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STOXX 600 Gewinnschätzungen drehen wieder ins Negative


15.04.2011
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Der STOXX 600 (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) hat diese Woche um 1,3% korrigiert, so die Analysten der Erste Bank.

Defensive Sektoren wie Lebensmittelproduzenten (+1%), Pharma und Versorger (je +0,2%) hätten leicht zulegen können. Zykliker wie Öl & Gasfirmen, Automobilhersteller, Rohstoffproduzenten und Banken seien um teilweise mehr als 3% gesunken.


Betrachte man die Veränderung der Gewinnschätzungen des STOXX 600 und in den letzten drei Monaten erkenne man, dass diese zum ersten Mal seit Ende 2007 leicht negativ seien. Das KGV liege jedoch bei nur noch 10/11x. Dies unterstütze den Markt derzeit. Nächste Woche beginne in Europa mit den Zahlen von Philips (ISIN NL0000009538 / WKN 940602) die Berichtssaison. Sollten die Ausblicke der Unternehmen dabei nicht bedeutend besser ausfallen als erwartet, sei mit einem weiteren Seitwärtstrend der Gewinnschätzungen und damit der Indices zu rechnen.

Die bisher veröffentlichten Q1 Ergebnisse aus Asien und den USA würden darauf schließen lassen, dass es viele Unternehmen nicht geschafft hätten die steigenden Kosten (i.e. Inflation) an ihre Kunden weiterzugeben. Firmen mit starker Preissetzungsmacht sollten daher outperformen. Regional empfehlen die Analysten der Erste Bank weiterhin westeuropäische Aktien unter- und osteuropäische Aktien überzugewichten. Aktien sollten in einem Portfolio neutral gewichtet werden.

Die Konjunkturerwartungen für die Schweiz hätten sich im April 2011 klar verbessert. Der ZEW-Indikator sei um 22,3 Punkte auf jetzt 8,8 Punkte gewachsen. Die gute Konjunkturentwicklung in Deutschland sorge im laufenden Jahr für eine Belebung im M&A Markt. Die Rekordgewinne deutscher Unternehmen würden laut dem ZEW-Institut noch in diesem Jahr zu steigenden Aktivitäten führen und sich im nächsten Jahr fortsetzen. Die schwache Wirtschaftssituation in Südeuropa setze sich derweil fort. Die griechische Arbeitslosigkeit sei im Januar erneut gestiegen. Der Rekordstand betrage nun 15,1%, nachdem sie im Dezember 14,8% und Januar 2010 bei 11,3% gelegen habe. Hierbei handle es sich um den siebten Anstieg infolge.

Danone (ISIN FR0000120644 / WKN 851194) habe die Umsatzzahlen für das erste Quartal vorgelegt. So habe der konsolidierte Konzernumsatz in den ersten drei Monaten des laufenden Fiskaljahres mit knapp EUR 4,76 Mrd. um 19,6% über dem Vorjahreswert gelegen. Roche (ISIN CH0012032113 / WKN 851311) habe in Q1 einen Umsatzrückgang verbuchen müssen. So seien CHF 11,12 Mrd. nach CHF 12,42 Mrd. im Vorjahresquartal geworden. Bereinigt um die Einbußen beim Grippemittel Tamiflu sei der Umsatz in CHF um 7% geschrumpft, sei hingegen in Lokalwährungen um 2% geklettert. Zudem habe der Konzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr bekräftigt. (15.04.2011/ac/a/m)




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