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Europäische Aktienmärkte Korrektur erscheint überzogen


18.03.2011
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Der STOXX (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) verliert diese Woche -3,89% und notiert jetzt bei 267 Punkten, so die Analysten der Erste Bank.

Alle 19 Sektoren seien gefallen - Automobilproduzenten, Versicherungen und Haushaltsgüterhersteller seien mit -6% am stärksten gesunken. Relative Stärke hätten Rohstoffhersteller sowie Öl und Gasfirmen mit einem Minus von 2% gezeigt.


Die Korrektur an den Aktienmärkten im Zuge der Japan-Krise sowie der weiterhin stattfindenden Kämpfe im Mittleren Osten sei nach Ansicht der Analysten aber überzogen. Zudem sei festzuhalten, dass Basisrohstoffe wie Aluminium (-2%) und Kupfer (+4%) relative Stärke zum Markt gezeigt hätten.

Auch die sich in einem längerfristigen Bullenmarkt befindenden Emerging Markets hätten sich von ihrer relativen Schwäche seit Q4/2010 wieder erholt. Sowohl die Aktienindices der Emerging Markets als auch der Kupferpreis hätten eine hohe Trefferquote als Frühindikator. Die Korrektur sollte auch unter dem Gesichtspunkt betrachtet werden, dass der Markt seit August 2010 (Anfang von QE2) ohne signifikante Korrektur gestiegen sei.

Die Schweizer Regierung habe die Prognose für das BIP-Wachstum 2011 von 1,5% (Dezember) auf 2,1% erhöht. Die Industrieproduktion in Q4/2010 sei um +7,4% gestiegen. Der Leitzins sei bei 0,25% belassen worden. Damit bleibe die Zinsschere zum Euroraum weiterhin bei 75 Basispunkten. Die Währungshüter hätten ihre Entscheidung mit der noch nicht ausgestandenen Schuldenkrise in Europa sowie den Sorgen vor möglichen Folgen des hohen Ölpreises begründet.

Das britische Verbrauchervertrauen habe sich im Februar 2011 auf ein Rekordtief verschlechtert. Die französischen Frühindikatoren seien im Januar 2011 weiter angestiegen. Hierbei handle es sich um den zweiten Anstieg in Folge. Die saisonbereinigte Produktion im europäischen Baugewerbe habe im Januar zugenommen. Auf Monatssicht sei der Output der Baubranche im Euroraum um 1,8% gewachsen. (18.03.2011/ac/a/m)




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