR0000045072 / WKN 982285) (-12%), Société Générale (ISIN FR0000130809 / WKN 873403) (-18%) und ING (ISIN NL0000303600 / WKN 881111) (-13%) hätten starke Verluste hinnehmen müssen. Aber auch zyklische Sektoren wie Automobil (-7%), Bau (-6%), Chemie (-5%) und Industrie (-4%) seien auf der Liste der Verlierer ganz oben zu finden. Am besten habe sich der Öl- & Gassektor (-0,2%) entwickelt. Das Barrel Brent sei diese Woche trotz fallender Aktienkurse um +1,1% gestiegen.
Wie erwartet habe die EZB den Zinssatz unverändert bei 1,5% belassen. Die Einschätzung des Eurozonen BIPs - habe sich klar nach unten verschoben - die Mittelpunkte dieser Einschätzungen hätten bei 1,6% BIP-Wachstum für 2011 und 1,3% für 2012 gelegen. Rückblickend sei das BIP im Euroraum und in der EU im 2. Quartal im Vergleich zu Vorquartal um 0,2% gestiegen. Verglichen mit dem Vorjahr habe das saisonbereinigte BIP in der EU um 1,7% zulegen können.
Das griechische und das portugiesische BIP seien weiter zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sei die griechische Wirtschaft um -7,3% und die portugiesische Wirtschaft um -0,9% geschrumpft. Spanien habe ein Plus von 0,7% verzeichnen können. Die spanische Industrieproduktion sei aber im Juli um -5,7% gesunken. Im Juni sei ein Rückgang von 2,6% gemeldet worden.
Auch am Anleihenmarkt zeige sich, unter anderem nach den Abwärtsrevisionen der EZB, große Risikoaversion: Die Rendite der deutschen 10-jährigen sei um 28 Basispunkte auf 1,85% gefallen. Am kurzen Ende der Kurve seien die 2-jährigen deutschen um 19 Basispunkte auf 0,42% gefallen. Die Spreads der als sicher eingestuften deutschen Anleihen zu allen fünf GIIPS-Staaten seien diese Woche gestiegen.
Die Situation in Griechenland spitze sich derweil weiter zu. Am Donnerstag hätten griechische Banken dem Staat nur noch EUR 155 Mio. kurzfristige Anleihen abgekauft. Der Staat habe aber EUR 300 Mio. verkaufen wollen. Es stelle sich die Frage, ob Griechenland das Geld ausgehe, um Gehälter und Pensionen zu bezahlen, sollte die Eurozone nicht die sechste Tranche des Rettungsschirms über EUR 8 Mrd. ausbezahlen. Nach Schätzungen einer griechischen Zeitung (ekathimerini.com) sei Griechenland im Oktober zahlungsunfähig.
Die Erzeugerpreise der Industrie in der EU seien weiter gestiegen. Diese seien im Juli in der EU 0,4% höher als im Vormonat und 7% höher als im Vorjahresmonat gewesen. Die deutschen Exporte seien im Juli den zweiten Monat in Folge gesunken. Die Unternehmen hätten -1,8% weniger im Ausland umgesetzt als im Juni. Der Konsens habe lediglich mit einem Minus von 0,1% gerechnet, nachdem die Ausfuhren bereits im Juni um 1,2% gefallen seien.
Das gegenseitige Misstrauen der Banken in Europa habe einen neuen Jahreshöchststand erreicht.
Die Preise der Kreditversicherungen (CDS) auf europäische Bankenanleihen würden weiter steigen.
Die Analysten der Erste Bank empfehlen, Aktien "unterzugewichten". Solange das gegenseitige Vertrauen am europäischen Interbankenmarkt nicht wieder zunehme - und derzeit spitze sich die Situation weiter zu - würden sie mit weiteren Kursverlusten an den Aktienmärkten rechnen. (09.09.2011/ac/a/m)
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