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EZB lässt Zinsen unverändert 14.01.2011
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Die gut verlaufenden Auktionen portugiesischer, spanischer und italienerischer Staatsanleihen wirkten diese Woche als Stütze für den europäischen Aktienmarkt, so die Analysten der Erste Bank.
Der STOXX 600 (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) habe um 0,9% auf 284 Punkte zulegen können. Insbesondere Banken hätten vom gestiegenen Vertrauen in die Refinanzierungskraft der PIGS-Staaten profitiert und seien diese Woche um fast 5% gestiegen. Insgesamt hätten 11 der 19 Sektoren des STOXX 600 Zugewinne verbuchen können. Neben Banken hätten Technologiefirmen und Versicherungen den Markt mit Anstiegen von über 2% outperformen können. Relativ schwach würden sich hingegen weiter Pharmafirmen entwickeln (-1%), sowie Nahrungsmittel- und Haushaltsgüterhersteller (-2%). Steigende Rohstoffpreise sowie im Fall von Pharmafirmen der Sparzwang der Staaten würden sich negativ auf die Performances auswirken.
Am Rohstoffmarkt sei es zu einer Gegenbewegung nach der Korrektur zu Jahresanfang gekommen. Kupfer sei um 1,4% auf 9.622 USD/t gestiegen. Das Barrel Brent notiere mit USD 98,7 nur noch knapp unter der psychologisch sehr wichtigen Marke von USD 100. Ein Anstieg auf USD 100 hätte nach Ansicht der Analysten zumindest kurzfristig eine negative Auswirkung auf den Aktienmarkt.
Die EZB habe wie erwartet den Leitzinssatz unverändert bei 1% belassen. Die Rhetorik von Präsident Trichet habe sich aber verschärft. Im Dezember seien die Zinssätze "angemessen" gewesen, jetzt "noch angemessen". Die Analysten würden aber weiter davon ausgehen, dass die erste Zinserhöhung im vierten Quartal 2011 komme. Auch die Bank of England lasse den Leitzins unverändert (0,5%).
Das Volumen des zuvor beschlossenen Anleiherückkaufprogramms in der Höhe von GBP 200 Mrd. sei ebenfalls bestätigt worden. Die Industrieproduktion in der Eurozone habe sich im November auf Monatssicht um 1,2% erhöht. Im Vorjahresvergleich habe die Fertigungsmenge um 7,4% angezogen. Die positiven Zahlen aus der Industrie würden damit die weiterhin guten Ergebnisse der Umfragen der vorlaufenden Einkaufsmanagerindices bestätigen.
Die Inflation in den Ländern der Eurozone habe sich abermals beschleunigt. Für die gesamte Eurozone betrage die Inflation derzeit 2,2% nach 1,9% im November. Die diese Woche veröffentlichten Zahlen der nationalen Statistikinstitute würden aber die Divergenzen in der Eurozone zeigen. So sei die Teuerungsrate in Deutschland im Dezember auf 1,7%, nach 1,5% im November gestiegen. In Spanien sei die Inflation noch stärker angestiegen. So habe sie sich auf 3,0% erhöht, nachdem sie im November lediglich bei 2,3% gelegen habe.
Die Fokussierung auf Deflationsszenarien scheine damit der Vergangenheit anzugehören und die Bekämpfung der Inflation rücke in den Vordergrund. Sarkozy habe dazu diese Woche erwähnt, dass er der Bekämpfung der hohen Rohstoffpreise in seiner laufenden G20-Präsidentschaft "höchste Priorität" einräume.
EADS (ISIN NL0000235190 / WKN 938914) habe diese Woche einen ganz bedeutenden Auftragseingang in der Höhe von zirka USD 15,6 Mrd. bekannt gegeben. So habe IndiGo, der größte Low-Cost-Carrier Indiens, eine Grundsatzvereinbarung über den Kauf von 180 ökoeffizienten Airbus A320-Flugzeugen (150 Stück A320neo und 30 Stück A320) unterzeichnet.
Dieser größte Einzelauftrag für Passagierjets in der Geschichte der kommerziellen Luftfahrt mache den Angaben zufolge die indische Fluggesellschaft überdies zum Erstkunden der A320neo (new engine option). Die A320neo solle bis zu 15% weniger Treibstoff verbrauchen. Überdies würden die A320neo-Kunden von leiseren Triebwerken, niedrigeren Betriebskosten und einer um bis zu 950 km größeren Reichweite oder zwei Tonnen höherer Nutzlast profitieren. Airbus sehe für die kommenden fünfzehn Jahre ein Marktpotenzial von 4.000 Flugzeugen der A320neo-Familie.
Tesco (ISIN GB0008847096 / WKN 852647) habe bekannt gegeben, dass man den Umsatz insbesondere im internationalen Geschäft habe steigern können. Den Angaben zufolge habe sich der Konzernumsatz des Einzelhändlers in den sechs Wochen zum 8. Jänner um 7,6% im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Konkurrent Sainsbury (ISIN GB00B019KW72 / WKN A0B6G0) habe die vergleichbaren Umsätze ohne Benzin im letzten Quartal um 3,6% verbessert. Der Konsens habe im Vorfeld nur mit 3,1% gerechnet. METRO (ISIN DE0007257503 / WKN 725750) habe nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2010 ein Umsatzplus von 2,6% erzielen können. Auch in Landeswährung habe das Umsatzwachstum noch 1,0% betragen.
Auch Barry Callebaut (ISIN CH0009002962 / WKN 914661) habe das letzte Quartal mit einem Umsatzwachstum abgeschlossen. Der Umsatz in Lokalwährungen habe um 14,2% zugenommen. In Schweizer Franken habe man ein Wachstum von 4,9% verbucht. Heineken (ISIN NL0000009165 / WKN A0CA0G) habe seine Plattform für Wachstum in Nigeria durch die Übernahme von zwei Holding-Gesellschaften von der Sona Group verstärkt. Durch die Akquisition erhalte Heineken eine zusätzliche technische Kapazität von 3,7 Mio. Hektolitern.
Beiersdorf (ISIN DE0005200000/ 520000) habe trotz höherer Umsätze (+7,7%) einen Gewinnrückgang (-18%) hinnehmen müssen. Zurückzuführen sei dies auf Sondereffekte gewesen. Organisch sei ein Plus von 3,1% ausgewiesen worden. Südzucker (ISIN DE0007297004 / WKN 729700) habe in den letzten neun Monaten des Geschäftsjahres (bis 30. November 2010) sein Ergebnis verbessern können. Der Konzernumsatz sei um rund 5 % auf EUR 4,67 Mrd. gewachsen. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter habe sich von EUR 159 Mio. auf 188 Mio. erhöht. Für das gesamte Geschäftsjahr rechne Südzucker mit einem Anstieg des Konzernumsatzes um ca. 5%.
Peugeot (ISIN FR0000121501 / WKN 852363) habe im Jahr 2010 einen Rekordabsatz erzielen können. Im vergangenen Jahr seien weltweit 3,60 Mio. Fahrzeuge abgesetzt worden, was einem Anstieg um 13% entspreche. Dabei seien die Verkaufszahlen insbesondere außerhalb Europas deutlich gestiegen. Siemens (ISIN DE0007236101 / WKN 723610) habe im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 eine positive Entwicklung beim Auftragseingang verzeichnet. Für das Gesamtjahr rechne Siemens weiterhin mit einem Plus beim Auftragseingang und einem organischen Umsatzwachstum. Der Gewinn solle um 25 bis 35% wachsen.
Lufthansa (ISIN DE0008232125 / WKN 823212) habe die Prognose für das Gesamtjahr trotz der schlechten Wetterbedingungen bestätigt. Für das Fiskaljahr 2011 habe man sich weiter optimistisch gezeigt und gehe angesichts der weiterhin guten Konjunkturaussichten und der erweiterten Konzernstruktur von einer weiteren Verbesserung beim operativen Ergebnis aus.
Gute Nachrichten habe es diese Woche auch für Aktionäre von Sanofi-Aventis (ISIN FR0000120578 / WKN 920657) gegeben: Die EU-Kommission habe diese Woche den geplanten Erwerb des US-Konzerns Genzyme (ISIN US3729171047 / WKN 871137) durch Sanofi-Aventis genehmigt, da sie zu dem Schluss gekommen sei, dass die Übernahme den Wettbewerb in Europa nicht erheblich einschränke. (14.01.2011/ac/a/m)
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