Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


   
Aktuelle Kursinformationen ()
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
-   -   0 0 % /
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
-   -  
 
 
 

Europäischer Aktienmarkt "übergewichten"-Empfehlung bestätigt


22.12.2010
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Mit einem Plus von fast 7% im vierten Quartal sehen sich die Analysten der Erste Bank mit ihrer "übergewichten"-Empfehlung für den europäischen Aktienmarkt bestätigt.

Aufgrund der positiven Unternehmensergebnisse, der niedrigen Bewertungen sowie der geringen Anleihenrenditen würden die Analysten erwarten, dass sich dieser Aufwärtstrend im 1. Quartal 2011 fortsetzen werde. Sie würden dabei Firmen aus zyklischen Sektoren bevorzugen, die in den Emerging Markets umsatzstark seien und so vom Wachstum dort profitieren könnten. Auch Aktien aus dem Öl- & Gasbereich sollten sich in Q1 gut entwickeln. Titel dieses Sektors hätten 2010 underperformt, seien aber relativ günstig bewertet. Die Gewinnerwartungen sowie der Ölpreis würden zudem einen positiven Trend zeigen.

Defensive Sektoren wie Telekoms und Versorger sollten untergewichtet werden, denn die Gewinnschätzungen seien klar fallend. Die Pharmabranche werde aller Voraussicht nach unter den anstehenden Sparbemühungen der Staaten leiden und dürfte somit underperformen. Regional sollte die Divergenz zwischen den nationalen Indices in Europa im Einklang mit den unterschiedlich erwarteten BIP-Wachstumsraten auch in Q1 2011 anhalten.

Betrachte man die Unternehmensergebnisse der Firmen im STOXX 600 (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) in Q3, so sehe man, dass mehr als 66% der Unternehmen positive Gewinnüberraschungen berichtet hätten. Auf Jahressicht hätten die Gewinne der Firmen im STOXX 600 um insgesamt 47% (Q2: +42%) gesteigert werden können. Die Bewertungen auf KGV und Preis/Buchwert-Basis seien 2010 aufgrund der positiven Unternehmensergebnisse leicht zurückgegangen und würden dem Aktienmarkt somit eine solide Unterstützung bieten. Der Trend der Umsatz- und Gewinnschätzungen bei den Revision Ratios sei zudem anhaltend positiv.


Die positiven Gewinnaussichten seien unter anderem auch daran zu erkennen, dass die Revisionen der Schätzungen von Umsatz und Gewinn pro Aktie für die Unternehmen des STOXX 600 weiterhin klar positiv seien. In der Vergangenheit habe sich diese Verhältniszahl auch schon oft als guter Vorlaufindikator für die weitere Entwicklung des Aktienmarkts bewiesen.

Betrachte man außerdem die Entwicklung der Gewinnschätzungen der zehn Sektoren, so erkenne man, dass die Veränderung der Schätzungen und die relativen Sektor-Performances eine leicht positive Korrelation aufweisen würden. Dies zeige, dass Investoren Aktien mit guten fundamentalen Aussichten suchen und Sektoren mit wachsenden Gewinnen bevorzugen würden. Dies spiegele eine gesunde Gesamtverfassung des Marktes wider, da in Krisenzeiten keinerlei Korrelation dieser Kennzahlen erkennbar sei.

Die Dividendenrendite liege in Europa derzeit bei 3,1% und sei damit in etwa gleich hoch wie die Rendite von 10-jährigen deutschen Staatsanleihen. Die für den Aktienmarkt wichtige Zinskurve sei zudem nach wie vor sehr steil. Die EZB werde den Leitzins nicht vor dem vierten Quartal 2011 erhöhen. Unterstützend auf die Aktienmärkte wirke sich auch der anhaltende Optimismus der Wirtschaftsakteure aus, wie am positiven Trend des ZEW-Index zu erkennen sei.

Bei all den guten fundamentalen Indikatoren sei jedoch weiterhin zu beachten, dass weiterhin Risiken bestünden. Die beiden größten Risken seien wahrscheinlich die weitere Entwicklung der Verschuldungskrise in Südeuropa sowie ein Überhitzen der Wirtschaft in den Emerging Markets (insbesondere China). Die Analysten der Erste Bank schätzen jedoch die Chancen auf Kursgewinne in Q1 als größer ein als die Wahrscheinlichkeiten, dass sich diese Risken auf den Aktienmarkt auswirken werden. Ein Indikator der sie darauf schließen lassen würde, dass sich die Korrekturwahrscheinlichkeit erhöhe, wäre die Underperformance von zyklischen Sektoren. Dieser Trend sei jedoch noch nicht erkennbar.

Sollte sich bei den Analysen der Analysten der Erste Bank ein anderes Bild ergeben, so würden sie dies dann zu gegebener Zeit in einem Spezial Report publizieren. Ansonsten würden sie weiterhin empfehlen, Aktien in einem Portfolio überzugewichten. (Ausgabe 1. Quartal 2011) (22.12.2010/ac/a/m)




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG