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Wiener Börse Streit um Verlängerung des US-Schuldenlimits drückt auf Stimmung


29.07.2011
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Der Streit um die Verlängerung des US-Schuldenlimits drückt auch hierzulande auf die Stimmung, so die Analysten der Erste Bank.

Der ATX (ISIN AT0000999982 / WKN 969191) habe im Einklang mit den meisten Märkten in der letzten Woche 2,3% verloren. Unter den größten Verlierern in diesem Umfeld seien nicht ganz überraschend die Finanzwerte gewesen (Erste Group (ISIN AT0000652011 / WKN 909943): -5,4%, Raiffeisen Bank International (ISIN AT0000606306 / WKN A0D9SU): -3,6%). Auch andere zyklische Werte wie RHI (ISIN AT0000676903 / WKN 874182) (-4,4%) oder voestalpine (ISIN AT0000937503 / WKN 897200) (-3,3%) seien unter die Räder gekommen. Hier würden sich auch die Sorgen der Anleger vor einer Konjunkturabschwächung - ausgelöst von einer drohenden US-Zahlungsunfähigkeit - ausdrücken.


Gewinnerwerte habe es nicht allzu viele gegeben - allen voran Schoeller-Bleckmann Oilfield (SBO) (ISIN AT0000946652 / WKN 907391) (+3,2%), Intercell (ISIN AT0000612601 / WKN A0D8HW) (+2,9%) und Österreichische Post (ISIN AT0000APOST4 / WKN A0JML5) (+2,5%). Letztere hätten die Analysten noch rechtzeitig Ende letzter Woche in ihre Research-Zertifikate aufgenommen und damit eine schlechtere Performance in dieser Woche verhindert. Die von den ihnen ebenso in den Zertifikaten aufgestockte IMMOFINANZ (ISIN AT0000809058 / WKN 911064) habe leider im Wochenvergleich 1,8% abgeben müssen, damit aber zumindest etwas besser als der ATX insgesamt gelegen.

AMAG (ISIN AT00000AMAG3 / WKN A1JFYU) zeige gerade heute ihre Qualität mit dem ausgezeichneten Q2-Ergebnis, die Aktie bleibe damit weiter spottbillig - wie allerdings derzeit so viele Aktien, vor allem an der Wiener Börse. Von den Ergebnissen her habe Verbund (ISIN AT0000746409 / WKN 877738) etwas unter den Erwartungen mit dem Q2-Ergebnis gelegen, allerdings mit einem stabilen Ausblick und der Veräußerung der Verlusttochter in Frankreich bei den Anlegern punkten können. Die Analysten würden die Aktie aktuell nur haltenswert sehen. Erste Group (ISIN AT0000652011 / WKN 909943) habe heute mit den Ergebnissen ebenso leicht unter den Erwartungen gelegen, die Aktie gebe leicht nach.

austriamicrosystems (ISIN AT0000920863 / WKN 632638) habe exakt im Rahmen der Erwartungen berichtet, die Aktie bleibe weiter eine Kaufempfehlung - hier hätten die Analysten nur das Kursziel etwas angepasst. AMAG werde wohl auch nächste Woche noch von den ausgezeichneten Zahlen profitieren können, die Erste Bank erwarte sich erhöhte Gewinnschätzungen seitens der Analysten. Bei Polytec (ISIN AT0000A00XX9 / WKN A0JL31) würden die Analysten am Mittwoch ebenso starke Zahlen erwarten, die höchstwahrscheinlich auch den Einmalgewinn aus der Interieur-Sparte enthalten sollten. Sie hätten die Aktie zuletzt auch in ihre Research-Zertifikate gekauft, was ihre optimistische Haltung zur Aktie klar unterstreiche.

Natürlich werde aber auch die IMMOFINANZ im Fokus vieler Anleger stehen, die sich Mitte der Woche mit vorläufigen Zahlen für das Ganzjahr 2010/11 angesagt habe. Spielentscheidend werde aber der Ausgang der US-Schuldendebatte sein. Komme es am Wochenende zu einer Lösung, würden die Analysten eine temporäre Rally an den Märkten sehen. Endet die Lage in der US-Zahlungsunfähigkeit, wird uns wohl eine turbulente Woche bevorstehen, so die Analysten der Erste Bank. (29.07.2011/ac/a/m)




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