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Wiener Börse Bodenbildungsphase setzt sich fort


02.09.2011
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Der ATX (ISIN AT0000999982 / WKN 969191) hat eine starke Woche mit einem Plus von 6,0% hinter sich, womit er viele westeuropäische Indices klar abgehängt hat, so die Analysten der Erste Bank.

Allerdings sei eine unmittelbare Fortsetzung dieses positiven Trends nicht zu erwarten. Eine Bodenbildungsphase spiele sich üblicherweise in einem volatilen Hin und Her ab und als nächstes dürften die Analysten eher wieder die Untergrenzen ausloten. Es wäre allerdings schon positiv zu beurteilen, wenn der ATX nicht unter die Bandbreite von 2.100 bis 2.150 Punkten zurückfalle.

Es sei bezeichnend, dass kein einziger ATX-Wert in der letzten Woche im Minus notiert habe. Positiv hervorgestochen sei RHI (ISIN AT0000676903 / WKN 874182) (+16,2%), eine Kaufempfehlung von der Erste Bank, die sicherlich zuletzt auf deutlich zu tiefes Niveau gefallen sei und auch in den Zertifikaten der Erste Bank stark vertreten sei. Wienerberger (ISIN AT0000831706 / WKN 852894) habe 14,2% gewonnen - ebenso eine Reaktion auf zu starke Kursverluste davor und auch unterstützt durch Broker-Empfehlungen. Raiffeisen Bank International (ISIN AT0000606306 / WKN A0D9SU) habe um 12,5% zugelegt.


Spannend werde es nun auch für die ATX-Zusammensetzung, die ja im September geändert werde. Hier würden nächste Woche die Entscheidungen fallen. Voraussichtlich würden Lenzing (ISIN AT0000644505 / WKN 852927) und Mayr-Melnhof (ISIN AT0000938204 / WKN 890447) aufgenommen, und Intercell (ISIN AT0000612601 / WKN A0D8HW) und Semperit (ISIN AT0000785555 / WKN 870378) würden weichen müssen - Details dazu würden nächste Woche folgen.

Analyseseitig hätten die Analysten der Erste Bank diese Woche Flughafen Wien (ISIN AT0000911805 / WKN 884216) auf "reduzieren" abgestuft. Hier würden ihnen die sinkenden Ergebnisse der nächsten Jahre nicht gefallen, die auf die Inbetriebnahme des Skylink zurückzuführen seien. STRABAG (ISIN AT000000STR1 / WKN A0M23V) habe gute Halbjahreszahlen berichtet, die Aktie habe ebenso um weitere 9,8% zulegen können - hier wirke sich auch der laufende Aktienrückkauf sehr positiv aus. Bei UNIQA (ISIN AT0000821103 / WKN 928900) würden die Analysten nach den vorgelegten Q2-Zahlen weiter vorsichtig bleiben, die "reduzieren"-Empfehlung bleibe ebenso aufrecht.

In der nächsten Woche würden sowohl international als auch national kaum Unternehmensergebnisse berichtet, daher würden Makrodaten das Geschehen bestimmen. Die Analysten seien der Überzeugung, dass beim aktuellen Kursniveau an der Wiener Börse eine moderate Rezession bereits eingepreist sei. Diese sei jedoch alles andere als sicher, im Gegenteil - bei einer Konferenz in dieser Woche hätten die Analysten eher den Eindruck gewonnen, dass die Geschäfte der Unternehmen noch durchaus einige Zeit weiter sehr gut laufen dürften.

Dennoch, der Index dürfte kurzfristig wieder zur Schwäche tendieren. Kritisch wäre es, wenn der ATX unter das Niveau von 2.050 Punkten abfalle, wovon die Analysten derzeit aber nicht ausgehen würden. Trotz aller weiterhin bestehender Unsicherheiten: Wenn man Aktien im Schnitt zum oder sogar unter dem Buchwert erwerben könne, sei das langfristig ein gutes Kaufniveau. (02.09.2011/ac/a/m)




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