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Schweizer Unternehmen geben überwiegend positiven Ausblick


05.04.2011
Banque SYZ & CO

Genf (aktiencheck.de AG) - Im Rahmen der Kepler Swiss Conference gab es für die Experten des Bankhauses Banque SYZ & CO hinsichtlich Schweizer Unternehmen fast ausschließlich Positives zu hören.

Nord-Amerika und die anderen entwickelten Länder hätten sich robust gezeigt, Europa sei größtenteils stabil gewesen und die Belastungen mit dem Mittleren Osten und Japan hätten sich in Grenzen gehalten. Die Stärke des Schweizer Franken sei die am meisten geäußerte Besorgnis gewesen. Nach Sektoren betrachtet, sei die Industrie gut aufgestellt, um von der Erholung spät-zyklischer Bereiche wie Öl und Gas zu profitieren. Konsumgüter-Unternehmen würden Spielräume sehen, um Preissteigerungen weiterzugeben. Unternehmen des Reise- und Freizeitmarktes (wie beispielsweise Kuoni (ISIN CH0003504856 / WKN 894861)) seien auf kurze Sicht in ihrem Ausblick sehr vorsichtig und würden dies mit den aktuellen geopolitischen Spannungen begründen.

Nestlé (ISIN CH0012056047 / WKN 887208) habe die beruhigende Nachricht gebracht, seinen geplanten Kurs für 2011 beibehalten zu wollen. Sein gut nach Regionen und Kategorien austariertes Portfolio erlaube es dem Konzern, Preissteigerungen weiterzugeben. Mit circa zwei Prozent stelle Japan einen geringen Anteil am Gesamtumsatz dar.


Der Schweizer Chocolatier Lindt (ISIN CH0010570767 / WKN 870503) hingegen habe den Trend hin zur Premiumschokolade bestätigt (eine Tafel der hochwertigen Schokolade sei für CHF 4,95 pro 100 g verkauft worden). Die bisher geringe Marktdurchdringung bei Premiumschokolade in den USA verspreche gutes Wachstumspotenzial, während auch eine Erholung des europäischen Marktes spürbar sei.

Mehr als 50 Prozent des Geschäftes von Sulzer (ISIN CH0038388911 / WKN A0NJPK) beziehe sich auf Spätzykler, welche sich allmählich erholt hätten. Hohe Energie-Kosten würden den Öl- und Gas-Bereich des Unternehmens unterstützen. Durch den potenziellen Atomausstieg und die damit verbundene Frage nach einem Wechsel der öffentlichen Versorgungsbetriebe hin zu alternativen Technologien, dürfte die Sulzer-Gruppe vom wiederbelebten Interesse der Energieerzeugung profitieren. Dies käme dem Geschäftsbereich Sulzer Pumps mit der Herstellung von Kreiselpumpen zugute.

Der Spediteur Kühne + Nagel (ISIN CH0025238863 / WKN A0JLZL) habe seinen Marktausblick bestätigt. Das Auftragsvolumen der Luftfracht bleibe weiterhin stark und die Preise stabil. Die Preise bei der Seefracht hingegen seien äußerst niedrig, worin sich die mangelnde Preisdisziplin der Reedereien widerspiegle. Das Unternehmen habe kürzlich eine Akquisition im Bereich Straße und Schiene getätigt und unterstreiche damit die Absicht, ein vollständig vertikal integriertes Logistikunternehmen zu werden. Das Aktienrückkauf-Programm sei kürzlich aufgestockt worden.

Das Industrieunternehmen Georg Fischer (ISIN CH0001752309 / WKN 851082) habe all seine Ziele bestätigt. Aufgrund der wirtschaftlichen Erholung, verbunden mit Rationalisierungsmaßnahmen, dürfte sich die operative Marge weiterhin verbessern - insbesondere in den Geschäftsbereichen Automotive und Agie Charmilles. Hier profitiere man von der starken Automobil-Produktion im Premiumsektor in Europa. Für das Segment der Lastkraftwagen erwarte das Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zum Spitzenwachstum. Auch der Geschäftsbereich Georg Fischer Piping Systems wachse zunehmend gut, besonders in Schwellenmärkten, in welchen wichtige Infrastrukturbedürfnisse sowie Wasserversorgungsprojekte bestünden.

Der Touristikkonzern Kuoni sei auf kurze Sicht äußerst vorsichtig. Positives sei vor allem durch seine Visa-Erleichterung für Asien zu berichten, wobei vor allem von Indien ausgehende Aktivitäten enorme Zugkraft beweisen würden. Die Geschäftstätigkeit mit dem Mittleren Osten sowie Japan werde voraussichtlich deutliche Auswirkungen auf das Sommer-Geschäft haben. Reisestornierungen würden fortlaufend eintreffen und dürften eine negative Ertragsberichtigung mit sich bringen. Die Strategie zur Online-Geschäftstätigkeit sei noch immer nicht klar. (05.04.2011/ac/a/m)




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