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Europäische Börsen weitere positive Handelswoche


28.01.2011
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Eine weitere positive Handelswoche an den europäischen Börsen liegt hinter uns (+1,3%), berichten die Analysten der Erste Bank.

Der breite STOXX 600 (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) notiere somit seit Anfang 2011 um 3% höher. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) habe schon um 7% zugelegt. Dies sei auf die steigende relative Stärke von Banken und Versicherungen (je +10% seit Anfang 2011) zurückzuführen. Diese beiden Sektoren würden in diesem Index ein Viertel der Gewichtung ausmachen. Technologiewerte und Versicherungen seien mit einem Plus von 4% am stärksten nachgefragt worden. Bis auf Versorger, Lebensmittelproduzenten und Einzelhandelsunternehmen, die um knapp 1% gefallen seien, hätten alle anderen Sektoren eine positive Performance gezeigt.

Die Analysten würden erwarten, dass sich Banken und insbesondere Versicherungen in den kommenden Wochen weiter gut entwickeln würden. Die Bewertungen der beiden Sektoren seien noch immer klar niedriger als der Markt. Das erwartete KGV im Versicherungssektor liege bei 8,6x, bei den Banken betrage es 9,5x. Zum Vergleich der gesamte STOXX 600 habe derzeit ein erwartetes KGV von 11,2x.


Steigende Renditen am deutschen Bondmarkt hätten den Aufwärtstrend an den Aktienmärkten bestätigt. Die Rendite für 10jährige Bunds sei um 5 Basispunkte auf 3,2% gestiegen. Am kurzen Ende seien die 2jährigen um 12 Basispunkte auf jetzt 1,35% gestiegen. An den Rohstoffmärkten seien die Preise von Kupfer und Aluminium um +1% gestiegen. Das Barrel Brent sei um 0,4% auf USD 96,3 gestiegen. Gold habe seine Korrektur fortgesetzt und sei um 2% auf 1.319 USD gefallen. Die Analysten würden erwarten, dass sich die saisonale Korrektur noch bis 1.250 USD fortsetzen dürfte. Dieses Niveau würden sie für einen neuen Einstieg nützen.

Das Konsumklima in Deutschland setze seinen Aufwärtstrend fort. Der Gesamtindikator prognostiziere für Februar einen Wert von 5,7 Punkten, nach revidiert 5,5 Punkten im Januar. Auch das ifo-Geschäftsklima für Januar (110,3 Punkte) habe die Erwartungen übertroffen. Während die Einschätzung für die aktuelle Situation auf dem Dezemberniveau geblieben sei, habe insbesondere der weitere Anstieg der Erwartungskomponente positiv überrascht. Alle Branchen - außer dem Groß- und Einzelhandel - hätten eine Verbesserung der Stimmung berichtet. Nicht so gut laufe es weiterhin in Spanien. Der Umsatz des Einzelhandels habe sich im Dezember um 4,4% reduziert. Gleichzeitig hätten sich die spanischen Erzeugerpreise im Dezember mit beschleunigtem Tempo von 4,4% im November auf 5,3% erhöht. Hierbei handle es sich um den stärksten Zuwachs seit Oktober 2008.

Siemens (ISIN DE0007236101 / WKN 723610) habe im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 den positiven Wachstumstrend der Vorquartale fortgesetzt und den Auftragseingang zum Vorjahr kräftig gesteigert. Der Umsatz sei um 12% auf EUR 19,5 Mrd. gestiegen. Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten habe einen Rekordwert erreicht. Dabei habe man vor allem von einer starken Entwicklung bei den kurzzyklischen Industriegeschäften und im Kraftwerksgeschäft profitier. Für das laufende Geschäftsjahr 2011 seien die Ziele bekräftigt worden.

Auch Konkurrent ABB (ISIN CH0012221716 / WKN 919730) habe einen positiven Ausblick gemeldet. Man stelle für das vierte Quartal ein deutliches Gewinnwachstum im zweistelligen Prozentbereich in Aussicht. Bei Nokia (ISIN FI0009000681 / WKN 870737) habe das abgelaufene Quartal endlich mal positiv überrascht, doch der Ausblick sei wieder düster. Der Vergleich mit Apple (ISIN US0378331005 / WKN 865985) schmerze am meisten. Hätten die Amerikaner im vierten Quartal 2009 noch halb so viel mit Handys wie Nokia erlöst, hätten sie im vierten Quartal 2010 fast gleichgezogen und würden Nokia im laufenden Quartal überholen. Und das mit einem Zwölftel der Absatzmenge. Man könne gespannt sein, welche Strategie der neue Chef Stephen Elop am 11. Februar präsentieren werde.

Software AG (ISIN DE0003304002 / WKN 330400) habe im vierten Quartal mit einem deutlichen Ergebnisplus aufwarten können. So habe der Umsatz mit EUR 326,7 Mio. Euro um 12% zugelegt. Der Gewinn habe sich auf EUR 64,7 Mio. verbessert. Das Unternehmen gehe für 2011 von einem weiteren Umsatz- und Ergebnisplus aus. (28.01.2011/ac/a/m)




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