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Internationale Börsen Panikwoche ist vergangen 05.08.2011
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Eine Panikwoche an den internationalen Börsen liegt hinter uns, so die Analysten der Erste Bank.
Die Käufer seien in einen Streik getreten. Die wichtigsten Indices wie der STOXX 600 (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) und der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) seien über 9% im Minus. Sowohl in den USA als auch in Europa habe es insbesondere zyklische Sektoren wie Rohstoffe und Industrie am stärksten betroffen. Hier betrage das Minus zwischen 12 und 17%. Defensive Sektoren hätten in diesem Umfeld outperformen können und seien mit Performances von Minus 3 bis 4% (Telekoms) noch glimpflicher davongekommen.
Die Angst vor Staatsbankrotten, jedoch insbesondere Konjunktursorgen würden derzeit die Aktienmärkte belasten. Daher würden im Moment massive Zuflüsse in defensive Assetklassen stattfinden. Die starke Befestigung des Frankens, der ungebremste Anstieg des Goldpreises, sowie sinkende Renditen der als sicher eingeschätzten deutschen und amerikanischen Anleihen, seien die Folge. Die Analysten würden eine Fortsetzung dieses Trends in den kommenden Monaten erwarten. Die Hauptgründe dafür seien:
Die wichtigen Frühindikatoren würden eine Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums signalisieren. Der Globale Einkaufsmanagerindex befinde sich in einem Abwärtstrend. Im Juli habe er bei nur noch 50,6 Punkten notiert. Das sei der tiefste Stand seit Juli 2009. Die Wachstumsaussichten würden sich dabei sowohl in den entwickelten Nationen als auch in den Emerging Markets verschlechtern. Die anhaltend hohe Inflation in China, Indien und Brasilien werde zu weiteren Zinserhöhungen führen. Zudem werde in China die steigende Anzahl an ausfallenden Krediten das Wirtschaftswachstum bremsen.
Die historisch den Aktienkursen vorlaufenden Veränderungen der Gewinnrevisionen würden global einen negativen Trend zeigen. Anders als während der wirtschaftlichen Schwächephase Mitte 2010 würden die Abwärtsrevisionen jetzt alle zehn Wirtschaftssektoren betreffen.
Die Verschuldungskrise sei noch nicht gelöst. Die Investoren hätten die letzten "Lösungen" der Politiker nicht honoriert. Seit dem letzten Rettungspaket seien die Preise von italienischen und spanischen Anleihen weiter gefallen. Auch die technische Analyse des europäischen Banken Indexes lasse auf weitere Kursverluste schließen.
Die Aufwärtstrends wichtiger Aktienindices seien laut den technischen Analysen der Erste Bank gebrochen und in einem Abwärtstrend übergegangen. Defensive Sektoren würden zudem vermehrt relative Stärke zeigen. Dies sei historisch oft ein Signal für eine längere Trendumkehr des Marktes gewesen. Die Saisonalität sei außerdem derzeit schwach und spreche gegen Investitionen in Aktien. (05.08.2011/ac/a/m)
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