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ATX mittelfristig wenig Grund zur Euphorie


12.08.2011
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Der ATX (ISIN AT0000999982 / WKN 969191) befindet sich charttechnisch im freien Fall, so die Analysten der Erste Bank.

Nach einem katastrophalen Wochenbeginn, an dem der Index unter die psychologisch wichtige 2.000-Punkte-Marke gerutscht sei, nähere sich der österreichische Leitindex nun langsam seinem 23,6%-Fibonacci-Retracement bei 2.237 Punkten. Beinahe jeder wichtige Support sei bei diesem Kursrutsch durchbrochen worden. Umso wichtiger sei es jetzt, diese Unterstützungslinien zurückzuerobern, bevor sie sich zu Widerständen ausbilden würden.

Der MACD befinde sich auf dem tiefsten Stand seit November 2008, habe nun aber zumindest die Abwärtsbewegung verlangsamt. Gleiches gelte für das Momentum. Der RSI steige wieder und schicke sich gerade an, den überverkauften Bereich zu verlassen. Das technische Setup sei auch bei wöchentlicher Betrachtungsweise der Candlesticks extrem negativ. Einziger Lichtblick wäre hier der Hammer, der sich nun ausgebildet habe und der Hoffnung auf eine kurzfristige Gegenbewegung gebe.

Von einer Bodenbildung zu sprechen sei jedoch leider viel zu früh. Nach den brutalen Kursverlusten sei eine technische Gegenbewegung, wie man sie jetzt sehe, nur allzu natürlich. Der Abwärtstrend bleibe nicht nur bestehen, er habe sich sogar zusätzlich beschleunigt. Aus Sicht der Analysten wäre es wichtig, das 23,6%-Fibonacci-Retracement bei 2.237 Punkten zurückzuerobern. Dann wäre Platz bis zum alten (langsamen) Abwärtstrend vorhanden. Mittelfristig sehe man aber wenig Grund zur Euphorie. (12.08.2011/ac/a/m)


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