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Europa positiver Newsflow hielt an


18.02.2011
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Der positive Newsflow der wichtigsten Unternehmen in Europa hat auch diese Woche angehalten, so die Analysten der Erste Bank.

Der STOXX 600 (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) sei um 1,5% auf 291 Punkte geklettert. Im Laufe der ersten Hälfte der Berichtssaison hätten 50% der Konzerne die Gewinnerwartungen übertreffen können. 10% hätten innerhalb der Erwartungen gelegen. Noch besser sehe die Bilanz beim Umsatz aus: 58% der Unternehmen hätten klar über den Erwartungen gelegen und im Vergleich zu Q3 sei der kumulierte Gesamtumsatz um 3% gestiegen.

Diese Woche hätten sich Aktien aus dem Finanzsektor wieder überdurchschnittlich entwickelt. Banken hätten fast 5% zugelegt. Versicherungen und Immobilienaktien seien um über 2,3% gestiegen. Seit Jahresanfang seien Banken (+16%) und Versicherungen (+18%) damit die klaren Outperformer. Die positive Marktbreite habe weiter angehalten - 16 der 19 wichtigsten Sektoren im STOXX 600 hätten zugelegt. Automobilaktien seien mit einem Minus von 2% der einzige Sektor gewesen, der signifikant ins Minus gerutscht sei.


Der ifo Weltwirtschaftsklimaindikator habe sich deutlich verbessert. Mit 106,8 Punkten habe der Index klar über dem Wert vom Vorquartal mit 98,6 Punkten und dem Vorjahresniveau von 99,5 Punkten gelegen. Der Anstieg des Weltwirtschaftsindikators habe aus günstigeren Einschätzungen sowohl der derzeitigen Lage als auch der Perspektiven für die nächsten sechs Monate resultiert. Der Indikator befinde sich nun deutlich oberhalb seines langfristigen Durchschnitts. Die Konjunkturerwartungen für die Schweiz hätten sich im Februar auch verbessert.

Der ZEW-Indikator sei um 1,2 Punkte auf jetzt -17,2 Punkte gewachsen. Gute Nachrichten seien auch aus dem krisengeschüttelten Süden Europas gemeldet worden: Die spanische Wirtschaft sei in Q4 stärker gewachsen. Das BIP sei gegenüber dem Vorjahr um 0,6%, nach 0,2% in Q3 gestiegen. Die Kehrseite des derzeitigen Wirtschaftsaufschwungs bleibe die Inflation. So seien die deutschen Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte im Jänner mit beschleunigtem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat sei der Index um 5,7% geklettert. Im Dezember 2010 habe die Jahresveränderungsrate bei 5,3% und im Jänner 2010 bei -3,4% gelegen. Negativ entwickle sich auch weiterhin der Automobilmarkt in Europa. Die Zahl der Auto-Neuzulassungen in der EU27 sei im Jänner abermals gesunken. Binnen Jahresfrist sei ein Rückgang um 1,4% verzeichnet worden.

BHP Billiton (ISIN GB0000566504 / WKN 908101) habe im ersten Halbjahr dank der weiter gestiegenen Preise bei Industrie- und Edelmetallen mit einem deutlichen Gewinnplus aufwarten (+72%) können. Der Umsatz habe um 39% auf USD 34 Mrd. zugelegt. Es sei eine Erhöhung der Zwischendividende und eine Aufstockung des Aktienrückkaufprogramms angekündigt worden.

ABB (ISIN CH0012221716 / WKN 919730) habe bekannt gegeben, dass der Gewinn im vierten Quartal um 30% gestiegen sei. Zudem sei die Dividende angehoben worden, während weitere Kostensenkungen angekündigt worden seien. Nestlé (ISIN CH0038863350 / WKN A0Q4DC) habe sein Ergebnis 2010 deutlich verbessern können. Der Konzern habe ein organisches Wachstum von 6,2% erreicht. Hintergrund waren Preissteigerungen und eine starke Entwicklung in den Schwellenländern. Der Umsatz sei um 4% auf USD 105 Mrd. gestiegen. Der Gewinn habe mit jetzt USD 34 Mrd. mehr als verdreifacht werden können. Heineken (ISIN NL0000009165 / WKN A0CA0G) habe den Gewinn 2010 um 41% gesteigert, was aber mit Kostensenkungen zusammengehangen habe. Das konsolidierte Absatzvolumen sei organisch um 3,1% zurückgegangen. Der Konsens habe ein Minus von lediglich 2,8% gerechnet.

BNP Paribas (ISIN FR0000131104 / WKN 887771) habe den Gewinn im vierten Quartal um 14% gesteigert, was auf bessere Ergebnisse im Investment Banking und eine Erholung im US-Privatkundengeschäft zurückzuführen sei. Die Erwartungen seien jedoch aufgrund einer Sonderbelastung verfehlt worden. Daimler (ISIN DE0007100000 / WKN 710000) habe der deutschen Bundesregierung die Übernahme der Hälfte seiner 15%igen EADS (ISIN NL0000235190 / WKN 938914)-Beteiligung angeboten. BASF (ISIN DE000BASF111 / WKN BASF11) habe bekannt gegeben, dass man mit zwei japanischen Unternehmen die Erprobung einer neuen Technologie für die Abscheidung von Kohlendioxid aus Erdgas unter hohem Druck erfolgreich abgeschlossen habe. BAE Systems (ISIN GB0002634946 / WKN 866131) erwarte für 2011 angesichts geringerer Militärausgaben seitens der britischen Regierung einen Umsatzrückgang. (18.02.2011/ac/a/m)




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