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US-Treasuries Renditen gingen nur am kurzen Ende leicht zurück


16.02.2011
HSH Nordbank AG

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die Renditen am US-Staatsanleihemarkt gingen lediglich am kurzen Ende leicht zurück, so dass sich die Kurve (10/2 Jahre) versteilerte, so die Analysten der HSH Nordbank AG.

Die Risikofreude der Anleger habe sich in Grenzen gehalten, nachdem die US-Einzelhandelsumsätze im Januar deutlich an Dynamik eingebüßt hätten und auch für den Vormonat nach unten revidiert worden seien. Sie habe auch nicht durch den freundlichen Empire Manufacturing Index für das Verarbeitende Gewerbe aufgefangen werden können. Gleichzeitig steigende Importpreise hätten die Entscheidung, ob man jetzt T-Notes kaufen oder verkaufen sollte, nicht gerade einfacher gemacht.


Für die Konjunktur seien diese Daten negativ. Gerade habe das Unternehmen FedEx (ISIN US31428X1063 / WKN 912029) gewarnt, dass sich die höheren Ölpreise dämpfend auf die Gewinnentwicklung niederschlagen würden. Auch die ISM-Indices hätten zuletzt einen steigenden Preisdruck widergespiegelt. Im schlechtesten Fall laufe die USA in Richtung einer Stagflation, also hohe Inflation in Kombination mit einem mediokren Wachstum. Keine Unterstützung sei vom Bausektor zu erwarten, nachdem der NAHB-Index auf dem depressiven Niveau von 16 verharrt habe.

Aus den gestrigen Kapitalverkehrsdaten lasse sich ablesen, dass China zwei Monate in Folge Treasury-Wertpapiere verkauft habe. Allerdings sei dies durch die Käufe von anderen Ländern überkompensiert worden. Aber man könne wohl davon ausgehen, dass China durchaus gewillt sei, sein Portfolio etwas zu diversifizieren.

Heute stünden die US-Industrieproduktionszahlen im Fokus, die vermutlich einen robusten Zuwachs aufweisen würden und den gestern aufkommenden Konjunkturpessimismus wieder etwas zurückdrängen könnten. Die Daten zu den Baubeginnen von Häusern würden vermutlich verdrängt werden. Marktbewegungspotenzial hätten jedoch die Erzeugerpreise, zumal morgen die CPI-Daten veröffentlicht würden. Die Analysten würden mit einem etwas höheren Preisdruck als der Konsens rechnen und daher heute von steigenden Renditen bei den T-Notes ausgehen. (16.02.2011/ac/a/m)




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